Schweiz
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Demonstranten fordern die Regularisierung der Sans-Papiers in Basel am Donnerstag, 14. November 13, 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Demonstranten fordern die Regularisierung der Sans-Papiers in Basel am vergangenen Donnerstag. Bild: KEYSTONE

18 Jahre illegal in der Schweiz: Sans-Papiers spricht über Flucht aus der Illegalität

Rund 4000 Sans-Papiers leben gemäss Schätzungen in Basel-Stadt. Einer davon ist Ardan P. aus Nordmazedonien. Der 47-Jährige reichte nun als einer von neun Personen ein Härtefallgesuch beim Kanton ein – mit Erfolg.

Silvana Schreier / ch media



Mit den Händen in den Jackentaschen steht Ardan P.* am Rand der Demonstration. Rund 200 Menschen forderten am vergangenen Donnerstag Bleiberecht für Sans-Papiers. Diesen Anlass wollte er sich nicht entgehen lassen. Denn er ist selbst ein Sans-Papier. Zusammen mit anderen Betroffenen protestierte Ardan gegen die fehlende Regularisierung und gegen die langen Wartezeiten.

An der ersten Kundgebung vor genau einem Jahr war er auch dabei. «Ich hielt eine Rede vor dem Migrationsamt», sagt der 47-Jährige. Darauf ist er stolz. Am selben Tag reichte er sein Härtefallgesuch ein. Dies war der Startschuss für die Warterei. Ardan sagt: «Vorher hatte ich keine Hoffnungen. Ich dachte nicht über meine Zukunft nach.» In der Zeit, als das Gesuch vom Basler Migrationsamt bearbeitet wurde, sei er nervös und ungeduldig gewesen. Seit einer Woche weiss Ardan: Sein Gesuch wurde von den Basler Behörden gutgeheissen und zur letzten Prüfung an das Staatssekretariat für Migration überwiesen.

Ardans Lachen ist ansteckend. Die Demonstration ist bereits in vollem Gange, als er dazustösst. Die Protestierenden begrüssen ihn erfreut. Breit grinsend umarmt er einen Mann mit weisser Maske, ebenfalls ein Sans-Papier.

Für die Demonstration nahm sich Ardan den Nachmittag frei. «Ich habe meinem Chef gesagt, ich hätte einen wichtigen Termin.» Die Wahrheit, dass er für seine Rechte demonstrieren gehen will, kann er ihm nicht sagen. Er darf nicht. Zu gross wäre das Risiko, wenn sein Arbeitgeber wüsste, dass er bis vor kurzem illegal in der Schweiz war.

«Ich will nicht lügen, aber was soll ich sonst machen?»

Lügen gehören zum Alltag von Ardan. Er ist es gewohnt, Ausreden zu finden. Nach 18 Jahren im Status der Illegalität erzählt er schulterzuckend davon. «Ich will niemanden anlügen, aber was soll ich sonst machen?» Einzig seine Familie, Freunde in derselben Situation und die Mitarbeitenden der Basler Anlaufstelle für Sans-Papiers wissen Bescheid.

Klatschend mischt er sich unter die Demonstranten und singt: «Re-Re-Regularisierung.» Ardan, der grosse Mann mit schwieligen Händen, lacht über sich selbst, wie er in der bunten Masse untergeht.

Ardan ist in Nordmazedonien aufgewachsen. Er ging zur Schule, machte eine Lehre als Maurer, fand keine Arbeit. 2001 stürzte ein bewaffneter Konflikt zwischen der albanischen Minderheit und den mazedonischen Sicherheitskräften das Land in die Krise. Mehr als 150 000 Mazedonier verliessen ihre Heimat. So auch Ardan. Mit der Hoffnung auf einen Job im Gepäck reiste er vor 18 Jahren in die Schweiz. Sein Cousin lebte bereits hier. Heute sagt er: «Ich habe mich sofort in Basel verliebt.» Hier wolle er «für immer» bleiben.

Als Mazedonier, sagt Ardan, habe er keine Chance auf Asyl in der Schweiz gehabt. Einen festen Job fand er nicht, da er keine Aufenthaltsbewilligung hatte. Dennoch schaffte er es, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. «Seit 18 Jahren zahle ich meine Wohnungsmiete selbst. Ich überweise das Geld immer pünktlich», sagt Ardan. Er betont dies mehrmals. Es ist ihm wichtig, zu zeigen, dass er sich an die Regeln der Gesellschaft hält.

Gefragte Arbeitskräfte, aber stets auf der Hut

Sans-Papiers fehlt ein entscheidendes Papier. Warum das ihr Leben dominiert, erklärt in zehn Punkten.

Schwarzarbeit, Ausreden und Unsicherheit

Ardan lebt in einer eigenen Wohnung, hat eine Krankenversicherung, ein Handy. Er schuftet auf einer Baustelle in der Region. Abends geht er ab und zu in eine Bar, trifft sich mit Freunden, trainiert mit seiner Fussballmannschaft. Oder er sitzt im St.-Jakob-Stadion auf der Tribüne und schaut seinem Lieblingsverein, dem FC Basel, zu. Ein gewöhnliches Leben eines Schweizers, könnte man meinen.

Doch: Die Miete muss er sich Monat für Monat zusammenkratzen. Krankenversichert ist er nur dank der Anlaufstelle. Er hat keinen Rappen auf seinem Pensionskassenkonto, keine AHV. Seinen Job muss er sich alle ein bis zwei Monate neu organisieren. Ardan arbeitet solange schwarz auf den Baustellen, wie die Firmen ihn brauchen. Sein Fussballteam weiss nichts von seiner prekären Situation. Verabreden sich die Kollegen zu einem Team-Ausflug nach Deutschland, muss sich Ardan eine Ausrede einfallen lassen.

Seine Finanzen und sein nicht vorhandener Aufenthaltsstatus lassen solche Ausflüge nicht zu. Dazu kommt die ständige Angst vor einer Polizeikontrolle. Auch während der Demonstration blickt sich Ardan oft um. Als ein Passant ihn erkennt und grüsst, senkt er schnell seinen Blick. Er lächelt verlegen: «Das ist jetzt nicht so gut.» In solchen Momenten schlage sein Herz plötzlich schneller, sagt Ardan und pocht mit seiner linken Faust auf sein Herz.

«Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit für mich. Aber ich überlebte.»

Von den Umständen seiner unsicheren Lebenssituation lässt sich Ardan aber nicht verunsichern. Auch nicht vom Schlaganfall, den er vor zwei Jahren erlitten hatte. Nur wenige Wochen danach begann er wieder zu arbeiten. Er sagt: «Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit für mich. Aber ich überlebte.» Mittlerweile sei er wieder gesund.

Er lächelt leicht, blickt aber sogleich zu Boden, wenn er von seinem Leben in Basel erzählt. Im Gespräch wird klar: Ardan hat so viel zu berichten, dass ein Buch damit gefüllt werden könnte.

Während Ardan in Basel Tag für Tag der Polizei aus dem Weg ging und versuchte, seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, wuchsen seine beiden Söhne in Nordmazedonien auf. «Einer ist 17, der andere 13», sagt der stolze Vater. Der ältere «Bub», wie Ardan ihn nennt, kam in der Schweiz zur Welt. Die ersten Jahre lebte der Mazedonier mit seiner damaligen Frau hier.

Da Nordmazedonien seit 2005 ein EU-Beitrittskandidat ist und damit das Schengen-Dublin-Abkommen gilt, kann Ardan seine Söhne hin und wieder besuchen. Immer verbunden mit dem Risiko, bei der Rückkehr in die Schweiz kontrolliert, abgewiesen oder festgehalten zu werden.

Vor einer Woche rief Fabrice Mangold von der Anlaufstelle für Sans-Papiers Ardan zu sich ins Büro: Sein Gesuch wurde vom Basler Migrationsamt gutgeheissen. Seine Augen strahlen, er lacht: «Ich kann es noch immer kaum glauben.» In seiner Freude fiel er Mangold um den Hals. Das Grinsen bekam er an diesem Tag nicht mehr aus dem Gesicht.

Noch muss sein Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung vom Bund abgesegnet werden. «Das ist das grösste Geschenk, dass ich in meinem Leben bekommen habe», sagt Ardan und relativiert sofort: «Also ich hoffe sehr, dass es klappt. Noch ist nichts sicher.» Lieber harrt er noch einige Tage in der Ungewissheit aus, als jetzt schon zu feiern.

Jetzt kann er Zukunftspläne schmieden

Was würde er denn nach der guten Nachricht als Erstes tun? «Tief durchatmen», sagt Ardan. Er fasst sich an die Brust, atmet hörbar ein und aus. Dann möchte er endlich «einen richtigen Job mit Arbeitsvertrag». Zwei Angebote hat Ardan bereits.

Er möchte Geld in seine Pensionskasse einzahlen. Er möchte seinen Freunden im Fussballverein erzählen, warum er die Mannschaftsausflüge immer gemieden hatte. Er möchte eine Ausbildung zum Juniorentrainer machen. Er möchte seinen Unterstützern danken. Er möchte ohne Herzklopfen an Polizisten vorbeilaufen. Er möchte endlich nicht mehr lügen.

* Name der Redaktion bekannt. (aargauerzeitung.ch)

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Philip Reber 18.11.2019 13:36
    Highlight Highlight Warum sind solche Leute die Bürger Jahrelang um Geld prellen alle Helden?

    Selbst geschaffenes Leid macht niemanden seelig.
    • Liselote Meier 18.11.2019 15:23
      Highlight Highlight Erzähle mir mal den Zaubertrick wie man die "Bürger" prellen kann, wenn man beim Staat nicht registriert ist.
  • Baccaralette 18.11.2019 12:54
    Highlight Highlight Es wäre echt schön, wenn sich der Grossteil der Kommentarschreiber einmal ganz vernünftig mit der Asylpolitik und deren Kosten auseinander setzen würden.

    Sans Papier kosten uns nix. Keinen Cent. Weil sie nämlich alles selber erarbeiten und durchbeissen, meist an der Armutsgrenze und mit hundslausigen Jobs.

    Und jetzt, liebe Blickleser, ab zur Zeitung mit den grossen Buchstaben und den vielen Bildern. Dort seid ihr bestens aufgehoben. Selbst denken ist ja nicht so euer Ding!
  • Schneider Alex 18.11.2019 06:15
    Highlight Highlight
    Sans-Papiers: Wo bleibt der Rechtsstaat?

    Wenn wir noch ein Rechtsstaat sein wollen, müssen die Wohnungsbesitzer, Arbeitgeber und Schulen, welche Sans-Papiers - ohne bei der Einwohnerkontrolle anzumelden – eingemietet, angestellt oder geschult haben, bestraft werden. Das ganze Theater um die Sans-Papiers ist eine Persiflage auf unseren Rechtsstaat. Ich frage mich, warum ich mich noch an Gesetze halten soll.
  • S.Potter 17.11.2019 12:36
    Highlight Highlight Illegal bleibt illegal. Es wird etwas nicht einfach legal nur weil es 20 Jahre illegal praktiziert wird.
    • loquito 17.11.2019 14:52
      Highlight Highlight Wow... Was hat er den illegales praktiziert? Deine Weltansicht ist etwas sehr einfach....
  • Stefan Morgenthaler-Müller 17.11.2019 12:27
    Highlight Highlight Man kann sich glücklich schätzen, wenn man nicht in Verhältnissen lebt, vor denen man fliehen muss. Das ist vielen hier zu wenig bewusst.

    Redet mal mit Leuten, die ganz andere Lebensgeschichten haben. Es ist sehr interessant, was man da zu hören kriegt. Manchmal ist es auch sehr unangenehm, weil es einem sehr nah geht.

    Unsere Generation hat keinen Krieg, keinen Hunger, keine Diktatur, usw. erlebt. Wir schauen uns das im Internet an. Mit welchem Recht können wir verwöhnten Mittelschichtler über Menschen urteilen, die sowas durchmachen mussten?
    • Hans12 17.11.2019 14:13
      Highlight Highlight Genau diese Menschen helfen wir ja auch. Und zwar solange, bis sie sich wieder selber helfen könnten. Hierbei handelt es sich aber Großteils um Menschen, die sich nicht an unsere Spielregeln halten. Das ist unfair. Uns gegenüber und vorallem jenen gegenüber welche wirklich bedroht sind. Es gibt kein Menschenrecht auf ein besseres Leben, auch wenn sich alle danach sehnen.
    • Pisti 17.11.2019 15:27
      Highlight Highlight Er könnte längst zurückkehren. Nord-Mazedonien ist ein sicheres Land.
      Dass fast 20 Jahre schwarz Arbeiten auch noch belohnt wird von den Behörden ist ein Skandal.
    • P. Silie 17.11.2019 16:06
      Highlight Highlight @ Stefan: "Man kann sich glücklich schätzen, wenn man nicht in Verhältnissen lebt, vor denen man fliehen muss. Das ist vielen hier zu wenig bewusst."

      Wird wohl auch der Grund sein, weshalb er seine Frau und die Kinder in diese Verhältnisse zurückschickte...
    Weitere Antworten anzeigen
  • [Nickname] 17.11.2019 11:37
    Highlight Highlight Hier wird ja übel versucht auf die Tränendrüse zu drücken. 300‘000 Menschen haben kein Asyl oder Aufenthalt durch dir Behörden erhalten, nach entsprechender Prüfung und sind nicht ausgereist. Ein enormes Sicherheitsrisiko. Aber nein gemäss dieser Utopisten muss man die halbe Welt aufnehmen. Gemäss dieser Aussagen kann man Staaten ja gleich auflösen und die Anarchie einführen.
    • Phoria 17.11.2019 15:23
      Highlight Highlight Sans-Papiers sind Leute, die sich in der Schweiz aufhalten ohne den Behörden bekannt zu sein. Sie kommen meist aus Ländern, die als sicher gelten und arbeiten meist aus wirtschaftlichen Gründen hier schwarz. Abgewiesene Asylsuchende hingegen sind den Behörden bekannt; sie erhalten Nothilfe und ggf. Rayonverbote, Ausschaffungshaft und werden ev. zwangsausgeschafft. Wenn abgewiesene Asylsuchende untertauchen werden sie auch zu Sans-Papiers. Ich würde zwischen diesen zwei Gruppen von Sans-Papiers unterscheiden, weil die Motivation für die Illegalität unterschiedlich ist.
    • Bchij 17.11.2019 17:24
      Highlight Highlight "Gemäss dieser Aussagen kann man Staaten ja gleich auflösen und die Anarchie einführen."

      Das wäre vernünftig.

      "Ein enormes Sicherheitsrisiko."

      Inwiefern?
    • Baccaralette 18.11.2019 12:50
      Highlight Highlight Ein enormes Sicherheitsrisiko.

      Klär mich auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tutnixzursache 17.11.2019 10:09
    Highlight Highlight Nein!
    Bei aller schönrederei und gutmenschgetue...
    Bei den sans-papier hört mein Verständniss endgültig auf.
    Habt ihr schon mal gesehen wie manche noch mit Papieren über die schweizer grenze einreisen und diese danach fast plakativ zerreissen?!
    • loquito 17.11.2019 14:56
      Highlight Highlight Sans papier haben papiere... Nur eben keine schweizer Aufenthaltsbewilligung... Aber es zeigt wieder, dass die Kommemtatoren keine Ahnung haben.
    • Baccaralette 18.11.2019 12:51
      Highlight Highlight Danke loquito.

      Sanspapiers sind meistens eingereist ohne dass sie sich als Flüchtlinge oder Asylsuchende angemeldet haben. Sie bestreiten während der ganzen Zeit ihren Lebensunterhalt selbst. OHNE staatliche Hilfe.

      Denk mal drüber nach.
  • Clife 17.11.2019 10:07
    Highlight Highlight Offensichtlich bemüht sich Nordmazedonien zu wenig um anständige internationale Verträge. Ich schlussfolgere daraus, dass die Regierung es nicht wert ist, gewählt zu werden, da sie bez. einem EU-Beitritt nicht vorwärtskommen und auch keine guten Freihandelsabkommen mit der Schweiz schliessen können. Hätten sie solcherlei Dinge würde es auch wesentlich schneller gehen, hier in der Schweiz zu bleiben. Wieder ein perfektes Beispiel, wieso wählen so wichtig ist
    • Imfall 17.11.2019 14:39
      Highlight Highlight gerade vor zwei Wochen gab's einen interessanten Beitrag bei srf4news

      die haben viel gemacht, während die eu sie einfach im regen stehen lässt...
  • Panna cotta 17.11.2019 09:53
    Highlight Highlight Ich kenne das Gefühl, ohne gültiges Ticket in einem Zug zu sitzen. Wie anstrengend muss es sein, das in existenziellem Ausmass überall und jeden Tag zu haben!
    • Hans12 17.11.2019 13:17
      Highlight Highlight Wie wärs mit sich an die Regeln zu halten und ein Ticket zu lösen? Manchmal ist es halt auch ein Zug, in den nicht jeder einfach einsteigen darf, nur weil er glaubt ein Menschenrecht auf ein mutmaßlich besseres Leben in der Schweiz zu haben. Ich komm auch nicht in jedem vip Club obwohl ich ein netter Typ bin und furchtbar gerne mit Paris Hilton Champagner trinken möchte.
    • Panna cotta 17.11.2019 14:43
      Highlight Highlight @Hans12: Schön, dass deine Welt so Welt so einfach ist. Da hast du bestimmt schwer dafür gearbeitet.
    • Lilamanta 17.11.2019 18:39
      Highlight Highlight Hans12, wie schön, dass du die Schweiz mit einem VIP Club vergleichst. Ein Club voller Möchtegernbessere, die ihre Dekadenz ausleben, prassen und protzen, den Mund zu voll nehmen und überheblich auf alle anderen hinunterschauen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans12 17.11.2019 09:50
    Highlight Highlight Sens Papiers sind Migranten ohne geregelten Aufenthaltsstatus ein großer Teil davon sind illegal eingereist. Wir haben klare Regeln wer kommen bzw. bleiben darf. Als kleines Land können wir nicht jeden reinlassen der möchte. Es reicht doch nicht, ein guter und lieber Mensch zu sein...
    • Bchij 17.11.2019 17:32
      Highlight Highlight Dann herzliche Gratulation, dass du es legal hierher geschafft hast.
  • Peter R. 17.11.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich denke wir müssen die sans-papier legalisieren und ihnen die Angst nehmen, so dass sie hier normal leben können - vor allem wenn sie so diszipliniert sind wie dieser Mazedonier.
    • Zyniker haben es leichter 17.11.2019 10:13
      Highlight Highlight Auch dieser Vorzeige Sans-Papier ist am Ende nur eine Belastung für unser System, in das er sich illegal Zutritt verschafft hat. Das von anderen finanziert wird, das andere sich wirklich mühselig und über Jahrzehnte, legal, erarbeitet haben. Ich wundere mich schon ab den Sozialisten, auf der einen Seite BGE fordern und auf der anderen eine Lasche Migrationspolitik betreiben und sich von jeder Story erweichen lassen. Er hat seine Familie für nichts im Stich gelassen, mehr lese ich da nicht.
    • Vecchia 17.11.2019 10:38
      Highlight Highlight Kürzlich sah man in einer SRF-Dok, dass Arbeitgeber von Sans-Papiers nicht begeistert sind von der Legalisierung. Einige, die in Genf den Antrag auf Legalisierung eingereicht haben, haben den langjährigen Job verloren.
      Schwarzarbeit ohne AHV-Beiträge und andere Sozialabgaben lohnt sich für Arbeitgeber...

      https://www.srf.ch/play/tv/dok/video/sans-papiers-endlich-legal?id=a856dc17-55e1-4675-bdf0-4600224ac116

    • Binnennomade 17.11.2019 13:55
      Highlight Highlight Zeromaster, hast du den Artikel überhaupt gelesen? Inwiefern soll er eine Belastung sein?
      Und von wegen über jahrzehnte mühselig erarbeitet, die allermeisten von uns wurden einfach durch glückliche Fügung hier geboren. Ich würde mal behaupten, der Herr arbeitet härter als die meisten von uns.
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