Schweiz
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Deutsche Fussball Fans jubeln ueber den Sieg ihrer Mannschaft gegen Argentinien an der WM in Suedafrika, am Zuerifaescht am Samstag, 3. Juli 2010 in Zuerich. Gegen 2 Millionen Menschen werden an diesem Wochenende in der Zwinglistadt erwartet um das Fest bei wunderschoenem Sommerwetter zu feiern. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Viele sind geblieben: Deutsche Fans feiern an der WM 2010 in Zürich ihr Team an.  Bild: KEYSTONE

Deutschenfeindlichkeit ... was'n das? Zwei von drei Deutschen bleiben in der Schweiz

Noch immer kommen 1500 Deutsche im Monat in die Schweiz. Die meisten davon gehen nicht mehr zurück – auch wegen der Liebe. Auch die Zahl der Einbürgerungen steigt massiv an. 



Die meisten der derzeit über 305’000 Deutschen in der Schweiz fühlen sich hier sehr wohl. Nur einer von drei erwägt, wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Dies zeigt laut der NZZ am Sonntag eine Nationalfondsstudie, welche die Motivation und die Pläne der nach 2002 eingewanderten Deutschen zum ersten Mal wissenschaftlich analysiert hat.

Als Gründe geben die 2000 Befragten an erster Stelle ihre berufliche Situation an, ihren Lohn, den hohen Lebensstandard in der Schweiz und die hohe Lebensqualität sowie die stabile wirtschaftliche Lage. «Das Qualitätsbewusstsein in der Schweiz trägt viel dazu bei, dass ich meine Arbeit hier wirklich gerne mache», sagt Architektin Jessica zur NZZ am Sonntag. 

Doppelt so viele deutsch-schweizerische Hochzeiten

Trotz der immer wieder geführten Debatte über die angebliche Deutschenfeindlichkeit der Schweizer fühlen sich die meisten Eingewanderten hier gut integriert. «Die sogenannte Deutschenfeindlichkeit wird oft durch die Deutschen selbst ausgelöst, weil sie dumme Sprüche klopfen.» Diejenigen, die am lautesten meckerten, sie seien schlecht integriert, seien meist selbst schuld, weil sie nichts dafür tun würden. «Jeder, der in die Schweiz kommt, hat falsche Erwartungen», sagt Integrationsfachmann Matthias Estermann.

Die gute Integration zeigen auch andere Statistiken: Die Zahl der binationalen Ehen mit Partnern aus dem Nachbarland steigt kontinuierlich an. 2016 heirateten rund 2200 deutsch-schweizerische Paare – nahezu doppelt so viele wie vor zwanzig Jahren. 

Die Zahl der Einbürgerungen ist ebenfalls massiv gestiegen: 2007 liessen sich erst 1290 Deutsche einbürgern – in den letzten zwölf Monaten erhielten fast 4800 Deutsche den Schweizer Pass.

(amü)

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    Alle Leser-Kommentare
  • StilleLaute 13.08.2017 19:07
    Highlight Highlight Eine Deutschfeindlichkeit habe ich selber sowieso noch nie wahr genommen. Ich kenne keinen, der etwas gegen Deutsche hat, und von denen kennt auch keiner einen. Es ist mir ein Rätsel, wie das zu Stande kommt.
    • Platonismo 13.08.2017 23:02
      Highlight Highlight Es nennt sich 'Medien'....
    • Fabio74 14.08.2017 03:23
      Highlight Highlight Man lese Kommentare auf 20 Minuten als Beispiel
  • D. Saat 13.08.2017 13:54
    Highlight Highlight Ich mag die Deutschen auch und habe auch nichts dagegen, dass sie in die Schweiz kommen. Lustig ist aber, dass bei den Deutschen niemand von Wirtschaftsflüchtlingen spricht, anders als bspw. bei den Magrebinern. Ich denke die Gründe für ein kommen wären wohl 100% deckungsgleich. Aber sie bringen halt der Schweizer Wirtschaft mehr. Zeigt erneut deutlich, dass es bei solchen Diskussionen LEIDER nicht um die Menschen und ihre Beweggründe geht, sondern um den Nutzen für die Schweiz. Wir Egoisten!
    • Hänsel die Gretel 13.08.2017 16:34
      Highlight Highlight Ja, mein lieber Schlaumeier der Unterschied ist jedoch dass die Deutschen tatsächlich etwas für eine bessere Schweiz beitragen, im Gegensatz zu Wirtschaftsmigranten, welche uns ewig auf der Tasche liegen werden. Seit wann macht es uns zu Egoisten wenn wir nur das Beste für die Schweiz wollen und z.B. den Ärztmangel mit deutschen bekämpfen?!
    • mountaineer 13.08.2017 16:37
      Highlight Highlight @Iko5566: Natürlich spricht bei den Deutschen niemand von Wirtschaftsflüchtlingen, denn diese wohnen und arbeiten legal in der Schweiz.

      Du solltest Dich mal mit dem Unterschied zwischen legaler und illegaler Migration vertraut machen.
    • D. Saat 13.08.2017 18:12
      Highlight Highlight @mount..Dieser Unterschied ist mir durchaus bewusst. Migranten sind es jedoch trotzdem! Und meiner Meinung nach auch Witschaftsmigranten (Siehe eigene Aussagen der Befragten) Und wäre ihnen dankbar Sie würden mich mit Sie ansprechen. Kann mich nicht erinnern Ihnen das Du angeboten zu haben. @Kreuzr.. Nur dort Migration zu wollen wo Sie UNS was nützt und nicht auch dort wo es den Zugewanderten nützt, uns aber vielleicht nicht, ist sehr egoistisch. (siehe Duden-Egoismus😀) zudem stimmt es schlicht nicht, dass Migranten uns esig auf der Tasche liegen würden. Siehe Italiener, Albaner etc. !!!!!!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • it-test-sw1 13.08.2017 11:30
    Highlight Highlight 2016 heirateten rund 2200 deutsch-schweizerische Paare – nahezu doppelt so viele wie vor zwanzig Jahren.
    Anzahl Deutsche in CH: 1996 = 94000, 2014 = 298000.
    (Quelle Wikipedia)
    Interessante Interpretation der Zahlen.
    • it-test-sw1 13.08.2017 13:55
      Highlight Highlight Der Artikel stellt den Bezug zur gelungenen Integration her. Als Indiz werden Binationale Ehen angeführt und die Verdoppelung dieser in absoluten Zahlen. Setzt man diese aber in Relation zur Bevölkerung, dann muss man zum gegenteiligen Schluss kommen, denn es gibt eine Abnahme von fast 50%.
      Persönlich halte ich das mit den Ehen sowieso nur bedingt tauglich.
      Ich als unverheirateter, subjektiv integrierter Deutscher mag einfach schlechte Statistiken nicht.
  • ConcernedCitizen 13.08.2017 11:21
    Highlight Highlight Das Thema "Deutschenfeindlichkeit" war in den Medien zeitweise überproportional stark vertreten und aufgebauscht. Passiert übrigens mit anderen Themen genauso...
  • Hustler 13.08.2017 11:12
    Highlight Highlight Die Deutschen haben Porsche,Audi etc. und die Bundesliga.
    Und deswegen werden wir nie aufhören euch zumögen.

    Gruss ein Schweizer in Xter Generation.
  • giandalf the grey 13.08.2017 10:44
    Highlight Highlight Kind einer Deutsch-Schweizerischen Ehe hier. Mein Vater wurde letztes Jahr mit 56 Schweizer. Dazu entschied er sich unter anderem auch weil es unterdessen einfacher geht als früher aber hauptsächlich weil er sich verunsichert fühlte durch die Politik. Gerade wegen einer Durchsetzungs Initiative wurde einem ja schon etwas mulmig als Ausländer. Die grosse Zahl an Einbürgerungen könnte also auch damit zu tun haben und nicht nur mit der grandiosen Integration.
  • Olf 13.08.2017 10:22
    Highlight Highlight Niemand möchte doch auf Arbeitnehmer verzichten die alles können und wissen.
  • Gonzolino_2017 13.08.2017 10:08
    Highlight Highlight Schön hat sich diese Tatsache jetzt auch bis zu Watson durchgesprochen - vielleicht hören jetzt endlich anderslautende Berichterstattungen auf, welche nur der Stimmungsmache und nicht dem seriösen Journalismus dienten ...
  • Dr. Lindic 13.08.2017 09:50
    Highlight Highlight Abwarten! Wenn die Kinder kommen und sie sich die Preise für die Krippenplätze hier mal anschauen überlegen sie sich das nochmal... Ich bin mit einem Bein schon in Deutschland
    • NotWhatYouExpect 14.08.2017 07:58
      Highlight Highlight @Dr. Lindic: Ich kenne Tatsächlich ein Paar, dass Jahre lang in der Schweiz gewohnt hat. Seit dem Sie nun aber Kinder haben Wohnen Sie wieder in Deutschland.

      Dazu gibt es aber mehrere Gründe die ich auch verstehe. Beides Deutsche die nun wieder in Ihrer Heimat leben.

      Günstiger sie können nun beide zu einem kleineren Pensum hier arbeiten haben aber immer noch einen super Lebensstandard in Deutschland.

      Kinder kriegen ist in Deutschland besser gefördert, wenn man alleine schon anschaut wie viele Wochen Urlaub Sie vom Staat bezahlt bekommen.
  • Charlie Brown 13.08.2017 09:45
    Highlight Highlight Statisik, frei interpretiert:

    "Die gute Integration zeigen auch andere Statistiken: Die Zahl der binationalen Ehen mit Partnern aus dem Nachbarland steigt kontinuierlich an. 2016 heirateten rund 2200 deutsch-schweizerische Paare – nahezu doppelt so viele wie vor zwanzig Jahren."

    Nun, im selben Zeitraum hat sich aber die Anzahl Deutscher in der Schweiz mehr als verdoppelt. Das heisst, prozentual heiraten weniger Deutsche einE SchweizerIn. Ein Zeichen für die sich verschlechternde Integration? 😉

    http://www.bern.diplo.de/contentblob/3874316/Daten/3233675/AnalyseDeutsche_in_der_Schweiz.pdf
    Benutzer Bild
  • SVARTGARD 13.08.2017 09:42
    Highlight Highlight Naja,wir sind ja auch ein lustiges Völkchen.😂
  • Calvin Whatison 13.08.2017 09:36
    Highlight Highlight und jetzt?!
  • Dä Brändon 13.08.2017 08:31
    Highlight Highlight Ich mag die Deutschen sie bringen ihre Lockerheit mit ins Land.
  • Juliet Bravo 13.08.2017 04:25
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