Schweiz
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ZU DEN DREI NEUEN FERNBUS-LINIEN, WELCHE DAS BUNDESAMT FUER VERKEHR DEM UNTERNEHMEN DOMO REISEN EINGEWILLIGT HAT, STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 19. FEBRUAR 2018, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - View of the Interior of a travel coach of the company “Domo Reisen” en route between Spain and St. Gallen, photographed on November 1, 2017 in Bern, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Blick ins Innere eines Reisebusses der Firma «Domo Reisen», aufgenommen am 1. November 2017 in Bern. Der Fernbus ist auf dem Weg von Spanien nach St. Gallen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Fernbusse innerhalb der Schweiz wird es so schnell nicht mehr geben. Bild: KEYSTONE

Aus für Schweizer Fernbus-Netz: Beide Interessenten ziehen sich zurück

Mit Eurobus und Dr. Richard ziehen sich die letzten Firmen zurück, die innerhalb der Schweiz mit Bussen Passagiere transportieren wollten. Schuld geben sie auch den Behörden.

stefan ehrbar / ch media



Fernbusse, die Schweizer Städte zu günstigen Preisen verbinden: Diese Idee klang gut, nun ist sie aber Geschichte. Nachdem im November 2019 Eurobus nach eineinhalb defizitären Jahren den Betrieb des Fernbus-Netz einstellte, reichte die Firma bei den zuständigen Behörden zwar ein neues Gesuch ein. Doch dieses hat die Bus-Tochter der aargauischen Knecht-Gruppe vor zwei Monaten zurückgezogen, wie die Aargauer Zeitung weiss.

Recherchen zeigen: Auch die letzte verbliebene Interessentin für ein Fernbus-Netz innerhalb der Schweiz, die österreichische Dr. Richard-Gruppe, hat diesen Schritt kürzlich getan. Das bestätigt das Bundesamt für Verkehr (BAV). Andere Interessenten gibt es derzeit nicht. Ein Schweizer Fernbus-Netz wird es damit bis auf Weiteres nicht geben. Doch wie konnte es soweit kommen?

Kooperation mit Flixbus ohne Erfolg

Bei Dr. Richard gibt es keine Antworten. Der Manager, der das Schweizer Netz aufbauen sollte, liess Anfragen tagelang unbeantwortet. Eurobus wiederum gibt den Behörden eine Mitschuld.

Das Bundesamt für Verkehr habe verlangt, dass sich alle interessierten Anbieter untereinander absprechen und einigen sollen. Das habe dazu geführt, dass das Konzept von Eurobus nicht, respektive nur unvollständig hätte umgesetzt werden können, sagte Fernbus-Chef Roger Müri anfangs März zur Aargauer Zeitung.

Für sein erstes Schweizer Fernbus-Netz hatte Eurobus das Netz des Anbieters Domo gekauft und war eine Kooperation mit dem deutschen Fernbusriesen Flixbus eingegangen. Über dessen Internetseite liessen sich die Tickets buchen, sein Logo prangte auf der Seite der doppelstöckigen Fahrzeuge, die zwischen St. Gallen und Genf unterwegs waren. Das Experiment scheiterte, weil viele kleinere Städte wie Bulle, Stans oder Füllinsdorf angefahren wurden, in denen oft gar niemand einsteigen wollte.

Eurobus verärgerte die Behörden

Eurobus wollte deshalb Haltestellen streichen, doch dafür hätte die Konzession geändert werden müssen. Weil die Konkurrenz von Dr. Richard damals bereits ein Gesuch eingereicht hatte, wollte der Bund erst einen Koordinationsprozess starten – mit unklarer Dauer.

Deshalb gab Eurobus seine alte Konzession auf und reichte gleich das Gesuch für eine neue ein. Damit verärgerte die Firma den Bund. Man habe Kontinuität erwartet, sagte damals ein Sprecher des Bundesamt für Verkehr. Sofort neue Bewilligungen zu erteilen, wenn eine Linie nicht laufe, widerspreche diesem Gedanken.

Müri von Eurobus sagt, in das neue Gesuch seien die Erfahrungen aus dem gescheiterten ersten Versuch eingeflossen. Das neue Netz hätte den öffentlichen Verkehr ergänzt und wirtschaftlich betrieben werden können.

ARCHIVBILD ZUR MEDIENKONFERENZ DER STADT ZUERICH UEBER DIE ZUKUNFT DES CARPARKPLATZ-AREALS AM SIHLQUAI, AM DONNERSTAG, 19. SEPTEMBER 2019 - Der Carparkplatz Sihlquai, ein zentraler Halteplatz fuer Fernbusse und Reisecars, aufgenommen am Dienstag, 17. September 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Car-Parkplatz am Zürcher Sihlquai. Bild: KEYSTONE

Die Coronakrise verändert die Mobilität

Auch wenn Dr. Richard nun sein Gesuch zurückgezogen hat: Für Eurobus ist ein Wiedereinstieg ins Fernbus-Geschäft zurzeit kein Thema, sagt Geschäftsführer Philipp Vassalli – umso weniger, als die Mobilität durch die Coronakrise praktisch zum Erliegen gekommen sei.

Wann die Menschen wieder reisen wie zuvor, ist völlig offen. Hinzu kommt ein Vertrauensproblem: Die Abstandsregeln können schon in Zügen je nach Tageszeit und Strecke kaum umgesetzt werden – in den engeren Bussen dürften das noch viel weniger Passagiere für möglich halten. Fernbusse leben zudem auch von Touristen aus Ländern, in denen diese Art der Fortbewegung bekannter ist. Diese fehlen zurzeit fast komplett.

Kein Erfolg gegen den ÖV

Die Fernbusbetreiber hatten aber auch keinen soliden Plan, wie sie dem ÖV Passagiere abluchsen können. Das Konzept von Dr. Richard sah etwa Verbindungen zu Randzeiten an den Flughafen Zürich vor. Tatsächlich besteht eine Lücke: Selbst aus grossen Teilen der Stadt Zürich lassen sich die ersten Flüge am Morgen nicht mit dem öffentlichen Verkehr erreichen.

Signs showing the way to check-in 3 and to the Swiss Railway station at Zurich Airport in Kloten in the canton of Zurich, Switzerland, pictured on February 18, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Anzeigetafeln weisen den Weg zum Check-in 3 sowie zum Bahnhof der SBB am Flughafen Zuerich in Kloten im Kanton Zuerich, aufgenommen am 18. Februar 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Flughafen Zürich will sein ÖV-Angebot ausbauen. Bild: KEYSTONE

Doch gerade der Flughafen setzt stark auf den ÖV. Sein Ziel ist, die Erschliessung zu Randzeiten mit Bus, Zug und Tram zu verbessern. Dafür investiert er auch Geld. Eine neue Frühverbindung vom Zürcher Hauptbahnhof an den Flughafen wurde nur möglich, weil sich der Flughafen zu einem «massgeblichen kommunikativen Engagement» verpflichtete, wie es in einem Dokument der Stadt Zürich heisst.

Regionale Betriebe sprangen in die Bresche

Aus Städten wie Chur oder Luzern sind währenddessen längst regionale Verkehrsbetriebe in die Bresche gesprungen, die mit eigenen Bussen frühmorgens an den Flughafen fahren.

Auf anderen Strecken mit grossem Potenzial wie etwa zwischen Zürich und Bern oder Basel und Olten wiederum ist der Bus von den Fahrzeiten her keine Konkurrenz für den Zug - und dank Sparbilletten lohnt sich eine Fahrt selbst finanziell nur selten. Dass sich bald ein neuer Interessent für ein Schweizer Fernbus-Netz findet, darf deshalb bezweifelt werden.

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 20.05.2020 13:16
    Highlight Highlight Schade! Weniger Auswahl für den Konsumenten und ein weiterer Baustein in die Monopolisierung des öffentlichen Verkehrs. Oeffnet Preiserhöhungen Tür und Tor! Leider versteht der durchschnittliche Schweizer das nicht. Das magische Wort heisst: Auswahl der Vielfalt, oder ganz einfach: Konkurrenzkampf. Dafür beherrschen Herr und Frau Schweizer das Gejammer über steigende Kosten umso besser.
  • 8SB3 20.05.2020 13:10
    Highlight Highlight Bin ein grossen Fan von Flixbus. Aber ein Schweizernetz funktioniert nicht. Da die Schweiz eifach zuklein ist. Dier Ein / Ausstieg innerhalb der Schweiz könnte bei bestehenden Flixbus Linien aber freigemacht werden.
  • iudex 20.05.2020 11:45
    Highlight Highlight Komisch, wer hätte gedacht, dass die Leute lieber felxibel mit dem Zug unterwegs sind, statt im stinkigen Bus irgendweo im Stau zu stehen. Da kann 20min die Wutbürger noch so sehr heranzüchten, sie sind und bleiben eine krasse Minderheit in diesem Land.
  • Ludwig van 20.05.2020 11:25
    Highlight Highlight Konkurrenz belebt das Geschäft. Airlines haben es geschafft, dass das einstige Luxusgut Fliegen extrem erschwinglich geworden ist. Grund ist der Jahrzehntelange Wettbewertb.

    Auf der Schiene findet praktisch kein Wettbewerb statt, deshalb ist Zugfahren heute erstmals teurer als Fliegen. Natürlich ist ein intensiver Wettbewerb auf der Schiene gar nicht möglich. Aber wenn zusätzliche Konkurrenz in Form von Fernbussen auftritt, dann bringt das Dynamik ins Geschäft und die Kunden profitieren. Und es profitiert auch das Klima.
    • Ludwig van 20.05.2020 11:52
      Highlight Highlight Zu den Downvotern: Ich verstehe dass es aus Sicht eines Zugunternehmens besser ist wenn es keine Busse gibt. Ich habe ja explizit geschrieben dass es aus Sicht der Kunden und des Klimas besser ist, und das kann niemand bestreiten. Man kann dann immernoch abwägen welche Seite wichtiger ist.
    • Super8 20.05.2020 11:56
      Highlight Highlight Ja, der Wettbewerb beim Fliegen mit den Dumpingpreisen ist megagut für das Klima. Momoll.
    • P. Meier 20.05.2020 11:57
      Highlight Highlight Nur ist eine Konkurrenz im ÖV, bei dem einige Teilnehmer Public-Service bieten müssen, etwas anderes. Eine rentable Konkurrenz auf einer Hauptverkehrsachse aufzubauen ist einfacher, als auch noch die Versorgung von Randgebieten sicher zu stellen. Grosspurig einfahren und versuchen den Preis zu drücken erntet sicher Applaus. Nur haben Busanbieter rel. schnell die unrentablen Halte wieder aufgehoben. Da durfte dann der ÖV wieder übernehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Notabik 20.05.2020 11:10
    Highlight Highlight Warum die SBB und Postautos teuer subventionieren & nebenbei noch Konkurrenz zulassen? Unser ÖV Netz ist dicht genug. Da müssen nicht noch zusätzliche Busse unsere eh schon verstopften Strassen belasten.
    • Ludwig van 21.05.2020 09:11
      Highlight Highlight Weil es dadurch günstiger wird, sowohl für den Staat als auch für die Kunden. Konkurrenz führt immer dazu, dass die Preise sinken. Die SBB kriegt ihre Subventionen, um Randregionen zu bedienen und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

      Wenn der ÖV günstiger wird dann ist das gut für das Klima.
  • yolomarroni 20.05.2020 09:40
    Highlight Highlight Ich konnte mit meiner Familie für 5.70CHF pro Person einen Ausflug von Bern nach Zürich retour machen. Für Leute mit nicht soviel Geld war das Flixbus/Eurobus Angebot wirklich gut. Die SBB hat auch schon geklagt, dass es auf einigen Strecken, auf denen die Busse auch fuhren, zu viele Reisende hat. In Deutschland hat sich gezeigt, dass das Fernbus Angebot keine grossen Auswirkungen auf die Bahn hatte, eher einfach ein ganz neues Geschäftsfeld eröffnet hat.
  • paper 20.05.2020 09:24
    Highlight Highlight Der Teil, womit Eurobus das BAV verärgert hat, halte ich für zentral: Eine neue Linie ist in der Schweiz selten in den ersten zwei Jahren profitabel - dies zeigen diverse Erfahrungen von Eisenbahnen und Nahverkehr. Es braucht eine gewisse Anlaufzeit, in der sich die Kunden an das neue Angebot gewöhnen.
    Dass sich ein "grosses" Busunternehmen dessen nicht bewusst ist, zeugt von Inkompetenz. Eine Konzession nach wenigen Monaten zu ändern und nach eineinhalb Jahren ganz aufzugeben widerspricht zu Recht der Idee des BAV.
  • Canuck79 20.05.2020 08:50
    Highlight Highlight Interessant wäre das mit den Bussen erst geworden, wenn sie auch ihre Strecken hätten wählen dürfen.

    Ich bin nun mal gespannt, wie lange die SBB nun noch ihre Sparbillette anbieten wird.
  • Pafeld 20.05.2020 08:30
    Highlight Highlight Was? In kleinen Märkten kann es dazu kommen, dass nicht genug Nachfrage besteht, dass mehrere Anbieter gleichzeitig einen Betrieb rentabel aufbauen können? Wer rechnet denn mit sowas?!?
    Nun ja. Jeder, der die Geschichte der Schweiz und den Aufbau deren Infrastruktur betrachtet. Das die Vorgaben des Bundes zur Absprache entscheidend waren, halte ich ehrlich gesagt für eine faule Ausrede. Normalerweise mussl man genau diese Form der Marktabsprache ahnden, weil sie dermassen geschäftsfördernd ist. Zudem hätte der letzte verbliebene Kandidat diesbezüglich keine Auflagen mehr gehabt.
    • P. Meier 20.05.2020 12:01
      Highlight Highlight Im ganzen ÖV werden Absprachen gemacht. Da geht es weniger um Preise als z.B. um den Fahrplan. Wobei die Akzeptanz des Halbtaxabo oder des GA geht auch nur mit Absprache und einem gemeinsamen Verteilschlüssel. Wenn das Busunternehmen um x.15 Uhr am Bahnhof ankommt und der Zug um x.13 Uhr gefahren ist, wird es für den Kunden unattraktiv. Da muss man schauen, ob eine Lösung gefunden werden kann, damit es passt.
  • Felix Meyer 20.05.2020 08:21
    Highlight Highlight Das ist weder eine Überraschung noch ein Verlust. Wenn man sieht, wie leer die Busse von Eurobus jeweils rumgefahren sind, dann war das zu erwarten.
  • Denk nach 20.05.2020 07:59
    Highlight Highlight "Das Bundesamt für Verkehr habe verlangt, dass sich alle interessierten Anbieter untereinander absprechen und einigen sollen. Das habe dazu geführt, dass das Konzept von Eurobus nicht, respektive nur unvollständig hätte umgesetzt werden können"

    BLS, SBB, etc. müssen das ja auch machen... Wieso nicht die Busse? Hier wollte man einfach die Filet Stücke haben, aber bitte ja keine weiteren Umstände die verhindern, Geld zu verdienen... Und unsere Strassen mit Bussen vollzustopfen.
    • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 08:15
      Highlight Highlight So so... was Sie nicht alles wissen..?
      🤔
  • Ich mein ja nur 20.05.2020 07:54
    Highlight Highlight Eine gute Nachricht. Fernbusse sind so was von Vergangenheit.
    • ungeliebte Wahrheit 20.05.2020 09:16
      Highlight Highlight Das kann nur jemand sagen, der noch nie im Ausland war.
      Ich für meinen Teil würde gerne den Bus benützen da die SBB unterirdisch teuer ist.
    • yolomarroni 20.05.2020 09:44
      Highlight Highlight Fernbusse sind weit aus flexibler, günstiger im Betrieb und umweltfreundlicher als die Bahn. Man stelle sich einen selbstfahrenden, elektrischen Bus vor. Tönt für mich nach einer guten Zukunft für den Fernbus...
    • Ludwig van 20.05.2020 11:26
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Man kann heute praktisch ganz Europa extrem günstig per Flugzeug erreichen, wenn nicht gerade Corona ist.
  • Amboss 20.05.2020 07:43
    Highlight Highlight Einerseits ist das kein grosser Verlust.

    Andererseits irgendwie schade. In Anbetracht, dass der ÖV (zumindest vor Corona) permanent am Anschlag ist, wäre es doch wirklich spannend gewesen, mal auszutesten, wie sich die Betreiber schlagen wenn sie eine echte Chance haben. D.h. ihnen Freiheiten in der Strecken- und Tarifsetzung geben (ohne GA, Halbtax akzeptieren zu müssen).
    Auszutesten, ob und wo Fernbusse ihr Potenzial haben (ist es wirklich eine Konkurrenz zum bestehenden ÖV-System, oder holt man gar bisherige Autofahrer ab?).

    Leider war alles sehr mutlos, rsp das Scheitern wohl gewollt.

    • Knut Knallmann 20.05.2020 08:23
      Highlight Highlight Die Betriebe, die der Steuerzahler subventioniert und nach den Regeln (Konzessionsverträge, Grundangebot, etc.) spielen, sollen also Fahrgäste an Busfirmen verlieren, damit diese Gewinne einstreichen können. Der Steuerzahler darf dann draufzahlen. Danke, ohne mich.
      Im übrigen: Die Strassen sind zu Stosszeiten häufig noch voller als die Züge...
    • Amboss 20.05.2020 09:02
      Highlight Highlight @Knut: Der NAHverkehr wird mit Steuergeldern subventioniert.

      Es handelt sich hier aber um FERNbusse. Und der FERNverkehr wird in der Schweiz nicht subventioniert.
      Das Argument zieht leider nicht


      Dass die Strassen zu Stosszeiten voll sind, ist natürlich richtig. Das ist part of the game. Damit müssten die Fernbusbetreiber auch umgehen.
    • kobL 20.05.2020 11:31
      Highlight Highlight @Amboss: Die Fernbusbetreiber hätten aber kein Schwerverkehrsabgabe bezahlt.

      "Folgende Fahrzeuge unterliegen nicht der Schwerverkehrsabgabe:
      ...
      - Fahrzeuge, mit denen im Rahmen einer Konzession des BAV Personentransporte durchgeführt werden
      ..
      "

      Sprich die hatten bzw. hätten sogar noch einen Vorteil gegenüber dem Fernverkehr der SBB, die für die Benutzung der Trassen bezahlen müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiro Striked 20.05.2020 07:05
    Highlight Highlight Ja natürlich muss der Bund alles tun, damit Öffentlicher Verkehr stark in Schweizer Hand bleibt. Wie soll man die Wucherpreise bei SBB und Co. Sonst Rechtfertigen?

    • Nick Name 20.05.2020 07:26
      Highlight Highlight Welche Wucherpreise?
      Nebenbei: Ein Durchschnittsfahrzeug kostet 70 Rappen pro Kilometer.

      Sagte der TCS 2017: https://www.tcs.ch/de/der-tcs/presse/medienmitteilungen/kilometerkosten-2017.php
    • ralck 20.05.2020 07:39
      Highlight Highlight Vielleicht damit, dass auch die SBB und Co. Menschen (wie du) beschäftigen und bezahlen müssen, Investieren, Verantwortung tragen und uns täglich – meist pünktlich – von A nach B bringen.

      Geh nach mal Englang, um zu sehen, was Privatisierung für die Kundschaft bedeutet...
    • Alpaka 8 20.05.2020 08:06
      Highlight Highlight Die Preise sind mit ganz vielen Dingen zu rechtfertigen: Taktfahrplan, durchgängiges Netz, Anschluss auch in Randzeiten, Anschluss von weniger frequentierten Orten und Dörfern, Betrieb grösstenteils durch Naturstrom, umweltfreundlichere Alternative zu Auto, behindertengerechte Bahnhöfe und Verkehrsmittel, dasselbe für Blinde, Redundanz falls Strassen ausfallen, Verminderung von Verkehr auf Strasse und Autobahn, und noch einiges mehr.
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