DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Luzerner Rapper will SVP-Politiker «ans Schweizer Kreuz nageln» – macht er sich strafbar?

«Bin Laden Rest in Peace» sagt der Luzerner Rapper Amko am Ende seiner neuen Single «Sturm». Zuvor beleidigt er Satiriker Andreas Thiel als «Hassprediger» und droht SVP-Politikern mit «Sprengstoff-Aktenkoffern».



Während dreieinhalb Minuten rechnet Amko mit Exponenten der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ab. Er wünscht im YouTube-Video, das bereits im Mai erschienen ist, beispielsweise Lukas Reimann einen «positiven Aidstest» und möchte Anian Liebrand, den ehemaligen Präsidenten der Jungen SVP, «ans Schweizer Kreuz» nageln.

Der Höhepunkt der Pietätlosigkeit: Amko droht gegen Ende des Videos, dass er sich mit einem Aktenkoffer voller Sprengstoff auf den Weg mache. Die Politiker werden dann «weg vom Fenster sein». Und zum Schluss sagt er in die Kamera: «Bin Laden Rest in Peace.»

Amko drohen drei Jahre Haft. Hat sich der Rapper wegen des Textes strafbar gemacht? «Ja», findet Internet-Rechtsexperte Martin Steiger. Er erklärt gegenüber 20 Minuten: «Der Rapper begeht Persönlichkeits- und Ehrverletzungen, droht, fordert öffentlich zu Verbrechen auf und äussert sich menschenverachtend.»

Wenn es zu einer Anzeige kommt, droht Amko eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von maximal drei Jahren. 

Reimann unternimmt nichts

Die SVP-Exponenten reagieren unterschiedlich auf den Videoclip. Anian Liebrand leitete das Video an seinen Anwalt weiter. Lukas Reimann hingegen unternimmt vorläufig nichts. Er sagt zu «20 Minuten»: «Solange das Video nicht gross beachtet wird und ich keine Auswirkungen spüre, verzichte ich darauf.» 

Der Staatsanwaltschaft Luzern war das Video bisher nicht bekannt. Laut dem Sprecher liegen keine Kenntnisse über Anzeigen Betroffener vor.  (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«FCK off CO2-Gesetz»: Wie der SVP-Hauswerber Linke verführen will

Das SVP-nahe PR-Büro Goal AG betreibt auf Facebook eine Seite, die mit linkspopulistischen Parolen gegen das CO2-Gesetz wirbt: «FCK off CO2-Gesetz».

Im Abstimmungskampf um das CO2-Gesetz sorgt eine ungewöhnliche Facebook-Seite für Verärgerung: Mit provokant links-populistisch formulierten Beiträgen wirbt sie für ein Nein – und suggeriert so, dass Klimaaktivistinnen und -aktivisten hinter der Kampagne stecken. Was angesichts ihrer kritischen bis teils ablehnenden Haltung zum CO2-Gesetz nicht überraschen würde.

Auf der Seite liest sich etwa der Satz: «Wir lassen uns mit dem CO2-Gesetz nicht für dumm verkaufen. Es ist ein fauler Kompromiss, …

Artikel lesen
Link zum Artikel