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Luzerner Rapper will SVP-Politiker «ans Schweizer Kreuz nageln» – macht er sich strafbar?

«Bin Laden Rest in Peace» sagt der Luzerner Rapper Amko am Ende seiner neuen Single «Sturm». Zuvor beleidigt er Satiriker Andreas Thiel als «Hassprediger» und droht SVP-Politikern mit «Sprengstoff-Aktenkoffern».
07.09.2016, 14:0507.09.2016, 14:44

Während dreieinhalb Minuten rechnet Amko mit Exponenten der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ab. Er wünscht im YouTube-Video, das bereits im Mai erschienen ist, beispielsweise Lukas Reimann einen «positiven Aidstest» und möchte Anian Liebrand, den ehemaligen Präsidenten der Jungen SVP, «ans Schweizer Kreuz» nageln.

Der Höhepunkt der Pietätlosigkeit: Amko droht gegen Ende des Videos, dass er sich mit einem Aktenkoffer voller Sprengstoff auf den Weg mache. Die Politiker werden dann «weg vom Fenster sein». Und zum Schluss sagt er in die Kamera: «Bin Laden Rest in Peace.»

Amko drohen drei Jahre Haft. Hat sich der Rapper wegen des Textes strafbar gemacht? «Ja», findet Internet-Rechtsexperte Martin Steiger. Er erklärt gegenüber 20 Minuten: «Der Rapper begeht Persönlichkeits- und Ehrverletzungen, droht, fordert öffentlich zu Verbrechen auf und äussert sich menschenverachtend.»

Wenn es zu einer Anzeige kommt, droht Amko eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von maximal drei Jahren. 

Reimann unternimmt nichts

Die SVP-Exponenten reagieren unterschiedlich auf den Videoclip. Anian Liebrand leitete das Video an seinen Anwalt weiter. Lukas Reimann hingegen unternimmt vorläufig nichts. Er sagt zu «20 Minuten»: «Solange das Video nicht gross beachtet wird und ich keine Auswirkungen spüre, verzichte ich darauf.» 

Jetzt auf

Der Staatsanwaltschaft Luzern war das Video bisher nicht bekannt. Laut dem Sprecher liegen keine Kenntnisse über Anzeigen Betroffener vor.  (aargauerzeitung.ch)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Albi Gabriel
07.09.2016 14:54registriert März 2014
Sein Ziel hat der Trottel ja erreicht - die Medien berichten über einen Rapper, den sonst ausser seiner Clique keine Sau kennen würde...
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pun
07.09.2016 14:20registriert Februar 2014
Die Kunstform des Battleraps lebt von der ultimativen Provokation - das ist Amko definitiv gelungen. Macht aber nur Sinn, wenn man es mit Gleichgesinnten praktiziert, die dann im gleichen Stil zurückgeben und es klar ist, dass nachher niemand mit einem Bombenkoffer beim andern auf "Hausbesuch" geht. Bei diesen Aussagen "Bin Laden, Bombenkoffer etc..." braucht sich Amko über eine Anzeige nicht zu wundern - gehört aber wahrscheinlich zum Promotion-Konzept. Tubel.
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wipix
07.09.2016 15:06registriert Oktober 2015
...dem billigen Schösel keine Bühne geben...
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