Schweiz
Nationalrat

Schweinepest: Hilfe für Schlachtbetriebe bei Massnahmen gefordert

Hilfe für Schlachtbetriebe bei Schweinepest-Massnahmen gefordert

17.04.2024, 15:38
Mehr «Schweiz»

Schlachthöfe und andere Betriebe der Fleischindustrie sollen eine Entschädigung erhalten, falls sie wegen der Afrikanischen Schweinepest vorübergehend schliessen müssen oder finanzielle Einbussen erleiden. Der Nationalrat hat eine Motion mit dieser Forderung angenommen.

Er entschied sich mit 96 zu 89 Stimmen und mit zwei Enthaltungen für die Motion von Leo Müller (Mitte/LU). Nun entscheidet der Ständerat, der bereits 2022 eine Motion gleicher Stossrichtung angenommen hat.

Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Afrikanische Schweinepest in der Schweiz auftrete, begründete Müller die Motion. Die allfälligen behördlichen Einschränkungen könnten rasch Mehraufwand bei der Fleischverarbeitung zur Folge haben und die Kosten dafür die Existenz der Betriebe gefährden.

Es gehe um grosse Betriebe mit Klumpenrisiko, aber auch kleinere Betriebe, sagte Müller. Bei Schliessungen könne es zu einem «Rückstau» von schlachtreifen Tieren führen. Dieser könne das Tierwohl gefährden.

Bund und Kantone könnten nicht alle unternehmerischen Risiken abdecken, schrieb der Bundesrat in seiner ablehnenden Stellungnahme. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider sagte, der Bundesrat wolle keine ungleiche Behandlung innerhalb der Branche.

Die Afrikanische Schweinepest sei noch nicht in der Schweiz angekommen, aber in Norditalien schon vorgekommen. Die von einem Virus verursachte Krankheit befällt Wild- und Haustiere. Diese bekommen hohes Fieber und sterben innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich. (hkl/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Wie ein Schweizer Start-up die Welt retten könnte – und das ausgerechnet mit Kernkraft
Ein in der Schweiz entwickelter, neuartiger Thorium-Reaktor soll sicher und umweltschonend sein und das Problem des «ewig» strahlenden Atommülls lösen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Einst wollten Alchemisten künstlich Gold herstellen – und scheiterten kläglich. Der Grund: Sie versuchten das Edelmetall mit chemischen Prozessen zu gewinnen. Gold ist aber keine chemische Verbindung, sondern ein Element. Und Elemente lassen sich durch Chemie nicht produzieren. Hierzu braucht es die Physik.

Zur Story