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Keine Volljährigkeit – kein Platz: Auf diesen Campingplätzen sind Jugendliche nicht erwünscht

Keine Volljährigkeit – kein Platz: Auf diesen Campingplätzen sind Jugendliche nicht erwünscht

Die Campingsaison ist mit dem schönen Wetter lanciert. Jugendgruppen werden aber selten gern auf Schweizer Campingplätzen gesehen. Alkohol- und Lärmexzesse machen diese Altersgruppe bei den Betreibern und den anderen Gästen unbeliebt. 
14.04.2015, 10:5314.04.2015, 18:02

Auf manchem Campingplatz in der Schweiz gilt: Jugendliche unter 18 Jahren dürfen nur in Begleitung von Erwachsenen auf das Areal. Dies steht zum Beispiel in den Regeln des Campingplatzes Eichholz bei Bern. «Seit drei Jahren führen wir diese Regeln nun. Früher haben wir Jugendliche noch mit der Einwilligung der Eltern aufgenommen, wegen schlechter Erfahrungen sind wir aber strikter geworden», sagt der Betreiber.

«Seit zehn Jahren halten wir an dieser Ordnung fest»

Auch auf dem Campingplatz Vierwaldstättersee Merlischachen hat man schlechte Erfahrungen mit Jugendlichen gemacht: «Unser Areal ist zu klein, als dass wir einen extra Bereich für Jugendgruppen einrichten könnten», so der Besitzer. «Seit zehn Jahren halten wir an dieser Ordnung fest. Unser Campingplatz ist mehr auf Familien ausgerichtet, und diese haben eben andere Ansprüche: Ruhe und Erholung.»

Auf dem Campingplatz Aaregg bei Brienz steht zwar ebenfalls in der Areal-Ordnung, dass Jugendliche nur in Begleitung campen dürfen, jedoch gebe es auch Ausnahmen. «Wer sich nicht von der Regelung auf der Homepage abschrecken lässt und sich um eine Einwilligung der Eltern bemüht, ist auf unserem Campingplatz herzlich willkommen», sagt Betreiberin Susanna Zysset-Stähli zu watson.

Mit solchen Jugendlichen habe man bisher nur gute Erfahrungen gemacht. «Wir sind aber grundsätzlich ein Familiencampingplatz und kein Partyplatz. Wir legen Wert auf die Einhaltung der Nachtruhe. Auch ist Brienz für Jugendliche, die feiern wollen, nicht gerade geeignet», sagt Zysset-Stähli. 

«Alle Jugendlichen werden in den gleichen Topf geworfen»

Wenn es aber um den Preis geht, gelten auf manchen Plätzen schon 14-Jährige als erwachsen. Juso-Präsident Fabian Molina findet solche Regelungen ungerechtfertigt. «Die Jugendlichen werden beim Preis wie Erwachsene behandelt, aber gleichzeitig bevormundet. Das ist diskriminierend. Man stelle sich vor, eine solche Diskriminierung passierte auf Grund von Religion und nicht von Alter.»

«Würden wir uns hier auf öffentlichem Grund befinden, wären solche Einschränkungen verfassungswidrig und somit verboten. Dass dies auf privaten Campingplätzen so gemacht wird, ist bedenklich und als Konsument sollte man solche Plätze meiden.»
Juso-Präsident Fabio Molina

Mehr Verständnis hätte Molina für Adults-Only-Campingplätze. So werde aber bewusst eine gewisse Altersgruppe diskriminiert. «Alle Jugendlichen werden so in den gleichen Topf geworfen.»

Auf diesen Campingplätzen dürfen Jugendliche nur in Begleitung verweilen:

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