Schweiz
Natur

Einzelne Japankäfer entlang der A2 im Kanton Luzern entdeckt

Japankäfer (Popillia japonica)
Der Japankäfer wurde zuerst in Kloten gemeldet.Bild: Shutterstock

Japankäfer in der Nähe der Autobahnraststätte Gunzgen SO gefunden

20.09.2024, 10:0920.09.2024, 11:25
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Bei Raststätten an der Autobahn A1 im Kanton Solothurn sowie an der A2 im Kanton Luzern sind im Sommer mehrere Japankäfer gefunden worden. Die Insekten dürften mit dem Transitverkehr als «blinde Passagiere» in die Schweiz gelangt sein.

Bei der Raststätte Gunzgen Süd an der A1 wurden, in zur Überwachung des Schädlings aufgestellten Fallen, fünf Japankäfer gefunden, wie der Kanton Solothurn am Freitag mitteilte. Weitere fünf Exemplare wurden an Rastplätzen entlang der A2 im Kanton Luzern gefangen, wie am gleichen Tag der Kanton Luzern meldete.

Die Fundorte deuten darauf hin, dass die gefangenen Japankäfer mit dem Personen- oder Warenverkehr aus dem Süden mitgereist sind, wie es in der Mitteilung des Kantons Luzern hiess. Die Fundstellen in den beiden Kantonen liegen relativ nahe beieinander.

Bei der Autobahnraststätte Gunzgen Süd seien bereits Mitte August vier männliche Exemplare des Japankäfers in Lockstoff-Fallen gefunden worden, teilte der Kanton Solothurn mit. Der kantonale Pflanzenschutzdienst habe die Fallenüberwachung darauf verstärkt, jedoch nur noch einen weiteren Käfer gefunden.

Fadenwürmer ausgesetzt

Weil die Fänge am Ende der Flugzeit der ausgewachsenen Käfer erfolgten, rechnet der Kanton Solothurn nicht mit weiteren Funden. Er setzte aber mikroskopisch kleine Fadenwürmer aus. Diese sollen verhindern, dass die Larven des Käfers im Boden überleben.

Auch der Kanton Luzern intensivierte nach den Funden der fünf Käfer die Überwachung mit Fallen. Weitere Japankäfer oder durch diese verursachte Schäden rund um die betroffenen Standorte seien aber nicht gefunden worden, teilte er mit. Im Gegensatz zu Kloten ZH oder Basel dürfte es somit im Kanton Luzern keine Population geben.

Der Japankäfer kann an seinen über 400 Wirtspflanzen grosse Schäden verursachen. Neben landwirtschaftlichen Kulturen wie Mais, Obstbäume, Beeren und Reben befällt er auch Bäume, Zierpflanzen und Rasenflächen. Das Schadenspotenzial in der Schweiz wird auf mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr geschätzt. (sda)

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