Schweiz
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Blick auf die Tennishalle, am Dienstag, 18. Oktober 2016, in Unterwasser. Am Samstag hat in der Tennishalle ein Konzert mit 5000 rechtsextremen Besuchern stattgefunden. Die Gemeinde hatte den Anlass bewilligt, dem Gesuch lagen jedoch falsche Angaben zu Grunde. Die Polizei hatte den Anlass beobachtet, haette aber keinen Grund einzuschreiten gehabt. Die Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) hat Strafanzeige gegen die Veranstalter und die Bands des Rechtsrock-Konzerts in Unterwasser eingereicht. Der Vorwurf: Verletzung der Rassismus-Strafnorm. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Tennishalle in Unterwasser in der sich im Oktober 2016 5000 rechtsextreme Konzertgänger getroffen haben.  Bild: KEYSTONE

Keine Strafuntersuchung nach Rechtsrock-Konzert in Unterwasser



Nach dem Neonazi-Konzert vom 15. Oktober in Unterwasser SG mit 5000 Besuchern führt die St. Galler Staatsanwaltschaft keine Strafuntersuchung durch. Es fänden sich «keine Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten der unbekannten Täterschaft».

Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. In der Strafanzeige der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA), den eingereichten Akten und den Wahrnehmungsberichten der Kantonspolizei gebe es keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten.

«Auch aus dem in den Medien kursierenden Bildmaterial ergibt sich kein hinreichender Tatverdacht, dass die Rassismus-Strafnorm verletzt wurde.»

Communiqué der Staatsanwaltschaft

Der Entscheid der Staatsanwaltschaft, keine Strafuntersuchung zu eröffnen, ist noch nicht rechtskräftig.

Der teilweise auf Bildern zu sehende Hitlergruss und die zu hörenden «Sieg-Heil»-Rufe fielen nicht unter die Rassismus-Strafnorm, schreibt die Staatsanwaltschaft. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gelte die Verwendung des Hitlergrusses unter Gesinnungsgenossen nicht als Verbreitung von Rassismus.

Der Neonazi-Anlass im Toggenburg mit 5000 Besuchern, von denen viele mit Bussen aus Deutschland anreisten, überraschte Behörden und Polizei total. Die Polizei hatte den Veranstaltungsort erst kurzfristig erfahren. Der Anlass verlief ruhig. (sda)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Spooky
16.12.2016 10:10registriert November 2015
Wieso denn eine Strafuntersuchung? Es ist ja alles mit rechten Dingen zugegangen.
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Fabio74
16.12.2016 10:11registriert March 2016
Hab nichts anderes erwartet. Komplettes Staatsversagen. Sie ZDF-Auslandsjournal. Unbeholfene Behörden die nicht fähig sind Gesetze durchzusetzen
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