Polizei warnt: Telefonbetrüger geben sich jetzt auch als Gesundheitspersonal aus
In einer einzigen Woche im neuen Jahr hat die Waadtländer Kantonspolizei 24 neue Fälle von Telefonbetrug registriert. Bei der Hälfte blieb es beim Versuch. Insgesamt belief sich die Schadensumme auf 73'000 Franken, wobei die Täter in einem Fall einem Opfer aus Lausanne 43'000 Franken abknöpften. Offensichtlich haben die Betrüger ihr Märchenrepertoire erweitert: Sie geben sich vermehrt auch als Gesundheitspersonal aus, wie die Polizei am Montag mitteilte. Insgesamt registrierte sie im vergangenen Jahr im Kanton Waadt 925 Versuche; in 257 Fällen kamen die Täter zum Ziel.
Bei den Opfern handelt es sich meist um ältere Menschen. Die Betrüger weisen sie zum Beispiel an, einer vermeintlichen Person des Vertrauens Geld zu übergeben, um es in Sicherheit zu bringen.
Angesichts des anhaltenden Erfolgs der Masche warnte die Walliser Kantonspolizei kürzlich «mit Nachdruck»: «Kein Polizist, kein Bankangestellter, kein Techniker fragt Sie nach Codes, Bankkarten, Schmuck oder Bargeld. Keine offizielle Stelle und kein professioneller Dienstleister verlangt von Ihnen, die Kontrolle über Ihren Computer zu übernehmen.»
