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Neonazi-Attacke in Zürich: Rechtsextreme feierten einen Polterabend, als sie einen Juden angriffen

28.07.2015, 11:4328.07.2015, 12:41

Wie am Wochenende bekannt wurde, hatte Anfang Juli eine 20-köpfige Gruppe Rechtsextremer im Zürcher Stadtteil Wiedikon einen orthodoxen Juden angegriffen. Die Neonazis sollen den Juden belästigt und angepöbelt haben, bevor ein Grossaufgebot der Polizei anrückte und dem Treiben ein Ende setzte.

Bei dem Anführer der Gruppe soll es sich gemäss «Sonntagszeitung» um Kevin G. handeln, den in der Szene einschlägig bekannten Frontmann der Rechtsrock-Band Amok.

Neonazi-Polterabend.
Neonazi-Polterabend.Bild: screnshot/telezüri

Offenbar feierte die Gruppe an besagtem Tag einen Polterabend, das berichtet nun TeleZüri. Der Fernsehsender sprach mit dem Chauffeur des Partybusses, den die Rechtsextremen am 4. Juli gemietet hatten. «Wir fuhren in Hombrechtikon los. Anfänglich haben sie sich gut verhalten. Wie halt bei einem Polterabend üblich, wurde viel getrunken», so der Chauffeur. Als der Bus den Zürcher Kreis 3 erreichte, sei die Stimmung jedoch gekippt: «Sie sind aufeinander losgegangen» sagt der Buschauffeur. Laut TeleZüri sollen sie sich gar blutig geschlagen haben, bevor sich die Aggressionen gegen den orthodoxen Juden richteten.

Die Polizei ermittelt laut TeleZüri nun wegen Tätlichkeit und Verstoss gegen das Antirassismusgesetz. (wst)

Kevin G., Frontmann der Neonazi-Band Amok (rechts). 
Kevin G., Frontmann der Neonazi-Band Amok (rechts). Bild: info.antifa.ch
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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Walter Sahli
28.07.2015 12:20registriert März 2014
Sie haben einfach mehr Haar als Hirn...man kann es nicht anders sagen!
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majortom79
28.07.2015 14:25registriert August 2014
Dass sich solche Idioten noch vermählen und womöglich vermehren, macht mir besonders Angst…
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Magnum
28.07.2015 13:16registriert Februar 2015
Soziopathen erster Güte - gehen zuerst aufeinander und dann auf jemanden los, der äusserlich als Angehöriger einer Minderheit erkennbar ist.
Wie wäre es mit einem Wesenstest für kurzgeschorene Menschenverachter? Mit anschliessender Betreuung oder im Härtefall therapeutischer Verwahrung? Das Gewaltpotential dieses braunen Bodensatzes ist schlicht zu hoch.
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Sommerloch am Zürich HB: Wie ein Geruch zum Dauerbrenner wurde
Das Sommerloch stinkt und mit ihm der Zürcher Hauptbahnhof. Die SBB zeigen sich ratlos und liefern seit Tagen dieselben Erklärungen.

Am Zürcher Hauptbahnhof stinkt es seit bald drei Wochen. Nicht irgendwo, sondern an einem ganz bestimmten Ort: Bei den Geleisen 31 bis 34, dort also, wo Schnellzüge aus Bern, Olten, St. Gallen und dem Thurgau sich kreuzen und einzelne S-Bahn-Linien ein- und ausfahren. Aufgefallen war das erstmals irgendwann Mitte Juli, wirklich gross zu stören schien es aber nicht viele.

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