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Schweizer Hotels schicken ihre Mitarbeiter in LGBT-Schulungen – um für das Thema zu sensibilisieren. bild: shutterstock

Immer mehr Schweizer Hotels wollen ein LGBT-Zertifikat – das steckt dahinter

Immer mehr Schweizer Hotels schicken ihr Personal in eine LGBT-Schulung. Dafür gibt's ein Zertifikat. Ein Experte erklärt ob LGBT-Gäste andere Wünsche haben und was das Hotelpersonal dabei lernt.



Gemäss einer Studie hält jeder zehnte Erwachsene Homosexualität für unmoralisch. Das spürt auch die LGBT-Community. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, wo Personen in der Öffentlichkeit wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Jüngst an Silvester, als ein schwules Pärchen in Zürich verprügelt wurde.

Auch in den Ferien oder auf Reisen kommt es immer wieder zu Vorfällen, wo Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung anders behandelt werden.

Sieben* Schweizer Hotels wollen dem nun entgegen wirken: Seit Anfang 2020 haben sie offiziell ein LGBT-Zertifikat. Das internationale Beratungsunternehmen OutNow, spezialisiert auf das Marketing innerhalb der LGBT-Gemeinschaft, bietet solche Zertifikate und damit verbundene Schulungen für das Hotelpersonal an.

«Aus Untersuchungen wissen wir, dass sich viele LGBT-Menschen Sorgen über den Empfang im Hotel machen. In erster Linie geht es dabei um die Angst vor möglicher Homophobie», erklärt Ian Johnson, CEO von OutNow. Es gehe aber auch um ganz einfache Dinge, die andere Reisende für selbstverständlich hielten. «Zum Beispiel, dass die Buchung eines Doppelbettes richtig ist und das Paar dies auch so wünscht.»

Besonders LGBT-Familien seien jeweils sehr besorgt, wie das Hotelpersonal und andere Reisende auf sie reagieren könnten, weiss Johnson. «Sie wollen einfach genau den gleichen Service, wie alle anderen auch.» In den Schulungen gehe es genau darum: «Wir versuchen dem Hotelpersonal diese Bedenken zu vermitteln und ihnen zu zeigen, wie sie völlig unbekümmert damit umgehen können.»

Wenn sich ein Gast als schwul outet, bedeute das nicht, dass er sich zum Mitarbeiter hingezogen fühle. «Im Gegenteil, das heisst, dass der Gast dem Concierge vertraut und womöglich gerne Auskunft über die Gay-Szene in der Stadt haben möchte.»

Für die zertifizierten Hotels ist es vor allem auch ein Statement gegen aussen. «Alle können so sehen, dass wir offen gegenüber allen sind. Bei uns kann sich jeder, unabhängig von sexueller Orientierung, Religion, Alter, Nationalität oder Geschlecht wohl fühlen», so Franziska Furrer, Marketing-Assistentin vom Hotel Montana in Luzern.

Bild

Trägt nun ein LGBT-Zertifikat: Das Hotel Eden in Spiez. bild: hotel eden spiez

Im Hotel Eden in Spiez legt man den Fokus auf die Sensibilisierung der Hotelangestellten, wie Vizedirektor Patrick Jäger sagt. «Eine solche Zertifizierung gibt Sicherheit für Mitarbeitende im Umgang mit homo- und anderssexuellen Reisenden.» LGBT-Gäste hätten keine andere Wünsche als heterosexuelle Gäste. «Alle unsere Gäste haben aber den Anspruch, professionell behandelt zu werden», so Jäger.

*Folgende Hotels tragen das Zertifikat:

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    Alle Leser-Kommentare
  • aglaf 23.01.2020 22:46
    Highlight Highlight Wer im Dienstleistungssektor arbeitet, sollte jeden Gast in jeder Situation - unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Gesinnung respektvoll behandeln. Alles andere ist unprofessionell. Wer das nicht kann, soll die Branche wechseln. Hotels schulen ihre Mitarbeitenden lieber im allgemeinen professionellen Umgang, als sich zertifizieren zu lassen. Das ist peinlich und nur Geldmacherei.
  • milkdefeater 23.01.2020 17:02
    Highlight Highlight Da hat wieder jemand einen Weg gefunden, aus politisierten Trends einen Haufen Geld zu verdienen.
  • Frida Kahlo 23.01.2020 14:39
    Highlight Highlight Oh wow, das ist ja super, werde ab jetzt nur noch zertifizierte Hotels buchen.

    "Oh schau mein Schatz, das Hotel hat wunderschöne Zimmer, der Preis ist gut, die Anlage bezaubernd, Kinderbetreuung gibt es auch und die Lage atemberaubend....aber Moment, nein es ist nicht zertifiziert, wir suchen ein anderes"

    ok, doch nicht

    • Asmodeus 24.01.2020 08:46
      Highlight Highlight Willst Du mir etwa sagen, dass wenn Du die Wahl zwischen 3 Hotels hast und eines davon sich als explizit LGBT-Freundlich ausweist, dass für Dich absolut kein Kriterium wäre Dich eventuell für dieses Hotel zu entscheiden?
    • Frida Kahlo 24.01.2020 10:22
      Highlight Highlight Ja, korrekt. Ich nehme das Hotel welches meinen oben beschriebenen Kriterien am meisten entspricht.
      Ich sehe nicht, was mir ein Hotel mit LGBT-Freundlich Stempel bringen soll.
    • Asmodeus 24.01.2020 10:26
      Highlight Highlight Ich meine es eher so. Alle 3 erfüllen Deine oben beschriebenen Kriterien. Aber nur eines davon hat den Stempel.

      Hat das definitiv keinen Einfluss wenn es einfach noch dieses zusätzliche Goodie hat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Meier 23.01.2020 11:48
    Highlight Highlight Der wirkliche Gewinner ist das Beratungsunternehmen OutNow. Mit den Schulungen wird sicher recht gut Gewinn erwirtschaftet. Wenn diese Zettel, entschuldigung ich meine natürlich wertvolle Zertifikate, zu einem Statussymbol gehypt werden, wird es noch lukrativer. Also ist das wichtig für das Marketing und den geschäftlichen Erfolg von OutNow.
  • DerSchöneVomLande 23.01.2020 11:07
    Highlight Highlight Ist es denn nicht so, dass gerade so ein zertifikat diskriminierende wirkung hat? Ich führe auch ohne zertifikat einen gepflegten umgang mit menschen, denn dass sind LGBTQ...
  • Vintage 23.01.2020 10:52
    Highlight Highlight Nach fast 30 Jahren in der Sternegastronomie beunruhigen mich solche Angebote. Der Gast steht immer im Mittelpunkt und sollte so gut wie nur möglich bedient werden. Schwul oder nicht, spielt keine Rolle. Gute Concierge, Sommeliers, Kellner usw. wissen und leben das schob sehr lange.
  • piranha 23.01.2020 10:37
    Highlight Highlight "Der Gast ist König". Wird nach diesem Grundsatz und mit der damit verbundenen Freundlichkeit und Professionalität gehandelt, dann brauchts auch kein Zertifikat.
  • DrDeath 23.01.2020 09:36
    Highlight Highlight «Alle unsere Gäste haben aber den Anspruch, professionell behandelt zu werden» «LGBT-Gäste haben keine besonderen Ansprüche» - Dafür braucht man heutzutage ein Zertifikat und eine Schulung um das zu wissen. Soso.

    Was bringen die denen dann in der Maitre'd'Hotel-Schule heutzutage noch bei? Servietten falten? Brauchen wir demnächst das Chinesen-Zertifikat oder das Hindu-Zertifikat?

    Wie schwer kann es sein, einfach normal und wertfrei miteinander umzugehen, wenn schon nicht immer, dann wenigstens im professionellen Umfeld?
  • fidget 23.01.2020 09:34
    Highlight Highlight Die sexuelle Orientierung ist für den Aufenthalt in einem Hotel überhaupt nicht wichtig. Jeder Gast soll genau gleich professionell behandelt werden, damit erübrigen sich auch solche Schulungen. Genau solche Seminare befeuern, dass Homosexualität etwas Spezielles ist, auch wenn es das überhaupt nicht ist.
    Die Frage nach dem Doppelbett ist nun wirklich nicht schlimm. Wer sich dadurch herabgewürdigt oder verletzt fühlt, der hat wohl eher selbst ein Problem und nicht das Hotel.
  • Medizinerli 23.01.2020 09:27
    Highlight Highlight Wir waren vor 3 Jahren in einem Hotel, in welchem nur Erwachsene logieren dürfen. Vor Ort haben wir diverse Schilder gesehen, dass LGBT-Personen sehr willkommen sind. Erst nachher ist uns aufgefallen, dass wir (auf den ersten Blick) das einzige Hetero-Paar sind :D Waren super schöne Ferien! Aber das LGBT-Paare in anderen Hotels nicht willkommen sind, ist erschreckend.
  • Rölsche 23.01.2020 09:07
    Highlight Highlight War gerade ein Thema als ich kürzlich bei meinen schwulen Freunden eingeladen war. Ich als Hetero habe meine schwulen Kumpels natürlich gefragt, ob diese Sachen - dass es extra Schwulenlabels für Hotels, oder extra Ausbildungen gibt „wie man sich gegenüber Schwulen am Besten verhält“ (überlegt euch das mal genau... Dass es solche Ausbildungen gibt ist ja alleine schon diskriminierend...) - eigentlich nicht nervt. Mich würde es.
    Ausschliesslich alle haben gesagt dass sie das furchtbar finden. Genau dieses Zeugs verhindere ja einfach das Normale daran.
    • Tikvaw 23.01.2020 14:28
      Highlight Highlight Schön für dich und deine schwulen Kumpels.
      Die Tatsache aber, dass es tonnenweise Reise-Führer, Veranstalter und Büros gibt, die spezifisch Hotels, die sich als LGBTI+-Friendly bezeichnen, suchen und auflisten, zeigt offensichtlich, dass viele andere das Bedürfnis nach solch einer Deklaration haben.
      (Mit Friendly meine ich nicht Hotels etc., die sowieso spezifische Angebote und Veranstaltungen haben.)

      Dreimal darfst du raten, wieso dieses Bedürfnis immer noch da ist.
  • derEchteElch 23.01.2020 08:38
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • The Destiny // Team Telegram 23.01.2020 09:45
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • RozaxD 23.01.2020 08:37
    Highlight Highlight Find ich cool
  • Heinzbond 23.01.2020 08:36
    Highlight Highlight Als einer der oft mit Freunden beiderlei Geschlechts reist mit denen aber nicht immer ein Bett teilen muss finde ich die Frage ob die Buchung so oder so korrekt ist nicht unbedingt schlimm. Im gegenteil, grade wenn in höhrweite noch neugierige herumstehen mache ich mir oft eine spass daraus das ein oder andere vorurteil zu bedienen....
  • The Destiny // Team Telegram 23.01.2020 08:32
    Highlight Highlight "Welcome the woke culture or perish"
    -Twitter-
  • Hirngespinst 23.01.2020 08:31
    Highlight Highlight [...]"...ob LGBT-Gäste andere Wünsche haben und was das Hotelpersonal dabei lernt."[...]

    Also ich denke mal nicht. Man bucht ein Hotelzimmer, um dort übernachten und essen zu können.
    Was für 'andere Wünsche' sollten das denn sein?
    • Asmodeus 23.01.2020 09:16
      Highlight Highlight Du hast also noch nie an der Rezeption gefragt wo man etwas essen kann, wo es Nachtclubs gibt, wo man ein Taxi bekommt etc.?

      Warum schläfst Du nicht direkt im Auto?


      Andere Leute haben andere Bedürfnisse. Bloss weil DU etwas nicht benötigst, heisst das nicht dass niemand es benötigt.
    • Hirngespinst 23.01.2020 10:16
      Highlight Highlight Ich gebe zu, die Male, die ich in einem Hotel war, kann man von einer Hand abzählen. Ich schlafe tatsächlich in den Ferien im VW-Bus.

      Deshalb kann ich natürlich nicht beurteilen, welche weitere Services angeboten werden sollten.
      Ich mache mich jeweils selber schlau über die Region, in welcher ich mich befinde.
      Mag sein, dass ich deshalb das Gefühl habe, dass es so ein Zertifikat nicht braucht. :)
    • Asmodeus 23.01.2020 10:27
      Highlight Highlight Sorry falls das aggressiv klang Hirngespinst.

      Worauf ich im Grunde hinaus will ist, dass ein Hotel (gerade die teureren) eine Vielzahl an Dienstleistungen anbieten. Von Sauna über Klamottenreinigung bis hin zu Sextoys (kein Scherz) und Taxifahrten oder einer Bar.

      Oft haben die Hotels auch Deals mit dem lokalen Nachtleben (sowohl schlüpfriger als auch keuscher Art). Wenn da nun ein LGBT-Siegel bei der Rezeption steht weiss man, dass man definitiv auch Infos über die lokalen Homo-Bars bekommen dürfte.

      Natürlich informieren sich die meisten Leute im Vorfeld. Aber manche Leute sind spontan.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiro Striked 23.01.2020 08:30
    Highlight Highlight Was ist eine LGBT Schulung?

    "Also das ist ein schwuler... Er ist ganz normal, sieht ganz normal aus, und verhält sich normalerweise auch ganz normal. Der Unterschied ist, er hat einen anderen Mann als Partner. Sie müssen nicht anders behandelt werden. Sie machen eigentlich nichts anders als Mann und Frau, sind halt einfach Mann und Mann".

    Und dann alle in dem Raum so: "UUHHHHH, OOHHHHH, AAHHHHH" Der grösste Mindblow der Welt.

    Oder bin nur ich (als schwuler) so Doof und sehe den... Punkt nicht?
    • Rölsche 23.01.2020 09:16
      Highlight Highlight Meine Rede.
      Aber so ist es immer.
      Aus „gut gemeint“ wird „schlecht gemacht“.
      Oder, wenn ich böswillig sein will, könnte ich exakt diesen Leuten die grösste Homophobie vorwerfen.
      Nur wer eine LGBT Schulung überhaupt anbietet, macht ja erst im Kopf den Unterschied...
      Geht auch bei Rassismus: Nur wer dich am Wort Morechopf überhaupt stört, macht offenbar einen Unterschied zwischen Hautfarben.

      Leben und leben lassen.
      Und Normal ist Normal und braucht eben keine Sonderbehandlung
    • Asmodeus 23.01.2020 09:17
      Highlight Highlight Seien wir ehrlich. Für wieviele Idioten da draussen ist das was Du gerade erklärt hast immer noch sehr schwer zu verstehen?

      Leider mehr als genug.


      Und LGBT(QIA+) ist nunmal mehr als nur "Schwule und Lesben".
    • DrDeath 23.01.2020 09:38
      Highlight Highlight Ich bin nicht hetero und sehe den Punkt auch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michele80 23.01.2020 08:28
    Highlight Highlight Zum Doppelbett-Thema hab ich irgendwie sehr unterschiedlichen Erfahrungen gemacht.
    Kurzes Nachfragen find ich gut und macht jetzt mal unabhängig von der Person auch sinn. Buchungen können ja mal falsch sein oder sich ändern.

    Aber wenn ich wie letzhin in Glattbrug vier mal bestätigen muss, dass wir wirklich ein Doppelbett wollen und nein keine Einzelbetten und ja auch nicht wenn die nette Frau uns zweimal erklärt dass sie also noch solche Zimmer frei hätte... dann wirds anstrengend. Ich frage mich dann einfach, ob sie auch so oft nachfragen würde, wenn ich mit meinem Ehemann da wäre.
    • Ricardo Tubbs 23.01.2020 09:01
      Highlight Highlight wieso hast du dann nicht einfach gesagt, dass du schwul bist und ein doppelbett willst? wäre den gesichtsausdruck der dame wert gewesen.
    • Asmodeus 23.01.2020 09:19
      Highlight Highlight Ja aber bist Du sicher dass Du wirklich das Doppelbett möchtest? Das könnte doch ein wenig eng sein und dann berührt man sich beim schlafen.

      Zwei getrennte Betten sind wirklich kein Ding. Kein Aufwand. Machen wir gerne.
    • Ricardo Tubbs 23.01.2020 09:41
      Highlight Highlight bei doppelbett gilt immer einer pennt AUF der decke und einer UNTER der decke, so kommt es nicht zu berührungen… :-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 23.01.2020 08:24
    Highlight Highlight Reden hilft. Da mein Mann und ich nicht per se Homosexuelle erkennbar sind, und auch nicht entsprechend angeschrieben sind^^, ist es für das Hotelpersonal halt schwierig zu erahnen, ob wir ein Doppelbett möchten. Das wird sich mit einem Kurs ja auch nicht ändern.
  • RichiZueri 23.01.2020 08:23
    Highlight Highlight Und was lernt man da? Das sie auch normale Menschen sind und entsprechend alle gleich behaldelt werden sollen? Gratuliere...
  • Vecchia 23.01.2020 08:02
    Highlight Highlight Eine findige Geschäftsidee, wie hoch sind die Kurskosten...?

    Ich finds nicht gut, wenn Gäste in Hotels nach sexuellen Kriterien getrennt behandelt werden. Auf gut Schweizerdeutsch finde ich es sogar richtig biräweich.
    • Menel 23.01.2020 08:16
      Highlight Highlight Es geht ja nicht darum, die Gäste anders zu behandeln, sondern darum, das Personal zu sensibilisieren. In einer Welt, in der Homosexualität erst seit kurzem von der Gesellschaft als legitim angeschaut wird, fehlt vielen Leuten der "natürliche" Umgang damit.
    • Asmodeus 23.01.2020 08:19
      Highlight Highlight Und damit das nicht passiert gibt es diese Kurse
    • Hoodie Allen 23.01.2020 08:31
      Highlight Highlight Nein Menel, hier sollte einfach nur der Gesunde Menschenverstand eingesetzt werden. Sprich, behandle alle gleich normal. Dafür brauchts keine Kurse und Zertifikate.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mitläufer 23.01.2020 07:55
    Highlight Highlight Wie immer, geht es nur ums Geld. Die Hotels erhoffen sich mehr Gäste durch diese "gratis" Werbung (als ob vor dem Kurs Schwule verjagt oder anders behandelt worden wären) und OutNow verdient Geld mit überflüssigen Kursen, bei denen man lernt ein ganz normaler Mensch zu sein. Frage mich, wie all die LGBT Leute (Anteil an der Gesamtbevölkerung gefühlte 75% - persönliche Schätzung anhand Medienberichten) vor 2018 in der CH überleben konnten?
    • Kiro Striked 23.01.2020 12:20
      Highlight Highlight @Mitläufer
      Ich wollte Letztes Jahr in ein Hotel nahe Luzern. Der Plan war am nächsten Tag in den Tierpark Arth Goldau zu gehen, weil der Echt der Hammer ist. Habe am Telefon "1 Zimmer, Doppelbett, 2 Personen" gebucht.

      Wir sind angekommen, und die Ältere Dame Frage uns, ob wir nun doch 2 Zimmer brauchen, und wo denn unsere Frauen seien. Kurz erklärt dass wir zusammen sind. 2 Minuten später "tut mir leid, wir haben kein Zimmer für Sie".

      Etwas weiter die Strasse runter in einem anderen Hotel gefragt, "Ja gar kein Problem, kommen sie rein, 1 Zimmer, Doppelbett? hier die 201 mit Seeblick".
  • soulcalibur 23.01.2020 07:53
    Highlight Highlight Gemäss einer Studie.....Beratungsunternehmen, Zertifikate, Marketingassistentin....das riecht mir aber stark danach, dass jemand wieder irgendwo ein paar Batzeli abgreifen will....denn auch mit "Toleranz" lässt sich was verdienen. Eigentlich will ich das gar nicht wissen, wer mit wem, wieso. Und ich will auch nicht mit fremden Leuten darüber reden, wieso ich mit wem, wo absteige. Behandelt die Leute einfach anständig, liebenswert, zuvorkommend und seid hilfsbereit, liebe Hoteliers. Dann ist es doch egal, wer mit wem und wo eincheckt...
  • djohhny 23.01.2020 07:49
    Highlight Highlight So ein Seich. Sollte selbstverständlich sein ALLE Gäste gut und vo allem gleich zu behandeln. Dafür braucht es nun wirklich kein Zertifikat #positiverascism
  • DetroitX 23.01.2020 07:40
    Highlight Highlight ... und jedes Hotel in Arosa, wo aktuell die Gay Ski Week stattfindet.
  • Asmodeus 23.01.2020 07:28
    Highlight Highlight "Mimimi wozu braucht es das? Mimimi wir haben wichtigere Probleme. Sonderbehandlung Mimimi"


    Mein erster Gedanke war "Wieso braucht es das? Viele Concierges sind selbst schwul" aber es macht durchaus Sinn.

    In einem Hotel arbeiten Menschen aus verschiedensten Lebensbereichen und Kulturen. Eine Sensibilisierung macht darum in allen Bereichen Sinn.

    Es ist als Betroffener gut zu wissen, dass man vom Hotel wirklich wie jeder andere Gast behandelt wird.

    Um es für die ganzen Empörer zu erklären.

    Ihr seid auch froh wenn auf dem Shampoo "FOR MEN" steht damit Ihr wisst, dass Ihr das benutzen dürft.
    • R. Peter 23.01.2020 10:32
      Highlight Highlight Das hält sich in Grenzen, meine Frau und ich benutzen sowieso das selbe...
    • Hirngespinst 23.01.2020 10:33
      Highlight Highlight Du hast schon recht. Man braucht sich nicht über dieses Zertifikat echauffieren.
      Was ich auch nicht tue.

      OT:
      Ich brauche regelmässig das 2in1 von meinem Mann. Obwohl dort 'For Men' draufsteht.
      Und im Gegenzug benutzt mein Mann mein Duschgel.
      Als ob wir uns vom Etikett das verbieten lassen würden. ;)
    • Cat‘sName 23.01.2020 10:45
      Highlight Highlight Schlechtes Beispiel. Auch wenn „FOR MEN“ drauf steht benutze ich das Shampoo wenn ich‘s mag, ist nicht so abwegig anders als das für Frauen. Welches soll ich denn nun als „B“ benutzen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • RealPasha 23.01.2020 07:17
    Highlight Highlight Es ist doch eigentlich schon bedenklich, dass in der heutigen Zeit ein solches Zertifikat noch nötig ist!
    • Hirngespinst 23.01.2020 10:35
      Highlight Highlight Ich frage mich, ob es nötig ist, dass öffentlich so rauszuposaunen.
      Eine interne Schulung macht auf jeden Fall bei manchen Angestellten sicherlich Sinn.
      Aber das muss man ja nicht der ganzen Welt mitteilen.
  • Scaros_2 23.01.2020 07:12
    Highlight Highlight Willkommen im Westen - Wo wir richtige Probleme haben. *kopfschüttel*
    • Asmodeus 23.01.2020 07:21
      Highlight Highlight Willkommen in der Steinzeit wo sich Leute immer und immer wieder über Dinge aufregen die sie gar nicht betreffen.

      Wunderschön demonstriert von Scaros.
    • Majoras Maske 23.01.2020 07:36
      Highlight Highlight Diese Zertifikate dienen wohl eher als Werbung denn als Problemlösung.
    • Bits_and_More 23.01.2020 08:10
      Highlight Highlight Nein, es gibt in der Tat grössere Probleme. Dennoch darf man sich auch um die kleineren Probleme kümmern. Und wenn, wie in diesem Fall, ein einfaches Seminar für das Personal die Lösung ist, warum nicht?
      Wir alle bilden uns ja regelmässig in unseren beruflichen Tätigkeiten weiter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 23.01.2020 06:57
    Highlight Highlight Ein Hotel hat Gäste, die als Gäste behandelt werden sollen. Punkt.
  • Karoon 23.01.2020 06:53
    Highlight Highlight Solche Kurse sollten auch in allen Firmen und Schulen veranstaltet werden. Und in politischen Parteien am rechten Rand
  • smota 23.01.2020 06:49
    Highlight Highlight Wieso braucht man um Gäste alle gleich z behandeln ein „spezielles“ Zertifikat? wo bleibt das Zertifikat für die Behandlung von Ausländern? Nichtreichen? Frauen? Kindern? Behinderten? Werden alle auch anders behandelt. Wieso heisst Gleichberechtigung oft Sonderbehandlung einfach in die andere Richtung?
    • Asmodeus 23.01.2020 09:35
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass es die Bezeichnung "Kinderfreundlich" bei Hotels gibt?

      Oder spezielle Kurse für den Umgang mit hinduistischen/muslimischen/jüdischen Gästen?

      Oder den Umgang mit Haustieren?

      Behindertengerecht ist ebenfalls ein Zertifikat das immer genutzt wird.



      Aber Du kannst sicher mal in einem Hotel nachfragen ob sie auch ein Zertifikat haben für arme geschundene weisse heterosexuelle Männer die mit dem Fortschritt der Welt nicht klar kommen.
  • Nate Smith 23.01.2020 06:49
    Highlight Highlight Ich wurde bis jetzt noch in keinem Hotel der Welt als Schwuler schlecht behandelt. Das einzige was oft kommt, ist die Frage ob man wirklich das Doppelbett möchte das man gebucht hat. Die Frage finde ich sollte aber auch erlaubt sein und am Besten stellt man sie gleich allen Paaren. Im Piemont hatten wir vor gut 20 Jahren sogar am letzten Tag sogar einen Brief im Zimmer dass es sie besonders gefreut hat dass wir als Schwule ihr kleines Hotel in der Pampa ausgesucht hatten.
    Wer ein gutes Hotel betreibt behandelt alle Gäste zuvorkommend, egal woher oder wie sie daherkommen.
    • Zyniker haben es leichter 23.01.2020 07:34
      Highlight Highlight Der Dankesbrief ist gerade das homophobste an deinem Beitrag... Einfach mal das Wort "Schwule" durch "Schwarze" oder so ersetzen...
    • Paupera 23.01.2020 10:28
      Highlight Highlight Wir hatten schon probleme, allerings in sri lanka, das nicht gerade als homoparadies bekannt ist.
      Ich hatte online ein doppelbett gebucht und musste dazu unser geschlecht angeben. Als ich "2 frauen" einfüllte, erhielt ich die meldung, dass die geschlechter- nicht mit der zimmerauswahl kompatibel sei. Habe dann "1 mann und 1 frau" eingefüllt und reserviert. Vor ort hat uns der besitzer etwas irritiert angeschaut, einbisschen überlegt und uns dann "freundlicherweise" zum selben preis ein zimmer mit zwei betten angeboten. War nicht in unserem sinne, aber mussten natürlich ja sagen.
    • Hirngespinst 23.01.2020 10:38
      Highlight Highlight @Zyniker
      Ich glaube, die Leute haben es gut gemeint und wollten einfach ihre Freude ausdrücken. Vielleicht etwas unbeholfen in den Augen mancher, aber mich dünkt nicht, dass es homophob gemeint war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glatttaler 23.01.2020 06:45
    Highlight Highlight Mensch ist Mensch, egal ob Schwul/Lesbisch, Hetero, Trans oder was auch immer...
  • Schneider Alex 23.01.2020 06:33
    Highlight Highlight Es kann für Einzelpersonen und Personengruppen keinen Rechtsanspruch darauf geben, von Privaten gleich behandelt zu werden. Die vorliegend diskutierte Strafnorm geht in Richtung Vereinigungszwang und ist deswegen zutiefst antiliberal. Sie suggeriert, dass Ungleichbehandlung unter Bürger*innen stets Ausdruck einer hasserfüllten, menschenverachtenden Gesinnung sind, was offenkundig nicht zutrifft..

    Betreiber eines christlichen Hotels, das in der Hausordnung stehen hat, Doppelzimmer nur an verheiratete heterosexuelle Paare zu vermieten, käme ins Visier der Justiz.
    • Asmodeus 23.01.2020 09:36
      Highlight Highlight Und zurecht täten sie das.

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