DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Staatsanwaltschaft findet keine Beweise für Wahlbetrug in Genf

13.05.2019, 14:48
Bild: KEYSTONE

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat bislang keine Beweise für Wahlbetrug und Korruption im Abstimmungs- und Wahlbüro des Kantons gefunden. Die Untersuchung ist jedoch weiter im Gange.

Anhand der ihm in diesem Stadium der Ermittlungen vorliegenden Beweise gebe es keine Nachweise dafür, dass Resultate früherer Abstimmungen durch betrügerische Manöver gefälscht worden seien, sagte Staatsanwalt Olivier Jornot am Montag vor den Medien. Ebenso wenig gebe es Anzeichen dafür, dass die Abstimmungen vom 19. Mai durch einen Betrug beeinträchtigt werden könnten.

«Die Untersuchung läuft jedoch weiter, viele Personen sind noch nicht befragt worden», sagte Jornot. Der des Wahlbetrugs verdächtigte Mitarbeiter des Abstimmungs- und Wahlbüros wurde neun Stunden lang mit seinem Hauptankläger konfrontiert, ebenfalls ein Mitarbeiter dieser Behörde. Dieser hatte den Verdächtigen des Betrugs bezichtigt.

Tatverdächtiger freigelassen

Der Verdächtige befindet sich auf freiem Fuss. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in ihrer jetzigen Form unzureichend für eine Untersuchungshaft sind. Der Verdächtige darf aber weder die Räumlichkeiten des Abstimmungs- und Wahlbüro nicht betreten noch seine Arbeitskollegen kontaktieren.

Wegen Verdachts auf Wahlbetrug hatte die Polizei am vergangenen Donnerstag den Wahlbüro-Mitarbeiter festgenommen. Die Staatsanwaltschaft war im Februar vom Rechnungshof informiert worden, dass zwei Mitarbeiter des Abstimmung- und Wahlbüros auf ihre Bitte hin angehört worden seien.

Die beiden Angestellten beschuldigten einen Arbeitskollegen, bei mehreren Wahlen Stimmzettel vernichtet oder hinzugefügt zu haben. Bei einer Anhörung durch die Polizei bestätigten die beiden Mitarbeiter ihre Vorwürfe. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Autosalon Genf 2018: Und do no as paar nöi Chläpf

1 / 30
Autosalon Genf 2018: Und do no as paar nöi Chläpf
quelle: epa/keystone / martial trezzini
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Zu viele Häftlinge. Gefängnisse in der Westschweiz überfüllt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Was du zum Mediengesetz wissen musst
Am 13. Februar 2022 stimmt die Schweiz gleich über vier Vorlagen ab. Eine davon dreht sich um das neue Mediengesetz. Hier ein Überblick, worum es in der Vorlage geht, wer dafür und wer dagegen ist.

Die Schweizer Medien stehen unter Druck. Dieser kommt besonders von aussen in Form der grossen internationalen Unternehmen wie Google und Facebook, die ihnen die Werbegelder streitig machen. Darauf wollen Bundesrat und Parlament reagieren – mit einem neuen Mediengesetz. Hier erfährst du in aller Kürze, worum es dabei konkret geht:

Zur Story