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Vorfall in Genf: Äthiopischer Co-Pilot wegen Flugzeugentführung schuldig gesprochen

Vorfall in Genf: Äthiopischer Co-Pilot wegen Flugzeugentführung schuldig gesprochen

17.03.2015, 17:5017.03.2015, 17:54
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Bild: EPA/KEYSTONE

Rund 13 Monate nach der Entführung eines Passagierflugzeugs der Ethiopian Airlines nach Genf ist der Co-Pilot der Fluges von einem Gericht in Äthiopien der Luftpiraterie für schuldig befunden worden. Das Urteil wurde am späten Montagabend in Abwesenheit des Angeklagten gefällt.

Wie der äthiopische Nachrichtenkanal «Diretube» am Dienstag weiter berichtete, soll das Strafmass vermutlich am Freitag festgelegt werden.

Hailemedhin Abera Tegegne hatte im Februar 2014 die Gewalt über die Maschine an sich gerissen, als der Pilot gerade in der Bordtoilette war. Er hatte sich im Cockpit eingeschlossen und die Route in Richtung Schweiz geändert. Ursprünglich war die Maschine auf dem Weg von Addis Abeba nach Rom. 

Tegegne selbst hatte kurz darauf das Notsignal für Flugzeugentführungen gesendet. Nach der Landung in Genf hatte sich der Mann aus dem Cockpitfenster abgeseilt und den Behörden gestellt. Wo der Pilot sich aufhält und ob Äthiopien seine Auslieferung beantragen wird, ist unklar.

Tegegne wollte in der Schweiz politisches Asyl beantragen. Er fühle sich in seiner Heimat bedroht, hatte er den Behörden mitgeteilt. Oppositionspolitiker und Menschenrechtler werfen der Regierung in Addis Abeba immer wieder vor, Andersdenkende zu unterdrücken. (aeg/sda/dpa)

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