DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Olivier Francais, gauche, candidat du parti PLR pour le Conseil des Etats, est felicite par Luc Recordon, droite, candidat du parti Les Verts pour le Conseil des Etats, lors de la journee des resultats du 2eme tour pour le Conseil des Etats, du canton de Vaud, a l'occasion des elections federales ce dimanche 8 novembre 2015  a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Luc Recordon (rechts) gratuliert seinem Herausforderer Olivier Français von der FDP zum Sieg.
Bild: KEYSTONE

Grüner Ständerat Luc Recordon von «Alibi-Kandidat» geschlagen – Levrat wiedergewählt



Beim zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im Waadtland ist es zu einer handfesten Überraschung gekommen. Der bisherige Ständerat der Grünen, Luc Recordon, wurde überraschend von FDP-Herausforderer Olivier Français verdrängt. Français erhielt 3000 Stimmen mehr.

Der 60-jährige Nationalrat Français war von seiner eigenen Partei eher als Notnagel für die Ständeratswahl nominiert worden. Als Wunschkandidat galt der Waadtländer Regierungsrat Pascal Broulis, der aber absagte.

Olivier Francais, candidat PLR vaudois au Conseil des Etats, lors du debat intitule

FDP-Herausforderer Olivier Français.
Bild: KEYSTONE

Wenig hatten Français zugetraut, das bisherige links-grüne Duo zu schlagen. Er sei aber ein Marathonläufer, sagte Français dazu. Er konnte sich in der Waadt bisher vor allem mit Bauprojekten einen Namen machen. Der ETH-Ingenieur sitzt auch in der Regierung der Stadt Lausanne und verantwortete dort unter anderem den Bau der Métro-Linie M2, welche vom See bis in den Norden der Stadt hoch führt.  

Die mit dem besten Resultat wieder gewählte SP-Ständerätin Géraldine Savary gratulierte Olivier Français zum Wahlsieg. Man werde im Ständerat gut zusammenarbeiten und sich für die Anliegen der Waadtländerinnen und Waadtländer einsetzen, hielt Savary fest.

Adele Thorens, Nationalraetin Gruene, spricht an der Delegiertenversammlung der Gruenen in Schaffhausen am Samstag, 22. August 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Adèle Thorens verbleibt dank Recordons Rückzug im Nationalrat.
Bild: KEYSTONE

Nach der Wahlniederlage kündigte Recordon an, er werde sich aus der nationalen Politik zurückziehen. Das hat vor allem für Co-Präsidentin der Grünen, Adèle Thorens, Konsequenzen. Recordon war nämlich in den Nationalrat gewählt worden; mit seinem Rückzug bewahrt er Thorens vor der Abwahl. «Wir Ü-60 Elefanten sollten eine junge, dynamische und äusserst engagierte Frau nicht blockieren», sagte Recordon der Nachrichtenagentur sda.

Ebenfalls bangen mussten seit den nationalen Wahlen auch die Nationalräte Jean Christophe Schwaab (SP) und Fathi Derder (FDP). Sie können nach dem Wahlsieg ihrer Parteikollegen Savary und Français ebenfalls in den Nationalrat zurückkehren.

Levrat lässt Rime klar hinter sich

Der Kanton Freiburg wird derweil weiterhin von je einem Vertreter der SP und der CVP im Ständerat vertreten. SP-Präsident Christian Levrat schaffte die Wiederwahl, für die CVP zieht Beat Vonlanthen in die kleine Kammer ein. Der Angriff der SVP scheiterte.

Die Strategie der SVP mit einem Kandidatenwechsel für den zweiten Wahlgang ging nicht auf. Auch SVP-Nationalrat Jean-François Rime konnte weder die CVP noch die SP gefährden. Er landete mit 27'132 Stimmen abgeschlagen auf dem dritten und letzten Platz.

Turgi, 12.09.2015, Zusammenkunft SP Schweiz auf der Holzbruecke, Christian Levrat (Praesident SP Schweiz) (Gonzalo Garcia/EQ Images)

Christian Levrat ungefährdet.
Bild: Gonzalo Garcia

Damit blieb er deutlich hinter dem Präsidenten der SP Schweiz, Christian Levrat, zurück. Der Sozialdemokrat schaffte die Wiederwahl mit dem besten Resultat von 48'680 Stimmen.

Hinter ihm folgte CVP-Regierungsrat Beat Vonlanthen (45'122 Stimmen), der damit die Nachfolge seines abtretenden Parteikollegen Urs Schwaller antritt. Die Wahlbeteiligung lag bei 45,79 Prozent.

Genf: Links-grünes Duo Pasquier und Cramer vor Wiederwahl

Die beiden bisherigen Genfer Ständeräte Liliane Maury Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne) stehen kurz vor ihrer Wiederwahl. Nach der Auszählung von 95 Prozent der Stimmen liegen sie deutlich vor ihren bürgerlichen Herausforderern.

An der Spitze liegt Liliane Maury Pasquier vor Robert Cramer. Als erster Herausforderer liegt Benoît Genecand (FDP) auf dem dritten Platz. Er dürfte den Rückstand von knapp 4000 Stimmen auf Cramer jedoch nicht mehr aufholen können.

Bereits abgeschlagen auf den letzten Plätzen liegen SVP-Nationalrat Yves Nidegger und MCG-Gründer Eric Stauffer. (trs/lhr/kub/sda)

Wahlen

Du bist gerade aus dem Koma aufgewacht und hast absolut keine Ahnung, was bei den Wahlen abgegangen ist? Diese zehn Dinge musst du wissen

Link zum Artikel

Die grosse Übersicht: So hat die Schweiz gewählt – Kanton für Kanton

Link zum Artikel

So hat sich Mörgeli innert dreier Jahre ins Aus geklagt: Eine Fehdenorgie in fünf Akten

Link zum Artikel

Die SVP kassiert den Lohn der Angst – die Schweiz lebt sich auseinander

Link zum Artikel
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Chaotisch, kompromisslos und mit illegaler Party: So war die Corona-Session

Die dreitägige ausserordentliche Session ist Geschichte. Was ist davon geblieben? Welche Geschäfte sind gescheitert? Ein letzter Blick nach Bern.

Aus und vorbei! Die historische Corona-Session des Parlaments endete am Mittwochabend um 18.55 Uhr. Ausserordentlich war sie, ausserordentlich die Themen und die Erfahrungen, die 246 gewählte Parlamentarier während drei Tagen in der BernExpo machen durften.

Was ist davon geblieben? Hat sich die Session überhaupt gelohnt? Und wie erlebte die Polit-WG den drei-tägigen Sitzungsmarathon? Ein letzter Blick nach Bern.

Am Mittwoch standen mit den Gewerbe-Mieten und dem Dividenden-Verbot zwei brisante …

Artikel lesen
Link zum Artikel