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Der gleiche Ort, aber eine andere Welt: Italienischer Blogger vergleicht das saubere Tessin mit der vergammelten Lombardei

Chiasso-lecco

Der gleiche Ort, aber eine andere Welt: Italienischer Blogger vergleicht das saubere Tessin mit der vergammelten Lombardei

03.09.2014, 10:0403.09.2014, 13:58

Videoblogger Lambrenedetto bereist Länder und vergleicht sie mit seiner italienischen Heimat. Sein Beitrag über den Bahnhof Chiasso artete in ein regelrechtes Wut-Video aus. Es beginnt im Wartesaal des Bahnhofs Lecco in der Lombardei, unweit der Schweizer Grenze: «Schaut euch das an, ekelhaft», ereifert er sich. Die Wände sind vollgeschrieben, der Verputz blättert ab, überall liegt Abfall. «Das ist nicht die Dritte Welt, das ist die Sechste Welt!», schimpft er.

Ortswechsel: Vom Schweizer Grenzbahnhof Chiasso ist Lambrenedetto begeistert: «Seht her, hier gibt es Telefonkabinen, Schliessfächer, alles sehr sauber, keine Grafitti, kein Abfall!» Er betritt einen der Regionalzüge, auch dort alles sehr ordentlich. Zurück im vergammelten Lecco resümiert der Blogger: «Daran ist nicht die Politik Schuld, das ist ein Problem der Erziehung.»

video: youtube/lambrenedettoxvi

Aufmerksam gemacht auf dieses Video hat uns SBB-Mediensprecher Christian Ginsig. Sein «Traum» ist hiermit (hoffentlich) in Erfüllung gegangen.

Auch einen Vergleich zwischen italienischen und Schweizer Tunnels hat Lambrenedetto schon angestellt:

video: youtube/lambrenedettoxvi

(kri)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zeit_Genosse
03.09.2014 12:12registriert Februar 2014
Italien zerfällt von innen, von der Seele her. Aussen sieht man das im Erwähnten. Doch Lethargie bestimmt den Alltag. Irgendwie tut es weh, dass die einstige Eleganz, Italianita und der Charme von Improvisateuren einer Perspektivenlosigkeit gewichen ist. Ok, jahrelange Misswirtschaft und viele starre sich selbsthemmende Systeme, tragen nicht viel zum Optimismus bei. Doch ohne innere Opposition bei den Menschen, die beginnen ihre eigene Umgebung mit Freude zu erneuern und nicht ständig auf den maroden Staat zu warten, geht weiterhin nichts. Ach, du depressives Italien, steh auf...
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