Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV ? ZUR MEDIENKONFERENZ DER SBB BETREFFEND PUENKTLICHKEIT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Eine Anzeigetafel im Hauptbahnhof zeigt die Verspaetungen am Dienstag, 7. Juni 2016, in Zuerich. Gegen 3 Uhr am fruehen Dienstagmorgen wurde in einem Kabelkanal der SBB an der Schaerenmoosstrasse in Zuerich Nord ein Feuer festgestellt. Dieses habe technische Anlagen der SBB beschaedigt. Folglich wurde die Bahnstrecke zwischen Oerlikon und Glattbrugg unterbrochen. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die SBB muss bald wegen Verspätungen ab eine Stunde Geld zurückerstatten. Nun prüft sie sogar Entschädigungen ab fünf Minuten. Bild: KEYSTONE

Ab 5 Minuten Verspätung gibt's Geld zurück – SBB testen neues System

Ab nächstem Jahr müssen die SBB Kunden für Verspätungen ab einer Stunde entschädigen. Davor testet die Bahn bei ausgewählten Kunden bereits Entschädigungen ab einer Unpünktlichkeit von fünf Minuten.



Die SBB haben per Mail 200 Testkunden ausgewählt. Wie Radio SRF am Freitag meldet, erhalten diese von Ende September bis Ende Oktober testhalber immer dann einen Viertel des Billettpreises zurück, wenn der Zug mehr als fünf Minuten Verspätung hat. Gar die Hälfte des Ticketpreises gibt es für die ausgewählten Testkunden ab einer zehnminütigen Verspätung.

Es gehe darum, «das System optimal zu testen», sagt Thomas Amman von der öV-Tarifvereinigung Alliance Swisspass gegenüber SRF. Diese ist für den Versuch der SBB verantwortlich. Auch Kunden mit einem Generalabonnement sollen entschädigt werden. Sie erhalten bei Verspätungen mindestens fünf Franken oder den Tageswert ihres Abos. Weil es bei den GAs ein gewisses Missbrauchspotenzial gebe, ist es laut Amman ein weiteres Ziel, «noch möglichst Potenzial zur Verbesserung zu eruieren.»

Alliance Swisspass geht laut SRF davon aus, dass die neue Fünf-Minuten-Entschädigungsregelung den öffentlichen Verkehr im nächsten Jahr einen einstelligen Millionenbetrag kosten wird. Die Vorlage des Bundesrates dagegen sieht lediglich vor, dass Passagiere ab einer Verspätung von über einer Stunde am Zielort ein Anrecht haben auf eine Entschädigung (ein Viertel des Billettpreises). Bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden soll die Hälfte des Billettpreises erstattet werden. Derzeit erhalten Reisende höchstens eine kleine Aufmerksamkeit. Einen «Sorry-Bon», Kaffeegutscheine oder Süssigkeiten. (cki/chmedia)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

33 Schweizer Bahnhöfe aus dem letzten Jahrhundert

Feuer im Ceneri: SBB geht Notfallszenarien durch

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
27
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andre Buchheim 11.09.2020 15:50
    Highlight Highlight Hauptsache, die Rückzahlung erfolgt relativ unbürokratisch. Und die DB sollte sich ein Beispiel daran nehmen. Wenn schon nach 5 Minuten Verspätung entschädigt wird, kann man in Deutschland durch Bahnfahren Millionär werden.
    🤣🤣🤣
    • arpa 11.09.2020 18:05
      Highlight Highlight Nein, so wirst du definitiv nicht Millionär.
  • fidget 11.09.2020 11:01
    Highlight Highlight Ab 5 Minuten Verspätung eine Entschädigung zu erhalten, finde ich eine arg krasse Grenze. 5 Minuten sind im Fernverkehr schnell mal drauf und dafür kann die SBB teils nicht mal viel dafür. Eine Entschädigung bei grosser Verspätung ist hingegen gerechtfertigt. Ob man da die Grenze allerdings erst bei einer Stunde ziehen soll? Wie oft kommt es vor, dass ein Zug über eine Stunde Verspätung hat, geschweige denn 2 Stunden? Zieht man die Grenze derart grosszügig, kommt man natürlich auch um Entschädigungszahlungen herum.
  • _andreas 11.09.2020 10:46
    Highlight Highlight Hehe soviele Verspätungen und Ausfälle wie ich auf meiner täglichen Strecke im 2019 hatte, müsste die SBB sicher bald mir Geld fürs Zufahren geben statt ich ihnen 😅
  • paper 11.09.2020 10:40
    Highlight Highlight Des weiteren belastet diese Regelung notorisch verspätete Züge zusätzlich. Sobald Kunden herausfinden, dass sie mit Zug X mitten in der Hauptverkehrszeit zwar zu spät, aber vor allem 25% GÜNSTIGER ankommen, nutzen mehr Menschen diesen Zug, was zu noch mehr Verspätungen führt.
  • paper 11.09.2020 10:37
    Highlight Highlight Das ist eine ganz dumme Idee. Den Kunden sind Verspätungen im einstelligen Minutenbereich egal, SOFERN die Anschlussverbindung erreicht wird. Mit der 5-Minuten-Entschädigung ist es für die Bahn aber günstiger, verspätete Züge zu isolieren und Anschlüsse nicht abzuwarten. Das Netz wird damit auf Papier pünktlicher, Kunden verpassen aber häufiger ihre Anschlüsse und verlieren jedes mal 15 - 60 Minuten.
  • P. Meier 11.09.2020 09:06
    Highlight Highlight Wem die Verursachung einer Verspätung nachgewiesen werden kann, dürfte dann massiv zur Kasse gebeten werden.
  • Turrdy 11.09.2020 08:55
    Highlight Highlight So wie ich das verstanden habe, gibts nur beim Test schon Geld ab 5 Minuten. Da Verspätungen mit mehr als 1 Stunde sehr selten sind, gäbe es so fast keine Testdaten. Also freut euch nicht zu früh! 😉
  • Chalbsbratwurst 11.09.2020 08:43
    Highlight Highlight Zitat aus dem Titel: "SBB testen neues Systen"
    Testen die wirklich Systen? Systen ist ein Östrogen-Präparat ;-)
    • Chalbsbratwurst 11.09.2020 09:51
      Highlight Highlight Danke Watson das ihr nun den Titel angepasst habt ;-)
  • Himan 11.09.2020 08:41
    Highlight Highlight Würde gerne denen die Unfälle und Staus verursachen auch Geld abverlangen. Noch besser der Swiss wenn ich zu spät in die Ferien kann oder dem Strassenverkehrsamt beim anstehen oder von Watson für die verspäteten berichte.
    Oder jeder like und jeder dislike von diesem Kommentar.

    Oder einfach so gebt mir Geld 😂
    • Beat_ 11.09.2020 14:42
      Highlight Highlight Geld kriegste nicht von mir, aber ein Blitz...
  • Olmabrotwurscht miss y'all 11.09.2020 08:40
    Highlight Highlight Also kaufe ich mir das GA fahre jeden Tag den IC5 wie von Nekomana vorgeschlagen und krieg jeden Tag 4000 CHF zurück.

    Jawohl Jackpot xD
  • du_bist_du 11.09.2020 08:39
    Highlight Highlight Ausgezeichnet, ich hoffe das zählt auch für Tarifverbundabonnemente. Weiss das jemand?
    Da könnte ich auf meiner Strecke jeden Tag ein bisschen amortisieren. Super danke.
  • landre 11.09.2020 08:33
    Highlight Highlight "Die SBB haben per Mail 200 Testkunden ausgewählt."

    Heiliger Bimbam jetzt muss alle empfangen Newsletter/ E-Mails durchchecken, denn diese lese ich fast nie...Wegen "SBB CFF FFS Ihr Online-Kauf bei der SBB" und so.

    Abgesehen davon, ist es jetzt gerade während der "Corona-Krise" in der alle und alles ohnehin schon nervös sind der ideale Zeitpunkt um solch ein Projekt zu testen?
  • Cpt. Jeppesen 11.09.2020 08:15
    Highlight Highlight Keine Ahnung was das bringen soll. Der Aufwand um die Rückforderung geltend zu machen fand ich meist relativ hoch und wie @Nekomana richtig festgestellt hat, gibt es Verbindungen, da sind 5 Minuten Verspätung keine Seltenheit.
    Ehrlich gesagt wäre es mir lieber die SBB würde wieder zu alter Qualität zurückfinden. Sie waren mal bekannt dafür, dass man die Uhr nach den Zügen stellen konnte. Das wünsche ich mir, und keine Trostpflästerchen.
    • PlayaGua 11.09.2020 09:38
      Highlight Highlight Natürlich ist der Aufwand für Rückforderung hoch, sonst würden sich zu viele darum bemühen.
    • fidget 11.09.2020 11:07
      Highlight Highlight Genau wegen des hohen Aufwandes verzichtete ich auch schon auf eine Rückerstattung, weil mein Zug ausfiel. Hab mir dann aber auch gedacht, dass dies wohl Teil des Systems ist, die Hürde relativ hoch anzusetzen, damit es zu möglichst wenigen Rückforderungen kommt.
    • PlayaGua 11.09.2020 11:11
      Highlight Highlight @fidget

      War ja dasselbe bei der GA-Hinterlegung. War immer nur telefonisch oder am Schalter möglich. Ausrede waren technische Gründe. Während dem Lockdown haben sie es dann auf einmal online geschafft.
  • eldorak 11.09.2020 08:14
    Highlight Highlight Wir wird das denn in folgendem Szenario gehalten:
    Der zug hat 4 Min verspätung, wodurch man den Anschlusszug nicht erwischt und 30 min warten muss.
    Gibts da auch eine entschädigung?
    • emcel 11.09.2020 08:42
      Highlight Highlight Warum gibts hier blitzer? Ich kenne das nur zu gut. Es gab Jahre, da war die (alte) S9 immer die, welche auf andere verspätete Züge warten musste. Da die Umsteigezeiten auch immer knapper werden, ist das schon ein Thema..
    • Maragia 11.09.2020 09:31
      Highlight Highlight Was ist an "5 Min Verspätung" nicht zu verstehen? Das Verpassen des Anschlusszuges ist keine Verspätung...
  • Tutu 11.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Sorry, aber findet das irgend jemand sinnvoll? Da wird über leere Kassen geklagt, und dann haut man einen einstelligen Millionenbetrag für so einen Blödsinn raus? Liebe SBB, gebt mir doch das Geld und ich schreibe euch eine Simulation, die euch wahrscheinliche Auszahlungen berechnet, basierend auf der mittleren Auslastung der Züge.... Damit könnt ihr dann immer herumspielen, auch wenn die Testphase endet....
    Und ausserdem, zB 1 Mio für 200 ausgewählte Kunden... Macht 5'000 CHF pro Kunde, kann doch eigentlich nicht sein?!
  • Nekomana 11.09.2020 07:26
    Highlight Highlight 5min verspätung? Da gibts Verbindungen, bei denen würde man also jeden Tag was zurückbekommen (IC5 als Beispiel). Und da wären sie auch besser daran aufzuzählen, wann der Zug nicht verkürzt ist. Aber zum Glück fahre ich S-Bahn. Hält zwar überall, aber man hat Platz und pünktlich ist die meist auch xD
    • Hoku 11.09.2020 08:31
      Highlight Highlight 5min sind es nur, damit das System getestet werden kann mit vielen Fällen.

      Ab 1 Stunde gemäss EU und CH Vorschriften dann in der Praxis.
    • Milhouse 11.09.2020 09:06
      Highlight Highlight Es geht hier um einen Test mit 200 Testpersonen. Um möglichst viele Fälle zu erreichen, wird ab fünf Minuten Verspätung etwas vergütet.

      Im echten Betrieb werden selbstverständlich nicht fünf Minuten vergütet, sondern Verspätungen von einer Stunde oder mehr.
    • Beat_ 11.09.2020 14:40
      Highlight Highlight Na ja, ich bin fast täglich im IC5. Damit wäre ich bis jetzt aber nicht reich geworden, da dieser Zug eigentlich immer ziemlich pünktlich ist.

      Du müsstest Deine Behauptung mit Fakten anreichern. Zum Beispiel wo denn der Zug regelmässig Verspätung hat. Ist ja doch ein langer Weg von Lausanne bis St. Gallen.

Corona-Verharmloser, das ist für euch: 13 eurer Behauptungen im Faktencheck

Am Samstag marschieren in Zürich die Corona-Rebellen auf. In der Hoffnung, einige von ihnen lesen watson, haben wir 13 falsche Aussagen rund um Covid-19 im Faktencheck demontiert.

Es ist eines der beliebtesten Argumente von Covid-19-Verharmlosern: Sie sagen, das Coronavirus sei nicht gefährlicher als eine Grippe und die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie deswegen übertrieben. Doch diese Aussage ist falsch. Gemeinsam haben Sars-CoV-2 und die saisonalen Grippeviren, dass sie beide Atemwegserkrankungen auslösen und schnell von Person zu Person übertragbar sind. Abgesehen davon sind sie sehr verschieden.

Ein wichtiger Unterschied ist die Inkubationszeit. Sie liegt bei der …

Artikel lesen
Link zum Artikel