Schweiz
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SBB verbessern Kundeninformation am Bahnhof



Im Bahnhof Luzern werden in den kommenden Nächten die Teile eines 99 Meter langen Bildschirms montiert.

Bild: KEYSTONE

Die SBB verbessern die Kundeninformation am Bahnhof: Bis Ende 2022 werden an 500 kleinen und mittelgrossen Bahnhöfen neue Bildschirme installiert. Auf den Displays werden alle reiserelevanten Bahninformationen zum Fahrplan und zu Störungen interaktiv sowie in Echtzeit dargestellt.

Die Kosten betragen insgesamt rund 50 Millionen Franken, wie die SBB am Mittwoch mitteilten. Sie beinhalten neben der Hardware-Beschaffung auch die Entwicklung der interaktiven Kosten sowie die Bau- und Montagekosten.

Die Bildschirme ersetzen künftig Kundeninformationen, die heute am Bahnhof in gedruckter Form vorhanden sind, etwa das gelbe Abfahrtsplakat, Bahnersatz- oder Liniennetzpläne.

Die Informationen an den neuen Bildschirmen sind interaktiv aufbereitet. Dank einer Touchscreen-Funktion können zusätzliche Detailinformationen, wie etwa die Wagenformation, aufgerufen werden. Die wichtigsten Kundeninformationen sollen ohne Berührung des Bildschirms zur Verfügung stehen. Für weiterführende Informationen braucht es eine Berührung des Bildschirms.

Drei Testbahnhöfe

Die ersten dieser interaktiven Bildschirme werden in diesen Tagen an den drei Testbahnhöfen Suhr AG, Effretikon ZH und Düdingen FR montiert, wie die SBB am Mittwoch mitteilten. Im Laufe des Jahres werde ein Pilotversuch an rund 50 weiteren Bahnhöfen in allen drei Sprachregionen durchgeführt.

Ab Anfang 2021 soll dann bis Ende 2022 nach und nach ein Grossteil der kleinen und mittelgrossen Bahnhöfe mit den interaktiven Bildschirmen ausgerüstet werden. Schweizweit sollen dann an rund 500 Bahnhöfen etwa 1000 Geräte informieren.

Laut den SBB sind an diesen Bahnhöfen die Möglichkeiten, die Kundinnen und Kunden in Echtzeit und sowohl akustisch als auch optisch mit bahnrelevanten Informationen zu versorgen, bisher eingeschränkter als an grösseren Bahnhöfen. Diese Funktionen sind insbesondere für Menschen mit einer Seh- oder Hörbehinderung relevant. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mandalayon 10.09.2020 10:06
    Highlight Highlight "die Entwicklung der interaktiven Kosten" - was bitte sind interaktive Kosten?

    Mal schauen, was diese Bildschirme dann bringen, aber meine erste Reaktion war: Diese 50 Millionen hätte man auch in eine angenehmere Stimme bei den neuen Durchsagen am Bahnhof investieren können. Ich habe sie diese Woche erstmals live ein paar Mal an verschiedenen Bahnhöfen gehört - ich finde die grässlich.
  • bebby 10.09.2020 09:44
    Highlight Highlight Also wie ein übergrosses Smartphone für 50 Mio?
    Mir wäre es lieber gewesen, sie hätten diese Summe in die Lokführer investiert, damit es sicher genügend davon hat.
    Und mehr investieren in die Zuverlässigkeit der Stellwerke.
    • globivogel 10.09.2020 10:58
      Highlight Highlight Ist ja nicht ein Bildschirm, sondern 1000 Stück an 500 Bahnhöfen. Macht 100'000 Fr. pro Bahnhof. Die Software wird, denke ich, ja auch komplett neu dafür entwickelt, da kommt man schnell auf solche Beträge.
    • bebby 10.09.2020 12:18
      Highlight Highlight Ja, schon klar, aber der Nutzen ist bescheiden, da jeder ein Smartphone hat. In Zeiten von Covid-19 ist touch eh ein no go.
  • majortom79 09.09.2020 21:45
    Highlight Highlight Das muss auch einmal gesagt werden: Danke, liebe SBB, für die tolle Arbeit! Auch wenn die Preise hierzulande doch recht saftig sind – die Infrastruktur is top, es ist immer alles sauber und funktioniert.

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