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Die SBB haben die «Stellwerkstörung» abgeschafft. Ja, richtig gehört – aber freu dich trotzdem nicht zu früh!



Still und für viele einigermassen heimlich haben die SBB die «Stellwerkstörung» abgeschafft. Ja, genau diese «Stellwerkstörung», die für regelmässige Verspätungen und fluchende Pendler verantwortlich ist. Also eigentlich für alles Elend in dieser Pendler-Welt.

Und damit soll jetzt Schluss sein? Irgendwie schon, ja. Aber so richtig dann doch wieder nicht. Denn die SBB streichen schlicht und einfach (und eigenmächtig) das Wort «Stellwerkstörung» aus dem Vokabular. «Weil beim Wort ‹Stellwerkstörung› vermutlich jedem die Nackenhaare sträuben», wie die SBB vor wenigen Tagen über Twitter erklärten.

Das Wort wurde mit dem Fahrplanwechsel gestrichen, schreibt die NZZ. Jetzt soll es irgendwie verdrängt werden, gestrichen aus den Köpfen aller Pendlerinnen und Pendler. Ein Neustart! Nie mehr «Stellwerkstörung»! Basta! Das Problem allerdings, soviel ist sicher, haben die SBB damit natürlich nicht aus der Welt geschafft. Es hat nur einen neuen Namen: «Technische Störung an der Bahnanlage». (meg)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Silas89 23.12.2015 06:26
    Highlight Highlight Ich dachte schon länger, dass Stellwerkstörung streng genommen nicht mal stimmt. Wenn ein Alarm signalisiert, dass ein Gleis nicht befahren werden darf, dann heisst das ja nicht, dass das Problem im Stellwerk liegt.

    Wenn es denn wirklich zu aufwändig ist, die exakte Ursache zu nennen, dann könnten sie auch einfach nur "wegen einer technischen Störung" sagen. "an der Bahnanlage" ist wohl irgendwie überflüssig. Dass die Störung die Bahnanlage betrifft erkennt man ja an der Auswirkung.
  • ovatta 23.12.2015 02:51
    Highlight Highlight Der Duden sollte auch anfangen unschöne Worte zu streichen ..
  • Howard271 22.12.2015 22:35
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, weshalb die SBB nicht einfach genau sagen, um was es sich handelt? Wie ja in einem Artikel hier einmal aufgezeigt wurde, kann der Begriff alles mögliche heissen. Ich bin mir sicher, wenn die Durchsage konkreter wäre, z.B. "die Schiene ist vereist", "ein Baum ist umgestürzt", "das Computerprogramm hat eine Störung", "die Schiene klemmt" oder was auch immer würde doch für viel mehr Verständnis sorgen, als ein plumpes "technische Störung".
    • Ninaaaaa 23.12.2015 09:32
      Highlight Highlight Bei Personenunfällen kann selten gesagt werden, wie lange die Sperrung der Strecke dauert... Dies hängt vom Zustand der Person (überlebt und schwerverletzt vs. verstorben und auf einer grossen Strecke "verteilt") und von der Strecke ab (ein- oder zweigleisig und dem Ort des Personenunfalls). Oft ist es im Voraus schwer zu sagen, wie lange es dauert (auch weil bei längeren Strecken z.B. ungenau ist, wo der Unfall stattfand.).
      Merci für dein Verständnis :)
  • freeman 22.12.2015 19:51
    Highlight Highlight http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/nachrichten/1528/

    Gemäss Bericht: Von Zürich bis Bern sind 200'000 Schaltungen zu passieren. Bei 500 Millionen Schaltungen pro Tag lediglich 20 Störungen.
    Also ich mag das jetzt nicht ausrechnen, aber die Fehlerquote ist seeeehr tief...
    • Marmot 22.12.2015 22:57
      Highlight Highlight Und jetzt?
    • freeman 23.12.2015 05:38
      Highlight Highlight Und jetzt hab ich das doch für dich ausgerechnet: Fehlerquote 0.000004%. Ich mache schon beim Schuhebinden mehr Fehler...😜
  • The fine Laird 22.12.2015 19:07
    Highlight Highlight Ist ihrgendwie wie mit Orange und Salt, nicht?
  • Patamat 22.12.2015 18:22
    Highlight Highlight Zürich HB, heute 18:15, S16 ca. 9 Min. später: "Grund dafür ist eine Stellwerkstörung" (!)
    • Namenloses Elend 22.12.2015 20:12
      Highlight Highlight Das war ein Fehler in der Matrix 😨
    • Baba 23.12.2015 03:14
      Highlight Highlight Da hat sich die erweiterte Sprachregelung noch nicht durchgesetzt 😂.

      Aber ich wage jetzt mal zu behaupten, dass "Technische Störung an der Bahnanlage" und die gute alte, knappe "Stellwerkstörung" beim durchschnittlichen Pendler analoge Reaktionen auslösen werden 😆 "Alter Wein in neuen Schläuchen".

      Dass hingegen der "Personenunfall" aus dem Vokabular gestrichen wurde (und nicht mit einem anderen, nebulösen Begriff ersetzt) finde ich sehr gut. Wenn das nur einen einzigen davor bewahrt, sich vor den Zug zu werfen ist das Ziel mehr als erreicht!

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