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Schweiz
SBB

ÖV: SBB finden bei jeder dritten Türe einen Mangel

Andreas Passannante, Instandhaltungstechniker SBB, praesentiert den Einklemmschutz anlaesslich eines Point de Presse zur Sicherheit von Zugtueren nach einem toedlichem Unfall eines Chef-Kundenbegleite ...
Bei 69 kontrollierten Türen funktionierte der Einklemmschutz nicht richtig. Bild: KEYSTONE

Nach tödlichem Unfall: SBB finden bei jeder dritten Türe einen Mangel

Die SBB haben die Sonderkontrollen aller Einheitswagen IV abgeschlossen. Bei 69 Türen hat der Einklemmschutz nicht richtig funktioniert. Es gibt weitere Mängel.
29.08.2019, 14:3129.08.2019, 17:11

Der Unfall schockierte die ÖV-Schweiz: Anfang August wurde in Baden AG ein Zugbegleiter von einer Türe eingeklemmt, mitgeschleift und tödlich verletzt.

Nach dem tragischen Unglück liess die SBB die Türen aller 458 Einheitswagen IV, eines Rückgrats der Fernverkehrs-Flotte, auf Mängel überprüfen. Nun ist das Ausmass der Tür-Misere bekannt:

  • Bei 458 kontrollierten Wagen und 1832 Türen wurden insgesamt 572 Mängel entdeckt.
  • 69 Mal wurde beim Einklemmschutz ein Mangel in der Funktionsweise erkannt, wovon 7 nicht funktioniert haben.
Die SBB untersuchen einen Vorfall am Bahnhof Morges VD, bei dem ein Zug zu spät anhielt und die Fahrgäste zwischen zwei Geleisen aussteigen mussten. (Symbolbild)
Die Einheitswagen IV sind ein Rückgrat der Fernverkehrs-Flotte.Bild: KEYSTONE

Sämtliche sicherheitsrelevanten Mängel seien umgehend behoben oder die Türen gesperrt worden. «Somit ist sichergestellt, dass keine Türen mit einem Mangel am Einklemmschutz eingesetzt werden», teilten die SBB am Donnerstagmittag mit.

Noch sind aber nicht wirklich alle Züge kontrolliert worden. 90 Steuerwagen des Typs IC-Bt4 und 232 EuroCity-Wagen verfügten über modernere, aber ähnliche Türsysteme. Deshalb würden die SBB bei diesen Wagentypen bis Ende Oktober 2019 ebenfalls Sonderkontrollen durchführen, teilen die Bundesbahnen weiter mit. Die restliche Flotte verfüge über modernere Türsysteme mit zusätzlichen Sicherheitselementen.

(amü)

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6 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Triple
29.08.2019 14:57registriert Juli 2015
Krass, als Eigentümer einer Immobilie muss ich mindestens 4 mal im Jahr den Aufzug inkl. Einklemmschutz der Türe kontrollieren lassen. Beim Bund herrschen wohl andere Standards...
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«Es braucht mehr Velos!» – «ÖV-Blockade!»: das grosse Streitgespräch zur Critical Mass
Tausende Velofahrer werden an der heutigen Critical Mass durch Zürich radeln. Das sorgt für Kritik. Auf der watson-Redaktion trafen sich FDP-Präsident Stadt Zürich Përparim Avdili und SP-Gemeinderat Reis Luzhnica zum Schlagabtausch – und schenkten sich nichts.

«Die Critical Mass blockiert den Verkehr nicht, sondern ist Teil des Verkehrs» heisst es auf einer Website der «Critical Mass» Zürich. Herr Avdili, warum stimmt das aus Ihrer Sicht und der Ihrer Partei nicht und warum soll für die «Critical Mass» in Zürich künftig eine Bewilligung eingeholt werden müssen?
Përparim Avdili:
Dass die «Critical Mass» einfach ein Teil des Verkehrs sei, dieses Märchen glaubt keiner mehr. Selbst der Stadtrat kommt zum Schluss, dass es ein organisierter Umzug und somit eine Demonstration ist. Es ist offensichtlich, dass hinter diesem Umzug eine Organisation steckt: Es gibt eine Homepage, es werden immer Treffpunkt und fixe Zeiten festgelegt. Darüber hinaus wird auch ein Dialogteam zur Verfügung gestellt: Es gibt Gespräche zwischen Polizei, den Zürcher Verkehrsbetrieben und den Mitgliedern dieser Organisation, um miteinander festzulegen, welche Spielregeln eingehalten werden müssen.

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