Schweiz
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«Ich bin die heutige Anna Göldi» – Scharfe Kritik an Entlassung einer ETH-Professorin



Blick auf das Hauptgebaeude der ETH (Eidgenoessische Technische Hochschule) an der Raemistrasse in Zuerich, aufgenommen am 28. April 2004. (KEYSTONE/Gaetan Bally) === ,  === : DIA, Mittelformat]

Blick auf das Hauptgebäude der ETH Zürich. Bild: KEYSTONE

Nachdem in der vergangenen Woche bekannt geworden war, dass die ETH-Zürich eine Professorin entlassen will, weil sie sich gegenüber Doktorierenden unkorrekt verhalten hat, äussert eine Physikprofessorin harsche Kritik an diesem Entscheid. Auch die Betroffene selbst nimmt in einem Interview Stellung.

Von Führungsmängeln an der Hochschule, Sexismus und Korruption spricht ETH-Physikprofessorin Ursula Keller in einem Interview mit dem Onlinemagazin «Republik». Es habe zu viele Ungereimtheiten gegeben, als dass man ihre Kollegin mit gutem Gewissen entlassen könnte.

Im Schweizerischen Rechtsstaat hätten Beschuldigte als unschuldig zu gelten, solange ihnen keine Verfehlung zweifelsfrei nachgewiesen sei. Die gegen Marcella Carollo erhobenen Vorwürfe seien nie mit der gebotenen Sorgfalt überprüft worden. Deshalb könne niemand sagen, ob die Professorin oder die Doktoranden die Wahrheit sagten.

«Ich bin die heutige Anna Göldi»

Auch Carollo selbst betonte in einem Interview mit der «Weltwoche», die ETH habe nie gesagt, welches unangemessene Benehmen sie ihr vorwerfe. Den in den Medien erhobenen Vorwurf des Mobbings weist sie zurück. Sie sei nie beleidigend gewesen. Sie habe nur sichergestellt, dass die Doktoranden ihr maximales Potenzial erreichten.

«Ich bat meine Studenten, eine Stunde täglich zu lesen, benutzte aber niemals eine unangemessene Sprache und sprach schon gar nicht von irgendwelchen Gehirngrössen. Die Kampagne gegen mich, das ist Mobbing», sagte sie im Interview.

Sie sei mit den Vorwürfen nie richtig konfrontiert worden. Alles sei geheim gehalten worden. «Lasst uns ein faires Verfahren führen, bitte. Das ist der Grund, warum ich meine Situation mit der letzten Hexe vergleiche: Ich bin die heutige Anna Göldi,» sagte Carollo.

«Als Frau im Haifischbecken»

Mit einem männlichen Professor wäre man anders umgesprungen, wie Keller sagt. Man hätte aufgrund schwammiger Vorwürfe einen Professor nicht sofort belastet. Wahrscheinlich hätte man einen männlichen Kollegen im Physikdepartement sogar reingewaschen, wenn er nachweisbar schuldig gewesen wäre, vermutet Keller. Als Frau sei man im Physikdepartement in einem Haifischbecken.

Der Hochschule wirft sie gravierende Führungsmängel vor und fordert eine klare Trennung von Kompetenzen. Die ETH werde von inoffiziellen Koalitionen gelenkt, die sämtliche Macht auf sich vereinigten.

«Im Grunde spreche ich von Korruption», sagte Keller. Wenn der ETH-Rat der beantragten Entlassung zustimme, fordere sie eine parlamentarische Untersuchung.

Aus juristischer Sicht nicht gerechtfertigt

Die Schulleitung hat beim ETH-Rat die Entlassung der Professorin am ehemaligen Institut für Astronomie beantragt. Nach Vorwürfen über ungenügendes Führungsverhalten hatte eine Administrativuntersuchung die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses empfohlen.

Die Kündigung eines Professors oder einer Professorin ist jedoch nicht einfach. Die Professorenverordnung sieht vor, dass zunächst eine Kommission die Angemessenheit der Kündigung prüft. Den Entscheid, ob beim ETH-Rat ein Antrag auf Entlassung eingereicht wird, trifft dann der ETH-Präsident gemeinsam mit der Schulleitung.

Die Kommission befand, dass eine Entlassung aus juristischer Sicht eher nicht gerechtfertigt sei. Die Professorin sei erst spät verwarnt worden und habe daher keine Möglichkeit gehabt, ihr Verhalten anzupassen.

Trotzdem plant die ETH die Entlassung. Die Professorin zeige keine Einsicht, dass sie sich unkorrekt verhalten habe. Weil die Schulleitung also keine Aussicht auf Besserung erkenne, sehe sie die Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gegeben, gab die Hochschule in der vergangenen Woche bekannt. (sda)

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 23.03.2019 10:48
    Highlight Highlight Meist ist es so, dass (Schul)- Leitungen kaum fähig sind zwischenmenschliche Probleme unter Angestellten in einer Abteilung zu lösen. Es fehlt die Fähigkeit im Gespräch aufeinander zu zugehen und die Probleme erst zu analysieren und dann zu lösen. Leute sitzen in der Schulleitung der ETH, weil sie fachlich durchaus Kompetenzen besitzen, nur leider von Gruppendynamik und individuellen Persönlichkeitsstrukturen nicht viel verstehen. Und meist auch keine Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen.
  • Zimbo 22.03.2019 22:01
    Highlight Highlight Letztlich steht Aussage gegen Aussage, ein Satz, der mich aber hellhörig werden liess: "Sie habe nur sichergestellt, dass die Doktoranden ihr maximales Potenzial erreichten." !! Das klingt für mich irgendwie bedrohlich oder interpretiere ich da zu viel rein? Das klingt für mich nach deutlich härterem Druck, als dass die Doktorierenden einfach eine Stunde pro Tag lesen mussten...
  • efrain 22.03.2019 21:01
    Highlight Highlight Das Problem ist nicht, dass Prof Carollo zu unrecht entlassen wird - das Problem ist, dass viele andere mit ähnlichen Fehlleistungen davonkommen. Sie, wie auch Keller, haben es verpasst, sich im Haifischbecken durch Machtspiele und Koalitionen Rückendeckung zu verschaffen und werden daher besonders hart angegangen. Und ja, dies sind durchaus unhaltbare Zustände.
    • Clank 23.03.2019 11:52
      Highlight Highlight Eher das Gegenteil: Marcolo bekam so schnell und leicht ihr eigenes Institut an der ETH dank dem Status ihres Ehremannes. Die Klagen der Studenten sind nicht neu, doch jahrelang wurde sie von der ETH gedeckt, bis es schliesslich zu den Medien (NZZ) gelangte.
  • who cares? 22.03.2019 20:03
    Highlight Highlight Ich frage mich doch ab der Kommentarspalte. Sonst heisst es doch immer unschuldig bis zu einer rechtlichen Verurteilung? Oder gilt das nur für sexuelle Belästiger, aber nicht für herrische Professorinnen?
    • Mathis 23.03.2019 07:26
      Highlight Highlight Die Unschuldsvermutung gilt vor Gericht; hier geht es um ein Arbeitsverhältnis. Das ist auch ohne Begründung kündbar.
    • who cares? 23.03.2019 10:08
      Highlight Highlight Ganz meine Meinung, aber so wird bei den #metoo Fällen aber selten argumentiert. Siehe Kevin Spacey.
  • Kunibert der fiese 22.03.2019 19:56
    Highlight Highlight An alle die hier urteilen, lest den artikel der republik. Da waren einige sachen nicht sauber bei dieser "affäre".
    • dokugamer 23.03.2019 10:06
      Highlight Highlight Genau! Der Republik Beitrag (3 Teile + Interview) ist zwar ein halbes Buch ;) aber sehr lesenswert und eine wahre journalistische Meisterleistung.
  • Alju 22.03.2019 19:21
    Highlight Highlight War sowohl an der Uni Zürich als auch an der ETH tätig.

    An der ETH geht es deutlich dreckiger zu und her. Wichtigstes Ziel: der eigene Ruf. Opportunismus ist sehr verbreitet.
    Die ETH-Führung scheint daher Probleme lieber unter dem Teppich zu kehren als sie zu lösen
    • N. Y. P. 23.03.2019 12:21
      Highlight Highlight Der eigene Ruf ?

      In 300 Jahren interessiert sich kein Schwein mehr (im Weltall), für diese bemitleidenswerten Professoren/innen. Dann sind diese Damen und Herren noch eine Zeile in irgendeinem Statistikbuch der ETH.
  • Robi14 22.03.2019 19:11
    Highlight Highlight habe kurz gelacht als ich Weltwoche las...
  • selfrabia 22.03.2019 18:41
    Highlight Highlight Republik lesen, mehr wissen...
  • Der Rückbauer 22.03.2019 17:05
    Highlight Highlight Ich komme auch. Bis am 5.4.2019, nach dem Böög, wenn die Glut eine angenehme Temperatur zum Braten und dann Garen erreicht hat. An Stelle des Cervelats.
  • Graviton 22.03.2019 16:38
    Highlight Highlight Natürlich denken beide Seiten, sie seien im Recht. Das Problem ist nicht die individuelle Professorin oder ihre Doktoranden - das Problem sind die Universitäten und die Forschungslandschaft. Mit den Zuständen, die dort herrschen, macht man am besten einen sehr sehr grossen Bogen um alles, was mit Forschung zu tun hat. Leider.
  • Bynaus 22.03.2019 16:23
    Highlight Highlight Ich habe von zwei verschiedenen Personen zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten (Jahre dazwischen) und auch lange bevor die Story publik wurde genau dieselben Vorwürfe gehört... insofern kommt die Professorin bei mir gerade sehr Mimimimi rüber... trotzdem ist es unglaublich, dass die ETH sogar dieses Verfahren verbockt.
  • Albert J. Katzenellenbogen 22.03.2019 16:04
    Highlight Highlight Dafür gibt es doch Gerichte? Alles wird heute in den Medien breit getreten. Obwohl dies bei einer späteren gerichtlichen Entscheidungsfindung ein Nachteil bringen könnte.
    • rundumeli 22.03.2019 20:26
      Highlight Highlight man nennt das vierte gewalt ! ohne sie wär vielleicht jetzt ein nixon jr. am drücker ;-)
  • Angelo C. 22.03.2019 15:57
    Highlight Highlight Da sich die Reklamationen und Mobbingvorwürfe gegen diese Professorin seit längeren Monaten von unterschiedlicher Seite immer mal wiederholten, muss da schon etliches Fleisch am Knochen sein.

    Dass ihr nun eine andere Professorenkollegin dienstbeflissen zuhilfe eilt und ihre Position verteidigt, ist schier systemimmanent und sagt m.E. rein gar nichts aus.

    Dann noch der bekannte Sexismusspruch, dämlich bis zum Abwinken 🥴 !
    • fireboltfrog 22.03.2019 18:13
      Highlight Highlight Es haben sich nur auf einmal 12 Doktoranden gemeldet, die meisten haben nicht bzw. nich sehr Erfolgreich bei der Professorin abgeschlossen
  • regen 22.03.2019 15:45
    Highlight Highlight Die führungsstrukturen der universitäten funktionieren leider immer noch nach den grundsätzen und den regeln mittelalterlicher zünfte. Die bolognareform hat dort nichts verändert, sie ist eigentlich nur alter wein in neuen schläuchen.
  • Beat_ 22.03.2019 15:24
    Highlight Highlight Ich kenne die detaillierte Geschichte nicht und weiss schon gar nicht, wer was wann wie dazu beigetragen hat. Was mir auffällt ist "...Interview mit der "Weltwoche" " ...
    Hilft in meinen augen jetzt auch nicht, um glaubwürdiger zu sein als andere.
    • undduso 22.03.2019 16:51
      Highlight Highlight Als alle Medien auf en "Mobbingzug" aufgesprungen sind, hat sie eine eigene Darstellung veröffentlicht und den Medien zukommen lassen. Dieses wurde jedoch kaum beachtet.
      Jetzt hat die Republik den Fall aufgearbeitet und sie wollte das wohl breiter streuen. Sehe in einem Interview in der Weltwoche kein wirkliches Problem. Schlimmer sind die reisserischen Artikel in dem Blatt.
  • fireboltfrog 22.03.2019 15:11
    Highlight Highlight Der gut recherchierte Artikel in der Republik zeigt diverse Fehler der ETH auf, während man der angeprannergte Professorin keine nachweisen kann. Mitschuld Tragen aber auch die Medien, welche ungeprüfte Behauptungen verbreiten... Wenn man Titel wie „Dozentin mobbt Doktoranten“ liest, findet das Volt, die müsse man rauswerfen (vorallem wenn dann noch die rede von gezieltem mobbing gegen Frauen steht). Recherchiert besser oder schreibt die wahrheit!
    • Binnennomade 22.03.2019 16:58
      Highlight Highlight Naja, der ursprüngliche Artikel in der NZZaS enthielt Schilderungen von verschiedenen aktuellen und ehemaligen Doktorierenden, die unabhängig voneinander sehr ähnliche (happige) Vorwürfe äusserten.
      Nur weil die ETH-Führung geschlampt hat, spricht das die Professorin noch lange nicht frei.
    • Citation Needed 22.03.2019 18:06
      Highlight Highlight Die Vorwürfe waren nicht wirklich unabhängig voneinander (waren eingeholt worden) und betreffen die Persönlichkeit (Härte, hohe Anforderungen). Fehlverhalten im Sinne von Reglementsverstössen sind mir nicht bekannt. Die Frage ist, sind es Kündigungsgründe oder hat man sie vorschnell abzuschiessen versucht?
    • efrain 22.03.2019 21:04
      Highlight Highlight Naja, ein Professor mit null Sozialkompetenz sollte meines Erachtens nicht Professor sein. Professor ist auch eine Führungsrolle. Wenn jemand als Forscher grossartige Arbeit leistet, qualifiziert ihn das nicht automatisch als Führungskraft. Das ist letztendlich das Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 8004 Zürich 22.03.2019 15:05
    Highlight Highlight “Ich bin die heutige Anna Göldi“. Ok. Kommt mir so vor, als spräche nicht gerade die Verhältnismässigkeit aus ihr.
    • Neruda 22.03.2019 16:26
      Highlight Highlight Hole schon mal das Richtschwert...
    • Firefly 22.03.2019 17:28
      Highlight Highlight Gute Antwort, dachte ich auch
    • Citation Needed 22.03.2019 19:53
      Highlight Highlight Ich hätte diesen Vergleich auch nicht gemacht. Jedoch redet Spiess-Hegglin in ihrem Fall auch von medialer Hexenjagd. Man bedenke: ausgehend von einer juristisch nie geklärten Anschuldigung und Testimonials, die man nachher gezielt eingeholt hatte, ohne der Beschuldigten je etwas offenzulegen, wurde die Professorin von der NZZ der Öffentlichkeit preisgegeben. Sie konnte nie ihre Sicht der Dinge zu präsentieren. Das Institut für Astrophysik, in jahrelanger mit ihrem Mann aufgebaut, wurde wegen dieser Affäre aufgelöst. Man fragt sich also schon, wo denn hier die Unschuldsvermutung abblieb.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knety 22.03.2019 14:56
    Highlight Highlight Ohne die genauen Details dieser Geschichte zu kennen, der Vergleich mit Anna Göldi ist doch sehr vermessen.
    • Firefly 22.03.2019 18:47
      Highlight Highlight Vor allem sind die Machtverhätnisse völlig anders, Anna Göldi war eine Magd keine Professorin
  • DerMeiner 22.03.2019 14:39
    Highlight Highlight Was tut die moderne Frau um ihre Fehler zu rechtfertigen? Den Mann beschuldigen.

    • Enzasa 22.03.2019 17:01
      Highlight Highlight Was tut der moderne Mann um seine Fehler zu rechtfertigen?
      Die Frau beschuldigen
    • Citation Needed 22.03.2019 18:13
      Highlight Highlight Der Meiner: warum so allgemein? Bei Weinstein fanden noch viele, die öffentlichen Aussagen der Opfer (die sich damit exponierten) reichten nicht, es brauche Gerichtsurteile. Hier gibt es eine astreine Personalakte, eine (öffentlich) anonyme Anschuldigung und zusätzliche Testimonials, alle anonym. Zudem: der Inhalt der Anschuldigungen wurde ihr nie zur Einsicht vorgelegt. Schon eine sehr windige Sache.
  • ingmarbergman 22.03.2019 14:16
    Highlight Highlight Diesen Fall kenne ich nicht, da kann ich nur auf die Infos aus den Medien zurückgreifen.
    Aber allgemein sind die Machtzustände an deutschsprachigen Unis unhaltbar. Professoren verhalten sich wie Könige weil sie wissen, dass der Nachwuchs von ihrem Gusto abhängig ist.
    Das ganze System muss geändert werden. Akademische Karrieren müssen planbarer werden. Professuren dürfen nicht mehr der einzige Karriereweg sein. Und lebenslange Anstellungsgarantien gehören abgeschafft.
    Rein statistisch gesehen müssten die anzahl Kündigungen im ähnlichen Bereich sein wie in der Wirtschaft auch.
    • tzhkuda7 22.03.2019 16:01
      Highlight Highlight Gebe dir Recht

      Allerdings, so habe ich mir sagen lassen an ist je nach Fakultät die Professorauswahl zur Einstellung äusserst beschränkt was nicht viele Wahlmöglichkeiten bietet da schlicht zuwenige Professoren vorhanden sind. IUS, Wirtschaft und Politologie haben beispielsweise schon fast das Paradies weil jeder Prof austauschbar ist. Geh zur Mathematik oder Physik, da kannst dus um 180° drehen da ist der Unterricht auf Deutsch noch ein Goodie weil man deutschsprechende gar nicht findet...
    • Im Diskurs Versunken 22.03.2019 17:00
      Highlight Highlight Stichwort Anstellungsgarantien: Professoren werden lebenslang Eingestellt, der Mittelbau (zumindest an der ETH) erhalten Jahresverträge. Grüezi Machtgefälle
  • bisch debii 22.03.2019 14:15
    Highlight Highlight Wie Frau Keller in dem lesenswerten Interview sagt „Wenn genügend Personen einen Vorwurf wiederholen, wird er zur Wahrheit erkoren – Fakten spielen keine Rolle mehr.“
    System ETH: zurück im 18 Jh.
    Und gleichzeitig zu Zeiten von Trump auch sehr modern. 🧐
    • Citation Needed 22.03.2019 14:37
      Highlight Highlight Wirklich lesenswert! Und damit jemand, der wie sie recht unter Beschuss steht, sich öffentlich so dezidiert äussert, muss es an der ETH gehörig brodeln.
    • Neruda 22.03.2019 16:29
      Highlight Highlight Irgendeinen Grund warum mehrere Leute die gleichen Vorwürfe erheben gibt es wohl schon. Und oft sind Leute in solchen Machtpositionen schon nicht ganz sauber, daher tendiere ich eher den Vorwürfen zu glauben, aber wäre schon schön, würde da noch mehr Details folgen.
    • Binnennomade 22.03.2019 17:01
      Highlight Highlight Wenn genügend Personen unabhängig voneinander einen Vorwurf äussern und die beschuldigte Person diesen abstreitet, glaubt man halt eher den mehreren Personen. Ich hab das Interview in der Republik noch nicht gelesen, fand aber den ursprünglichen Artikel in der NZZaS sehr schlüssig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 22.03.2019 14:00
    Highlight Highlight Genau Sexismus. Weil es ja ein bekanntes gesellschaftliches Problem ist das Männer bei herablassendem Verhalten besonders geschützt werden. Ironie Off
    • Citation Needed 22.03.2019 14:18
      Highlight Highlight Man sollte die Artikelserie in der Republik lesen. Und die Verlautbarungen von Ursula Keller. Es geht auch nicht um gesellschaftliche Probleme, sondern um ein strukturelles Problem, das an der ETH in relativ ausgeprägter Form besteht. Ich kenne die Zustände selbst nicht, die Art und Weise aber, wie dieser Fall vonstatten ging ist, mit Verlaub, höchst unsauber. Dieser Fall verdient es schon, dass man ihn detailliert anschaut. Besonders weil, wie Keller sagt, diese Probleme ungelöst den Abstieg der ETH in die Bedeutungslosigkeit beginnen könnten.
    • SD1980 22.03.2019 15:44
      Highlight Highlight Vielleicht nicht in jedem Fall, aber such mal nach diesem Artikel auf watson:

      Kadermann des Bundes belästigt Mitarbeiterin sexuell. Dann muss sie gehen. Und er bleibt.

      Mir standen die Haare zu Berge
    • Citation Needed 22.03.2019 17:57
      Highlight Highlight SD: sie hat eine einwandfreie Personalakte. Sie selbst spricht von einer rachsüchtigen Doktorandin (der sie Abbruch des Doktorats nahegelegt hatte). Überprüft wurden die Anschuldigungen nie, Einsicht in die Vorwürfe gab es nie. Auch wenn Carollo hart oder schwierig im Umgang war: das sind viele, und gegen viele liefen/laufen auch Beschwerden, dennoch gab es meines Wissens bislang keinen Fall einer Entlassung ohne Akteneinsicht oder juristische Abklärungen. Oder doch?
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Albert Röstis Rücktritt nicht so freiwillig und unbeliebtes Zürich – die Sonntagspresse

Der Zürcher Alt-Nationalrat Toni Bortoluzzi war der Erste, der offen Kritik an der SVP-Parteileitung unter Albert Rösti übte. In der Partei habe sich «Berner Behäbigkeit» breitgemacht, sagte Toni Bortoluzzi kurz nach dem Wahltag vom 20. Oktober. Es frage sich, «ob es noch einen Präsidenten verträgt, der so viele Wähleranteile verloren hat». 3,8 Prozent betrug dieser Verlust, zwölf Sitze im Nationalrat. Letzte Woche nun hat Rösti angekündigt, er werde im März nicht mehr für das …

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