Schweiz
Schule - Bildung

Kanton Zürich: Lehrpersonenmangel ist weniger akut

Lehrerin Simona Fischer schreibt am Montag - am ersten Schultag w
Im Vergleich zum Vorjahr ist im Kanton Zürich die Zahl der offenen Stellen für Lehrerinnen und Lehrer in der Volksschule gesunken.Bild: KEYSTONE

Lehrpersonenmangel im Kanton Zürich ist doch weniger akut

18.03.2025, 13:5918.03.2025, 13:59

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Kanton Zürich die Zahl der offenen Stellen für Lehrerinnen und Lehrer in der Volksschule gesunken. Die Lage bleibt jedoch laut der Bildungsdirektion angespannt. Deshalb dürfen die Gemeinden im kommenden Schuljahr erneut Lehrpersonen ohne Zulassung anstellen.

Konkret meldeten die Gemeinden aktuell rund 20 Prozent weniger offene Stellen als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr, teilte die Bildungsdirektion des Kantons Zürich am Dienstag mit. Gleichzeitig würden die Schülerzahlen gemäss Prognosen weniger stark wachsen als in den Vorjahren – im Kindergarten seien sie sogar leicht rückläufig.

Trotzdem seien die Schulen teilweise noch darauf angewiesen, einzelne Stellen mit Personen ohne Zulassung als Lehrperson besetzen zu können, hält die Bildungsdirektion fest.

Daher erklärt sie für das kommende Schuljahr nochmals einen Lehrpersonenmangel auf allen Stufen der Volksschule und die Gemeinden können erneut für ein Jahr Lehrpersonen ohne Zulassung anstellen. Für das darauffolgende Schuljahr geht die Bildungsdirektion jedoch davon aus, dass der Mangel nur noch den Bereich der Schulischen Heilpädagogik betreffen wird.

Besorgter ZLV

Der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) zeigte sich in einer Medienmitteilung besorgt über die grosse Anzahl fehlender Lehrpersonen. Zurzeit seien rund 620 Stellen offen, davon gegen 300 Stellen als Klassenlehrperson, schreibt er.

Der ZLV erwartet, dass die Zahl der offenen Stellen in den nächsten Wochen noch weiter steigen wird, zumal der offizielle Kündigungstermin noch ausstehe. Der Verband fordert «langfristig ausgelegte Massnahmen» gegen den Lehrpersonenmangel. «Eine leichte Entspannung bringt nichts», schreibt der ZLV. Lehrpersonen müssten entlastet und der Beruf wieder attraktiv gemacht werden. (sda/les)

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