Schweiz
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[gestellte Aufnahme] THEMA SCHWEIZ UND EUROPA..Fahnenschwinger mit Schweizer- und Europa-Fahnen, aufgenommen auf dem Maennlichen bei Grindelwald (BE), August 1999. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Freihandel statt Verträge

Die AUNS will die Bilateralen per Initiative beerdigen

Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz will die bilateralen Verträge mit der EU kippen und stattdessen ein Freihandelsabkommen anstreben.  



Othmar von Matt, Schweiz am Sonntag

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In der Europa-Debatte geht es Schlag auf Schlag. Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) will die bilateralen Verträge mit der EU kippen. Die Auns geht in die Offensive, weil die Gegner der Masseneinwanderungs-Initiative damit liebäugeln, die Bilateralen in der Verfassung zu verankern. Schon an der Mitgliederversammlung vom 26. April sollen die Auns-Mitglieder den Vorstand damit beauftragen, «gegen die Bilateralen I und II vorzugehen und ein Freihandelsabkommen mit der EU anzuvisieren», sagt Präsident Pirmin Schwander. «Das werden wir mit einer Initiative tun.»  

Es gehe darum, das Verhältnis zur EU auf Stufe Bundesverfassung zu definieren. Schwander: «Es würde dann in der Verfassung heissen: Das Verhältnis zur EU oder zu anderen Organisationen darf nur über ein Freihandelsabkommen definiert werden.» Das Verhältnis solle wirtschaftlich ausgerichtet sein.  

Mit ihrer Initiative will die Auns verhindern, dass die Bilateralen in die Verfassung kommen und damit «zementiert» werden

Die Schweiz hat seit dem 3. Dezember 1972 ein Freihandelsabkommen mit der EU. Es schafft eine Freihandelszone für industrielle Erzeugnisse. «Wir müssten es erweitern oder revidieren», sagt Schwander. «Dieses Abkommen betrifft vorwiegend Handelshemmnisse auf Produkten. Dienstleistungen und Investitionen sind aber nicht enthalten.» Ein erweitertes Abkommen solle drei Dinge enthalten: «Warenverkehr, Dienstleistungen und Investitionen.» Wegen der Rechtssicherheit brauche es einen Investitionsschutz, sagt Schwander. «Und bei der Dienstleistung geht es um den vollen Marktzutritt. Natürlich geben wir Gegenrecht.»  

Mit ihrer Initiative will die Auns verhindern, dass die Bilateralen in die Verfassung kommen und damit «zementiert» werden, sagt Schwander.  

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wolfsblut_2 23.03.2014 18:36
    Highlight Highlight Bilaterale Verträge, Freihandelsabkommen, in die EU rein oder doch Nein? Mich macht dieser ideologisch geführte Stellungskrieg, in dem mit den immer gleichen Parolen aus den jeweiligen Gräben geschossen wird, misstrauisch, ratlos und wütend.
  • Dietmar Jobst 23.03.2014 15:19
    Highlight Highlight AUNS ist Quatsch hoch 3, Bilateral, MEI, AUNS, Bayern, Luxenburg, Österreich, Bayern, Polen, Estland, Venetien, Slovenien, + , zogen und ziehen an der Schweiz vorbei. Es gibt ein völliges Missverständnis von Zukunft durch nationalrevisionistischem Nationalismus. Gottsei Dank werden die 49.9% MEI Neinsager jeden Tag mehr und der Quatsch hört irgendwann auf.
  • Kabru 23.03.2014 15:17
    Highlight Highlight Auns hat den Bezug zur Realität verloren.
  • papparazzi 23.03.2014 12:27
    Highlight Highlight Auns ist die richtige und selbstbewusste Antwort. Schliesslich haben damals am Morgarten die Schweizer auch nicht den Rudolf bewirtet und eingeladen um ihm zu hofieren oder Pachtverträge für das anektierte Gebiet abzuschliessen. Die Geschichte lehrt uns, das Selbstbewusstsein und das Nutzen eigener Ressourcen (Steine und Baumstämme / Bildung und Schweizer Qualität,Forschung) und Vorteile (Abhänge / Griechenland und Euroskandal) sehr wohl etwas bewirken können. Nämlich Respekt und Akzeptanz in Bezug auf die Selbstbestimmung des Schweizer Volks und deren Kampfwille und Leistung weltweit (Swatch, Switcher, Victorinox, Nestle,u.v.a.). ut (dp)
    • Raphael Bühlmann 23.03.2014 13:07
      Highlight Highlight Was Nestlé weltweit so leistet, soll uns Respekt und Anerkennung bringen?! Dieser Konzern ist eine Schande für die Schweiz, ich möchte hier zum Boykott aufrufen. Bewusster Konsum ist das Gebot der Stunde.
    • Romeo 04.05.2014 14:09
      Highlight Highlight Ähm. In welcher Zeit leben Sie ? Die Welt hat sich seit Morgarten entwickelt. Freiheit und Frieden in Ehren und miteinander.
  • Benja 23.03.2014 12:10
    Highlight Highlight Für wen die Welt nur aus materiellen Gütern besteht, dem reichen auch die Handelsverträge.
  • CG aus G :-) 23.03.2014 10:48
    Highlight Highlight Gute Idee, bin dafür.
  • Dietmar Jobst 23.03.2014 10:46
    Highlight Highlight so ein Blödsinn, das "Kevin allein zu Haus" Ideal geht in eine nächste Runde. Schweizer Hollywood Träume gehen nicht in Erfüllung
    • CG aus G :-) 23.03.2014 10:49
      Highlight Highlight Na dann wart mal ab. Geduld und Beharrlichkeit hat schon so manche Festung ins Wanken gebracht.
  • whu 23.03.2014 07:57
    Highlight Highlight Wir machen ein Freihandelsabkommen mit uns selbst oder mit wem? AUNS muss die Abkommen vor der Abstimmung klar definieren und unterschrieben haben. Sonst stehen wir nochmals ganz dumm da.

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