Schweiz
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Fast 100 Franken monatlich billigere KK-Prämien für Jugendliche bis 25 Jahre



Kinder und junge Erwachsene sollen weniger Krankenkassenprämien zahlen. Der Nationalrat hat am Mittwoch konkrete Massnahmen beschlossen, um die Prämienlast der Familien zu senken.

Die 19- bis 25-Jährigen sollen via Risikoausgleich entlastet werden. Heute wird nur rund ein Drittel der Prämien dieser Altersgruppe für medizinische Leistungen aufgewendet, den Rest zahlen die Krankenkassen in den Risikoausgleich ein.

Diese Einzahlungen sollen um 50 Prozent reduziert werden. Das erlaubt den Krankenkassen, Prämienrabatte von schätzungsweise 92 Franken pro Monat zu gewähren, wie Kommissionssprecherin Ruth Humbel (CVP/AG) sagte. Auf der anderen Seite würden die Prämien Erwachsener um rund 10 Franken steigen.

Tiefere Kinderprämien

Dank der Entlastung sind aber weniger junge Erwachsene auf Prämienverbilligungen angewiesen. Dadurch sparen die Kantone laut Humbel schätzungsweise 70 bis 75 Millionen Franken. Dieses Geld sollen sie für die Subventionierung der Kinderprämien von Familien mit tiefen und mittleren Einkommen einsetzen: Der Nationalrat verpflichtete die Kantone, Kinderprämien um mindestens 80 Prozent zu verbilligen. Heute sind es 50 Prozent.

Die Mehrheit von SVP und FDP wollte beim geltenden Recht bleiben. «Es ist an den Kantonen, zu entscheiden, ob sie mit den Einsparungen Prämienverbilligungen finanzieren wollen oder nicht», sagte Bruno Pezzatti (FDP/ZG). Das Föderalismus-Argument sei bloss eine Verschleierung der Tatsache, dass man nichts für die Familien machen wolle, kritisierte Barbara Gysi (SP/SG).

Gesundheitsminister Alain Berset unterstützte das Anliegen. Auch der Bundesrat wolle, dass sich für die Familien etwas verändere, sagte er. Mit 96 zu 91 Stimmen bei 4 Enthaltungen setzten sich die höheren Prämienverbilligungen für Kinder nur knapp durch.

SVP will Familien nicht entlasten

Die SVP hatte ohnehin keinen Handlungsbedarf gesehen und beantragte, nicht auf die Gesetzesänderung einzutreten. «Wir wollen keine zusätzliche Entlastung von Kindern und jungen Erwachsenen», erklärte Toni Brunner (SG). Sonst würden die Erwachsenen noch stärker belastet, was angesichts der ohnehin steigenden Prämien unverantwortlich sei. Der Nationalrat lehnte den Antrag der SVP auf Nichteintreten mit 116 zu 60 Stimmen bei 13 Enthaltungen ab.

Die SP scheiterte mit dem Antrag, einen neuen Risikoausgleich für Kinder einzuführen. Mit diesem wollte die Fraktion die Solidarität unter den Kindern stärken und einer Risikoselektion vorbeugen. Auch unter Kindern gebe es sehr schwere Krankheiten, deren Behandlung von der Grundversicherung gedeckt werden müsse, sagte Gysi. Heute unterstehen Kinder nicht dem Risikoausgleich.

Die Gesetzgebungsarbeit geht auf zwei parlamentarische Initiativen zurück. Beide haben zum Ziel, die Last von Familien durch Krankenkassenprämien zu verringern. Die Vorlage geht nun an den Ständerat. (whr/sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Qui-Gon 14.12.2016 14:54
    Highlight Highlight Shit falsch gelesen. Sind ja "nur" 10 CHF, nicht 10 %. Das Prinzip ist trotzdem blöd.
  • Qui-Gon 14.12.2016 14:50
    Highlight Highlight +10% (!) für Erwachsene und Prämienverbilligung kriegen die meisten nicht. Sprich massive Mehrbelastung für Familien mit Kindern unter 19... Meine Solidarität wird langsam arg strapaziert.
  • Tsunami90 14.12.2016 14:04
    Highlight Highlight Schöner mist, werde in 10 tagen 26.... 😧
  • amore 14.12.2016 13:21
    Highlight Highlight Hallo SVP? Wann tut ihr mal was für das allgemeine Volk. Für Euer "Volch" macht ihr schon sehr viel.
  • JoJodeli 14.12.2016 12:48
    Highlight Highlight Ja klar, die Jungen sind ja auch viel weniger krank.
    • mrgoku 14.12.2016 15:03
      Highlight Highlight wenn du wüsstest... mittlerweile sind die jungen kränker als die "alten" und das sage ich von der quelle aus :)
    • JoJodeli 14.12.2016 15:32
      Highlight Highlight Ich denke das die Kosten für die Älteren doch weitaus höher sind. Und finde es begreiflich wenn die jungen gesunden nicht uns alte mittrafen wollen
  • Töfflifahrer 14.12.2016 12:33
    Highlight Highlight Ok, also sollen wir sogenannten Normaldeppen noch 10.00 pro Monat draufzahlen, zusätzlich zur normalen Standarderhöhung. Frage an das Parlament, ist das was ihr nehmt eigentlich legal?
    • lucasm 14.12.2016 12:44
      Highlight Highlight Und wieso sollen die jungen die prämien der alten berappen? (2/3 gehen in den risikoausgleich). Ist doch am fairsten, wen jede generation selbst bezahlt, was sie an kosten verursacht. Man ist genug schnell ü25 und muss ab dann halt auch für die eigenen kosten aufkommen (und sich nicht von den jungen finanzieren lassen)
    • phreko 14.12.2016 12:51
      Highlight Highlight Ja dann ab zur Vollkostenrechnung ohne Risikoausgleich! Wird noch viel teurer für Erwachsene...
    • Posersalami 14.12.2016 13:39
      Highlight Highlight @ lucasm: Schon mal was von Solidarität gehört?
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