Schweiz
Sport

Bundesrat senkt das Mindestalter für Jungschützen auf 15

An die Waffen: Der Bundesrat senkt das Mindestalter für Jungschützen

24.11.2015, 04:2124.11.2015, 06:19
Jugendliche für den Schiesssport begeistern: Jungschützin beim Knabenschiessen. 
Jugendliche für den Schiesssport begeistern: Jungschützin beim Knabenschiessen.
Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat senkt das Mindestalter für die Jungschützenkurse per 2016 auf 15 Jahre. Bislang musste mindestens 17 sein, wer zu den zum grössten Teil staatlich finanzierten Kursen zugelassen werden wollte.

Die Senkung war ein Anliegen der Schützenvereine und des Schweizerischen Schiesssportverbandes (SSV). Es gehe darum, das Interesse für sportliches Schiessen früh zu wecken, sagte VBS-Sprecher Renato Kalbermatten gegenüber dem Blick. Den Jungschützen werde Disziplin und Sicherheitsbewusstsein beigebracht.

Skepsis erntet das Vorgehen bei Sicherheitspolitikern: Laut der Zeitung hält etwa GLP-Nationalrat Beat Flach (AG) «nicht viel davon, die vormilitärische Ausbildung zu forcieren». SP-Nationalrätin Chantal Galladé (ZH) findet es gar «total daneben», dass «Jugendliche mit Steuergeldern am Sturmgewehr ausgebildet werden». Die Schützenvereine dagegen versprechen sich davon mehr Nachwuchs.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
18 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18
Hitze: Was ein Arzt, ein Hydrologe und ein Rettungsschwimmer raten
Am Wochenende werden Rekordtemperaturen erwartet. Wie kühlt man sich am besten ab? Stimmt es, dass man kalt duschen und lauwarme Getränke trinken soll? Drei Experten geben Rat.
Der Körper hat einen Flüssigkeitsmangel, wenn er über längere Zeit durch Schwitzen, Atmen, Urin oder Durchfall mehr Wasser abgibt, als er über Trinken und Nahrung aufnimmt. Bereits ein Verlust von etwa ein bis zwei Prozent des Körpergewichts an Wasser kann zu Symptomen wie Durst, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und Konzentrationsstörungen führen. «Fünf bis zehn Prozent sind potenziell lebensbedrohlich», sagt Philipp Schütz, Leiter der Medizinischen Universitätsklinik am Kantonsspital Aarau. Auch der Salzhaushalt kommt bei starkem Schwitzen oder Durchfall in Schieflage.
Zur Story