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Auch männliche Teenager sind unzufrieden mit ihrem Körper. bild: shutterstock

Mehr Muckis, Mann! Wieso Buben mit ihren Körpern unzufrieden sind

Sie fühlen sich zu schmächtig und wollen einen Sixpack. Dafür setzen sie sich auf Diät und trainieren täglich – manche können gar nicht mehr aufhören.

Alexandra Fitz / Schweiz am Wochenende



Jan hat 25 Kilogramm in vier Jahren zugenommen. Während jede Frau wegen der Gewichtszunahme die absolute Krise schieben würde, findet Jan das ziemlich cool. Er ist geradezu stolz auf seine 90 Kilogramm, die quasi nur aus Muskeln bestehen. Jan ist nicht dick, er ist muskulös.

Angefangen hat alles, als er 16 war. Jan sieht gut aus, die Mädels stehen auf ihn. An einem Nachmittag, nimmt das Leben des 65 Kilos schweren und 177 Zentimeter grossen Schlossers eine Wende. Er ist bei seiner damaligen Freundin zu Besuch, die beiden sind in ihrem Zimmer. Jan sieht ein Poster über ihrem Bett. Ein Mann mit glänzendem Sixpack.

«Ich habe zu meiner Freundin gesagt, sie solle nur abwarten, bald hätte ich auch so einen Körper. Dann habe ich angefangen.»

Angefangen heisst: Dreimal die Woche ins Fitness. Dann viermal, weil es so gut gefällt. Seit er 18 ist, geht er jeden Tag. Heute ist er 20 und nimmt an Bodybuilding-Wettbewerben teil.

Vom Training so besessen sind auch andere junge Männer. Sie wollen mehr Muskeln, kämpfen damit, zu dünn zu sein, und sind unzufrieden mit ihrem Körper. Das bestätigt eine Studie der Gesundheitsförderung Schweiz. Darin gaben über zwei Drittel der 13- bis 17-Jährigen an, sich mehr Muskeln zu wünschen. 48 Prozent hätten gerne ein bisschen mehr, 29 Prozent möchten deutlich mehr Muskeln. 54 Prozent der männlichen Jugendlichen geben an, aktiv etwas dafür zu tun, um Muskeln aufzubauen. 90 Prozent machen Sport dafür, 24 Prozent konsumieren zusätzlich Kalorien und 13 Prozent nehmen Nahrungsergänzungsmittel. In der Studie heisst es, dass sich die Gespräche der jungen Männer um das Thema Gewichtszunahme und Erhöhung der Muskelmasse drehen. Natürlich, die Pubertät ist eine besonders kritische Lebensphase, vieles kann sich auswachsen, doch die Schweizer Expertengruppe ist besorgt.

Waren es nicht immer die Mädchen, die mit ihrem Körper unzufrieden sind? Die einem Schlankheitsideal nacheifern, das sie in die Magersucht treibt? Mädchen wollen schlank sein. Jungs wollen einen muskulösen und definierten Körper. Also wird trainiert. Was bei Frauen die Magersucht ist, ist bei Männern die Muskelsucht.

Das Krankheitsbild ist noch recht unerforscht, hat aber schon einen Namen. Muskeldysmorphie. Männer trainieren und trainieren, und fühlen sich im Spiegel trotz ihrer Muskelpakete immer noch zu schmächtig und schwächlich. Genauso wie magersüchtige Frauen nicht merken, wie dünn sie sind, sehen muskeldysmorphe nicht, wie muskulös sie sind.

Die Österreicherin Barbara Mangweth-Matzek von der Medizinischen Universität Innsbruck erforscht seit Jahren Körperbildstörungen. Sie gilt als eine der renommiertesten Wissenschafterinnen des «Adonis-Komplexes». Mangweth-Matzek bestätigt, dass immer mehr Männer betroffen sind. Dafür gebe es zwei Hauptgründe. Der erste sei ein marktwirtschaftlicher. Bei Frauen ist der Kosmetik- und Schönheitsmarkt bereits abgegrast, so griff man sich den Mann zur Modellierung.

Zweitens macht sie die Emanzipation der Frau dafür verantwortlich: «Seit der Gleichstellung steigt der Druck auf Männer gewaltig, früher musste nur die Frau schön sein. Heute muss der Mann auch etwas für seinen Körper tun.» Der Psychiater und Harvard-Professor Harrison Pope, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigt, schrieb, der muskulöse Körper, das breite Kreuz sei die letzte Bastion echter Männlichkeit. Das heisst, Männer suchen sich etwas, in dem sie den Frauen überlegen sind. Die Antwort liegt in den Muskeln.

Was hältst du vom Fitness-Trend?

Dieser Überzeugung ist auch Roland Müller. Der Psychotherapeut vom Verein PEP (Prävention Essverhaltensstörungen praxisnah) beschäftigt sich mit dem krankhaften Muskel-Fitnesswahn bei jungen Männern. «Soziologisch gesehen ist das wirklich das letzte Gebiet der Männer, in das sie sich flüchten», sagt Müller. Psychologisch käme der Druck der Medien hinzu. Das Posten von muskelbepackten Männern in sozialen Medien.

Das wiederum kurbelt den Fitnesstrend an. Die Mitgliedschaften der Schweizer Fitnesscenter steigen. Im Studio Basefit – ein sogenanntes Discount-Studio, in welchem man deshalb auf eine junge Klientel trifft – steigen die Neu-Anmeldungen permanent, schreibt der Chef. Das Durchschnittsalter liegt zwischen 25 und 30. Junge männliche Mitglieder bis 20, 22 machen 15 bis 20 Prozent der Kundschaft aus.

«Ich trainiere im 5er-Split. An jedem Tag einen anderen Muskel, nur einen. Dann fängt das Programm von vorne an. Das habe ich mir selber zusammengestellt, ich bin ja mittlerweile selbst Fitnesstrainer.»

Sport zu treiben, ist gut, und heute mehr denn je gesellschaftlich erwünscht. Geklagt wird doch über die Jugend, sie sei nicht mehr draussen, würde vor TV und PC verfetten. Bei Heranwachsenden korreliert sportliche Aktivität mit einem höheren Selbstwertgefühl», heisst es in der Studie von der Gesundheitsförderung Schweiz zum Thema «Körperbild». Aber gerade weil es als gesund und wichtig gilt, verkennt man oft, wenn Fitness nicht mehr Fitness ist, sondern eine Störung.

«Wenn jemand wenig Anerkennung erhält und Kritik am Körper durch andere erfährt, ist er anfälliger auf den medialen Druck und fängt mit Fitness an», erklärt Psychotherapeut Müller. Die jungen Männer sehen schnell eine Veränderung an ihrem Körper, er definiert sich. Man ist nicht mehr die schmächtige Person, die man innen fühlt. Die Jungen merken, dass sie in etwas Erfolg haben. «Das Selbstwertbedürfnis bekommt Füllmaterial», sagt Müller.

«Meine Freunde machen auch viel Fitness. Kritik gibt es schon manchmal. Dumme Sprüche von Neidern. Sie sagen etwa: Du bist doch eh nur aufgeblasen. Ich hab viel mehr Kraft als du. Aber das sind alles Läuche.»

Lauch ist das neue Schimpfwort auf dem Pausenhof und in der Jungs-Runde. Lauch ist wie Opfer, bloss explizit auf den Körper bezogen. Mit dem langen, schmalen Suppengemüse bezeichnet man mit mildem Spott Jungs, die so schnell in die Höhe gewachsen sind, dass die Muskeln nicht nachkommen konnten. Schlaksige, schmächtige, blasse Buben. Was in den 80er-Jahren Spargeltarzan war, ist heute der Lauch.

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Niemand möchte ein «Lauch» sein: 54 Prozent der männlichen Jugendlichen geben an, aktiv etwas dafür zu tun, um Muskeln aufzubauen. bild: shutterstock

Um vom dünnen Lauch zum Muskelprotz zu werden, reicht Sport alleine aber nicht. Zum harten Training gehört auch eine intensive Beschäftigung mit Ernährung und eine strikte Diät. Denn Sport alleine macht noch keinen Adonis. Und so gehen Sportsucht und Essstörung meist miteinander einher. Proteinreich und fettarm muss es sein. Denn wenn man zu viel Körperfett hat, sind die Muskeln nicht genügend sichtbar. So wie Magersüchtige Angst vor dem Zunehmen haben, leben Muskelsüchtige stets mit der Angst, Muskeln zu verlieren. Sie nehmen nur noch eigens gekochte Nahrung zu sich.

«Pro Tag esse ich 170 Gramm Proteine. Das sind etwa 850 Gramm Poulet am Tag. Quark oder Rindfleisch gehen auch. Es sollte tierisches Protein sein, pflanzliches kann man nicht so gut aufnehmen. Hinzu kommen 500 Gramm Nudeln. Wichtig sind langkettige Kohlenhydrate.»

Jan erklärt seinen Menüplan minuziös, rechnet flink im Kopf. Er mache ja nichts anderes, sagt er. Aber vor einem Bodybuilding-Wettkampf muss er strenger sein, eine 10-Wochen-Diät antreten.

«Ich esse dann 1,3 Kilogramm Fleisch pro Tag. In zwei Monaten sind das 40 Kilogramm Crevetten gewesen und 20 Kilogramm Poulet. Aber Crevetten haben nicht so viel Protein wie Poulet. Ich mag Poulet aber nicht so gerne, deshalb gebe ich es mit Broccoli und Wasser in den Mixer und trinke es als Brei.»

Fein sei das nicht mehr, gibt der 21-Jährige zu. Auf die Nachfrage nach dem berüchtigten Eiklar gibt Jan an, vor dem Wettkampf zwei Tetra-Pack Eiklar – das sind 2 Kilogramm oder 2 Liter Eiweiss – zu verspeisen. Spiegelei ohne Dotter. Die Frage, ob das fein ist, erübrigt sich. Jan will das. Sport ist sein Leben.

«Ich möchte den besten Körper der ganzen Welt haben. Dafür muss ich mich ranhalten. Ob ich süchtig bin? Es tut mir einfach gut. Du fühlst dich besser, wenn du sportlich fit bist.»

«Wenn Sport ein solches Ausmass annimmt, ist das höchst problematisch», sagt Malte Claussen. Er ist Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. 2013 hat er begonnen, eine Spezialsprechstunde für Leistungssportler mit psychischen Problemen und Erkrankungen in Zürich aufzubauen. In seiner Zeit am Zentrum für Essstörungen am Universitätsspital Zürich hat er den grossen Bedarf gesehen. Ein solcher Drang und Zwang, zu trainieren, sei gefährlich. «Der Sport gibt einem Orientierung und er lenkt ab», sagt Claussen. Kalorien zählen, Fitnessplan machen. «Diese jungen Menschen suchen die Kontrolle in etwas, was ihnen Sicherheit gibt. Andere Themen lassen sie gar nicht so nah an sich heran, sie haben ja auch keine Ressourcen mehr.»

Müller sagt, er störe sich sehr daran, dass viele Männer ihre Essstörung und Sportsucht nicht zugeben. Das sei immer noch ein Tabu. «Männer sind viel träger, was eine Behandlung anbelangt», sagt auch Mangweth-Matzek. Gestehen Schwächen und Krankheiten nicht gerne ein. So ist auch die Dunkelziffer riesig. Diese Erkrankung sei auch noch nicht so bekannt, die Leute seien nicht sensibilisiert darauf.

Claussen will das ändern. Er baut sein Netzwerk und die Sprechstunde aus. Mit dem Thema rennt er derzeit überall offene Türen ein. Am Jahreskongress für Sportpsychologie im Mai gibt er für Sportwissenschafter und Psychologen einen Workshop zum Thema Gestörtes Essverhalten und Sportsucht – dabei geht es auch um Muskeldysmorphie. Mangweth-Matzek ist überzeugt, dass man vor Ort agieren muss. In Fitnessstudios und Bodybuilder-Kammern aufklären, denn dort tummeln sich die Gefährdeten.

«Das Training ist mir das Wichtigste. Es kommt an erster Stelle, vor der Arbeit, vor den Freunden und Frauen. Ich will gar nicht mehr arbeiten, sondern nur noch trainieren.»

Und nun zu einer ganz anderen Spezies! Diese 37 Menschen sind an Faulheit nicht zu übertreffen

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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Goldfish 13.03.2017 13:35
    Highlight Highlight Ein kontroverses Thema.

    Ich gehe 3x die Woche ins Fitness-Center und mache 30 Minuten Kraft und 30 Minuten Ausdauer.

    Grund:
    - Bauch unter Kontrolle halten
    - Freien Kopf kriegen
    - Haltungsschäden der PC-Arbeit ausbügeln
    - Etwas für die Ästhetik

    Ich habe einige junge Fitness-Center-Kunden über die Jahre beobachtet, die zuerst als schmächtige 18-Jährige begonnen haben und 1-2 Jahre später schon recht muskulös waren. Ich muss zugeben, dass ich diese jungen Männer nur wegen dem Visuellen als "älter" wahrnehme. Ist schon eindrücklich, wie uns das Visuelle manipuliert.
  • 123und456 12.03.2017 23:46
    Highlight Highlight Naja für ihn bedeutet Ernährung : wie schaufle ich genug kohlenhydrate und proteine in mich rein. Und sonderlich abwechslungsreich klingt sein Ess-Programm auch nicht wirklich...

  • Rudolf das Rentier 12.03.2017 23:19
    Highlight Highlight Wie ist das wenn man Zuhause Körpergewichtsübungen und funktional Fitness macht? 3 Male pro Woche?
    • baba_schwiiz 13.03.2017 12:14
      Highlight Highlight Was für Ziele verfolgst du denn ? Abnehmen ? Zunehmen ?
    • Rudolf das Rentier 13.03.2017 14:47
      Highlight Highlight Haha nichts. Geschmeidig bleiben
  • Sauraus 12.03.2017 22:20
    Highlight Highlight Fährt Velo wie ich. Das hilft seinen Körper zu akzeptieren. In diesem Sport ist es wichtig nicht zuviel Oberkörper zu haben. Je leichter man ist desto besser kommt man den Berg hoch. Aber aufpassen zu leicht ist auch wieder nicht gut!!
  • Grecko 12.03.2017 18:18
    Highlight Highlight 1,3 Kg Fleisch pro Tag! Das kann ja unmöglich gesund sein. Zudem ist es auch sauteuer und ja... aus ökologischer Sicht sicher nicht vorbildlich... Naja jedem das seine ich gehe ja auch ab und zu ins Fittnesscenter aber den Ernährungswahn mache ich sicher nicht mit!
  • leu84 12.03.2017 14:42
    Highlight Highlight Arbeitet auf dem Bau. Da kommen richtige Muckis von alleine. Fitnessgestählte Leute, kann man da kaum brauchen, weil die kaum 25kg Zementsäcke aufheben können. 1 Ja, aber dann machen sie schlapp
    • Pisti 12.03.2017 16:18
      Highlight Highlight Quatsch, habe selbst auf dem Bau gearbeitet. Und die superstarken Bauarbeiter die am besten gleich 2 Zementsäcke aufheben, sind dann mit 50 ein Fall für die IV.
    • DocM 12.03.2017 18:53
      Highlight Highlight zu meiner Zeit waren die Zementsäcke noch 50 und die Kalksäcke 40 kg. Auch da hat man jeweils zwei Säcke gleichzeitig geschleppt, und nein, ich beziehe keine IV.
    • suchwow 12.03.2017 20:41
      Highlight Highlight Finde das bemerkenswert und auch eine tolle Leistung, von DocM und leu84. Ich als Bürogummi muss jeweils mich auf alle Fälle anders körperlich betätigen.

      Aber stimmt schon: wenn man schwer auf tiefe Wiederholungen trainiert, dann kannst mich vergessen, mehrmals Zementsäcke zu holen :D
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 12.03.2017 13:59
    Highlight Highlight Beim Leben gilt wie auch bei anderen Dingen: Qualität vor Quantität. Nützt nichts zu joggen, um 5 Jahre länger zu leben. Dafür hat man dann 5 Jahre mit Joggen verbracht
    • Hallo1234 12.03.2017 16:37
      Highlight Highlight Gibt auch leute die gerne Sport machen.
    • atomschlaf 12.03.2017 22:51
      Highlight Highlight Joggen ist eh' schlecht für die Gelenke. Besser rudern oder schwimmen.
  • Matrixx 12.03.2017 13:35
    Highlight Highlight Man geht ins Fitnesscenter, um etwas für den Körper zu tun. Aber ausserhalb des Fitnesscenters lässt man alles von Maschinen machen.

    Würden wir öfters Arbeiten ohne Maschinen erledigen, könnte man sich das Fitnesscenter sparen. Mit 15/16 bin ich nicht ins Fitnesscenter, sondern habe mit meinem Nachbar Holz gehackt....
  • pamayer 12.03.2017 13:20
    Highlight Highlight Das Lustigste ist, wenn ich auf'm Velo an den Schaufenstern eines Fitnessstudios vorbei fahre, wo sie Velo 'fahren' und raus gucken.

    OK. Es hatte grad wenig geregnet.
    • Tequila Mockingbird 12.03.2017 17:44
      Highlight Highlight Da gibt es aber gute Gründe dafür. Zum Beispiel: Ich jogge lieber auf dem Laufband um die Kontrolle über das Tempo zu haben und gleichmässig zu laufen oder bei HIIT die Zeiten/Tempi im Griff zu haben. Zudem bin ich so wetterunabhängig und muss nicht in die Kälte raus, wo ich mein Ashtma mehr spüren würde. Und ich muss als Frau nicht alleine durch den Wald, zu steil aufwärts/abwärts für mein Fitness-Level oder der stark befahrenen Strasse entlang rennen, was ich sehr begrüsse.
    • Saul_Goodman 12.03.2017 18:51
      Highlight Highlight Die probleme eines einfältigen stadtmenschen 😂
    • Merida 12.03.2017 19:01
      Highlight Highlight Ich - als Frau ;) - liebe die Atmosphäte und das Vogelgezwitscher im Wald.
      Ich verstehe nicht, weshalb du hier betonst, eine Frau zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • füdli 12.03.2017 12:54
    Highlight Highlight das ist kein trend. in den usa ist das seit jahrzehnten so. lieber mollig/übergewichtig als dünn, am besten aber 'buff'. nur bei den jungs und ethnieunabhängig.
  • fabsli 12.03.2017 12:27
    Highlight Highlight Hauptsache die Psychologen haben eine Marktlücke gefunden. Da muss ich mir gleich ein Proteinshake reinpfeifen.
    • sägsali 12.03.2017 13:13
      Highlight Highlight 😂
  • Toerpe Zwerg 12.03.2017 12:22
    Highlight Highlight So treffen sich dann dauergeschminkte (nicht nur körperlich) dünne mit gemachten Brüsten mit Pouletshake saufenden Fitnessidioten und fühlen ganz supertoll ...

    ... bis sie ü30 sind und im Bewebungsgespräch so gar kein Wert auf das Sixpack gelegt wird.

    Selig sind die geistig armen ...


    • elmono 13.03.2017 13:12
      Highlight Highlight Sixpack und dicke Muckis gibts auch mit guter Bildung.
  • Ohniznachtisbett 12.03.2017 12:22
    Highlight Highlight Kann mir definitiv nicht passieren. Ich finde fitnesscenter sowas von abstossende Orte
  • FranzFerdinand 12.03.2017 11:29
    Highlight Highlight first world problem
  • Pisti 12.03.2017 11:26
    Highlight Highlight Ich finde der Vergleich zwischen dem Muskelwahn der Jungs und dem Magerwahn der Mädchen hinkt etwas. Bodybuilding ist im Gegensatz zu Bulimie nicht schädlich für die Gesundheit. Zumindest solange man richtig trainiert und die Finger vom Doping lässt. Geil ist aber die Aussage, er mag kein Poulet, desshalbt mixt er das Zeug. Schmeckt bestimmt besser so. 😂
    • guby 12.03.2017 12:55
      Highlight Highlight Naja. Gerade in der Pubertät kann Krafttraining schädlich sein. Ausserdem macht Krafttraining alleine noch lange nicht fit...
  • SilWayne 12.03.2017 10:45
    Highlight Highlight Ich denke, seine Prioritäten werden sich mit zunehmendem Alter dann doch etwas verschieben.
    Netter Nebeneffekt: Jetzt kann er bei der Frauenwelt neben dem Körper auch mit seinen Kochkünsten imponieren.Ein solcher Pouletshake ist ja quasi Liebe, die durch den Magen geht!
    • Grecko 12.03.2017 18:27
      Highlight Highlight Hahha ich kann nicht mehr! Was würde ich nicht alles geben für so einen leckeren Pouletshake :D
  • Pinkes Einhorn 12.03.2017 10:00
    Highlight Highlight Bodybuilding und Fitness sind für uns alle Neuland.
  • Pinkes Einhorn 12.03.2017 09:59
    Highlight Highlight Dennis, wir schaffen das!
  • P@ric 12.03.2017 09:42
    Highlight Highlight 40KG Crevetten und kiloweise Poulet... ist auch umwelttechnisch wahnsinnig nachhaltig
    • El Vals del Obrero 12.03.2017 11:27
      Highlight Highlight In Crevetten kumulieren sich ja bekanntlicherweise auch diverse Chemie- und Medikamentenrückstände. Mit etwas Glück hat er so noch umsonst Doping mit dabei.
    • SilWayne 12.03.2017 12:29
      Highlight Highlight So wie ich ihn anhand des Interviews charakterlich beurteile, wird ihm das ziemlich am Arsch vorbei gehen...
  • Ökonometriker 12.03.2017 09:03
    Highlight Highlight Woher kommen all diese selbst-schädigenden Verhaltensweisen heutzutage? Haben tatsächlich mehr Menschen Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl oder ist die Problematik dank der grösseren Mediendichte präsenter geworden?
    • Jol Bear 12.03.2017 11:13
      Highlight Highlight Dank der grösseren Mediendichte ist die Publizität grösser geworden, man erfährt mehr darüber. Die Verhaltensweisen hat es schon immer gegeben, bei allem, wo übertrieben wird. "Die Dosis macht das Gift", Paracelsus im 16. Jh. Gilt auch für Kraftsport, Alkoholkonsum, Cannabis, Religion, Ernährungsweisen, Narzissmus usw.
    • Merida 12.03.2017 19:09
      Highlight Highlight Und gleichzeitig leiden die Jugendverbände unter Mitgliederschwund
      Traurig!
      Wo man doch als Jugendleiter, egal ob Jubla, Pfadi oder Cevi, gleichzeitig das Selbstwertgefühl und die Muskeln aufbaut und dazu noch frische Luft, Spass und Freunde fürs Leben findet.

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