Schweiz
Sport

Fünfmal weniger Anmeldungen – so steht es ums Public Viewing

Fünfmal weniger Anmeldungen als 2018 – so steht es ums Public Viewing

Die Pandemie hat unser Leben klein gemacht, dafür wird die EM nun ganz gross. Nicht aber auf den Leinwänden der Gastronomen. Die Anmeldungen für grosse Public Viewings sind spärlich ausgefallen.
10.06.2021, 13:5515.06.2021, 12:05

Nachdem uns Corona die Freude auf die Fussball-Europameisterschaft 2020 geraubt hatte, ist die Vorfreude auf das Sportereignis des Jahres nun umso grösser.

Doch eines ist klar: Die EM in Coronazeiten wird nicht mehr die EM sein, wie wir sie von früher kennen. Denn: Auf die grossen Public Viewings müssen wir dieses Jahr leider verzichten. Obwohl die neuen Lockerungen den Veranstaltern etwas Spielraum gegeben haben, muss pandemiebedingt einiges beachtet werden.

Ein Bild aus der Vergangenheit.
Ein Bild aus der Vergangenheit.bild: keystone

Stehend jubeln ist verboten

Wenn ein Public Viewing als Veranstaltung organisiert wird, dürfen in Innenräume 100 Personen, in Aussenräumen 300 Personen ein EM-Spiel gucken, wobei nur die Hälfte der Kapazität besetzt werden darf.

Eine weitere Auflage ist die Sitz-, Masken- und Abstandspflicht. Besonders die Sitzpflicht verunmöglicht das grosse Jubeln. Umarmungen oder Handschläge sind momentan also auch noch nicht angebracht. Zudem gelten dieselben Regeln wie für die Gastronomie. Drinnen dürfen vier, draussen sechs Personen an einem Tisch sitzen. «Jeder muss registriert werden, an seinem Tisch bleiben und darf niemanden berühren, auch wenn es ein Goal gibt», fasst Edi Baumann von der EM-Arena in Uster, bei der sich früher jeweils rund 2500 Leute trafen, zusammen.

Bild
bild: keystone

Das drückt auf die Euphorie bei den Veranstaltern, wie die Zahlen zeigen. Giorgio Tebaldi von Suisa, die die Lizenzen für Public Viewings erteilt, sagt, es seien «extrem wenig» Anträge eingegangen. «Wir haben schweizweit nur 33 Anmeldungen erhalten». In Zürich seien bislang erst fünf Anmeldungen eingegangen.

Dies bedeutet aber nicht, dass es in der Schweiz nur 33 Public Viewings geben wird. Denn: Diese Anmeldungen betreffen nur Veranstalter, die Public Viewings mit einer mehr als drei Meter grossen Leinwand anbieten – unabhängig davon ob drinnen oder draussen.

Für gewöhnliche TV-Aussstahlungen in Restaurants braucht es für Innen- und Aussenbereiche keine zusätzliche Bewilligung. Es sei deshalb schwer einzuschätzen, wie viele der über 10'000 Kunden von Suisa tatsächlich Liveübertragungen anbieten werden.

Nur wenige Anmeldungen

Verglichen zur letzten EM haben sich die Anmeldungen aber deutlich verkleinert. 2018 gingen bei der Suisa schweizweit 160 Anmeldungen ein. Alleine in Zürich fanden damals 35 grosse Public Viewings statt.

Grund für die eher spärlichen Anmeldungen liegt neben der aktuellen Lage wohl auch an der Tatsache, dass die Gastronomen aufgrund des Shutdowns zu wenig Zeit hatten, um Public Viewings zu organisieren.

  • All Infos rund um die EM findest du hier.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati
1 / 15
Die 13 schönsten WM-Momente der Schweizer Fussball-Nati
13. Schweiz – Holland 3:2, WM 1934Bei ihrem allerersten Spiel an einer Weltmeisterschaft gewinnt die Schweiz im San Siro sensationell dank Brillenstürmer Poldi Kielholz.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Bilder wie aus einer anderen Zeit – doch so sieht das Leben gerade in Israel aus
Video: watson
Konjunkturforschungsstelle erwartet erneut gute Wintersaison
Nach einer starken Sommersaison dürfte auch das kommende Winterhalbjahr aus touristischer Sicht ein Erfolg werden. Das KOF Institut prognostiziert jedenfalls eine Logiernächte-Anzahl im Rekordbereich.
Konkret rechnet das KOF Institut für die Wintersaison 2026/27, die am Sonntag mit dem Monat November beginnt, mit rund 18,7 Millionen Logiernächten. Das wären 0,1 Prozent oder rund 15'000 weniger als im bisherigen Rekordwinter 2025/26.
Zur Story