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Nach Attacke in einem Zug in Salez: Hausdurchsuchung beim Täter – Polizei geht nicht von Terror aus

In einem Zug im St.Galler Rheintal hat am Samstag ein 27-jähriger Schweizer sechs Zugpassagiere, darunter ein 6-jähriges Kind, mit einem Messer und brennbarer Flüssigkeit angegriffen und zum Teil schwerst verletzt. Ein Opfer und der Täter schwebten in Lebensgefahr. Die Polizei hat das Haus des Täters durchsucht.



In einem Zug im St.Galler Rheintal hat am Samstag ein 27-jähriger Schweizer sechs Zugpassagiere, darunter ein 6-jähriges Kind, mit einem Messer und brennbarer Flüssigkeit angegriffen und zum Teil schwerst verletzt. Ein Opfer und der Täter schwebten in Lebensgefahr.

Über das Motiv des mutmasslichen Täters lagen noch keine Angaben vor. Journalisten auch grosser ausländischer Medien wollten alle dasselbe wissen: War es Terror? Bruno Metzger, Sprecher der St.Galler Kantonspolizei, antwortete darauf: «Das ist im Moment sehr, sehr abwegig.» Welche Hinweise er für diese Aussage hat, dazu sagt er nichts.

Die Attacke ereignete sich gegen 14.20 Uhr kurz vor dem Bahnhof Salez auf der Strecke zwischen Buchs und Sennwald, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilte.

Der 27-Jährige habe im Zug eine brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet, welche in Brand geriet, hiess es. Wie diese «in Brand geriet», wurde nicht mitgeteilt. Er sei zunächst direkt auf eine Frau zugegangen und habe sie mit der Flüssigkeit überschüttet, bestätigt die Polizei. Ein Passant habe den brennenden Täter schliesslich aus dem Zug gerissen, sagte die Polizei gegenüber 20 Minuten.

Beamte haben nach dem Zwischenfall eine Hausdurchsuchung beim Täter vorgenommen. Details darüber sind bislang nicht bekannt.

Am Samstag (13.08.2016), um etwa 14:20 Uhr, ist es auf der Zugstrecke zwischen Buchs und Sennwald, kurz vor dem Bahnhof Salez zu einem Zwischenfall gekommen. Gemäss jetzigen Informationen hat ein 27-jähriger Schweizer eine brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet. Er war zudem mit mindestens einem Messer bewaffnet. Die Flüssigkeit geriet in Brand. Sieben Personen mussten mit unbestimmten Brand- und Stichverletzungen in verschiedene Spitäler eingeliefert werden. Die Rettungskräfte sind mit einem Grossaufgebot vor Ort.  Gemäss jetzigen Erkenntnissen hat ein 27-jähriger Schweizer, welcher mit mindestens einem Messer bewaffnet war, im Zug eine brennbare Flüssigkeit ausgeschüttet. Diese Flüssigkeit geriet in Brand. Dadurch und durch Stiche wurden sieben Personen im Zug teils schwerst verletzt.  Nebst einem Grossaufgebot der Kantonspolizei St.Gallen standen die Feuerwehr, drei Rettungshelikopter, zwei Notärzte, drei Rettungswagen sowie Sachverständige der Bahnbetriebe im Einsatz.  Bei den Verletzten handelt es sich nebst dem 27-jährigen mutmasslichen Täter um einen 17- und einen 50- jährigen Mann, sowie um drei Frauen im Alter von 17, 34 und 43 Jahren und um ein 6-jähriges Kind.  Der Bahnhof Salez ist bis auf weiteres für den Bahnverkehr nur eingeschränkt befahrbar. Es sind Ersatzbusse organisiert. Der Sachschaden am Zug beträgt über 100ë000.- Franken. Der Zug war zum Zeitpunkt des Ereignisses mit mehreren dutzend Fahrgästen besetzt.  Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

Ermittler bei der Spurensuche: Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt. BILD: NEWSPICTURES

Salez, St. Gallen bild: googlemaps

In kritischem Zustand

Gemäss Angaben der Polizei war der Mann mit «mindestens» einem Messer bewaffnet. Verletzt wurden bei der Attacke auch drei Frauen im Alter von 17, 34 und 43 Jahren sowie ein 17-Jähriger und ein 50-jähriger Mann. «Mehrere Verletzte mussten mit zum Teil schweren Brandverletzungen in Spezialkliniken geflogen werden», sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Der mutmassliche Täter und eine weitere Person befänden sich in kritischem Zustand.

Hintergründe unklar

Über die Hintergründe der Tat könnten noch keine Aussagen gemacht werden. «Wir wissen noch nicht, wo und weshalb der Mann in den Zug eingestiegen ist und ob er jemanden von den Passagieren kannte», sagte Krüsi. Der 27-Jährige habe noch nicht befragt werden können. Der Zug wurde wegen des Zwischenfalls in Salez gestoppt. «Der Lokführer steht unter Schock und konnte ebenfalls noch keine Angaben machen».

Der Zug war zum Zeitpunkt der Attacke mit mehreren dutzend Fahrgästen besetzt. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat eine Strafuntersuchung eröffnet. Ermittelt wird unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und Brandstiftung. Der Sachschaden am Zug beträgt über 100'000 Franken.

Bild

Bahnhof Salez, SG: Hier ereignete sich die Tat.  bild: screenshot/googlestreetview

Der Bahnhof Salez war lange für den Bahnverkehr nur eingeschränkt befahrbar und wurde erst gegen 20 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Grossaufgebot im Dorf

Das «Ereignis», wie die Polizei den Zwischenfall in ihrer Mitteilung umschreibt, hatte am Samstag einen Grosseinsatz von Rettungs- und Sicherheitskräften ausgelöst. Im Dorf Salez standen drei Rettungshelikopter, drei Ambulanzen, etliche Polizeiwagen, Vertreter der Staatsanwaltschaft, der Kriminaltechnische Dienst sowie Sachverständige der Bahnbetriebe im Einsatz, wie aus der Mitteilung der Polizei hervorgeht. (wst/sda)

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