Schweiz
Steuern

Zürcher Kantonsrat senkt den Steuerfuss auf 95 Prozent

Zürcher Kantonsrat senkt den Steuerfuss auf 95 Prozent

15.12.2025, 11:5115.12.2025, 12:14

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Zürich zahlen in den kommenden zwei Jahren weniger Steuern. Der Kantonsrat hat am Montag einer Steuerfusssenkung um 3 Prozentpunkte zugestimmt - gegen den Willen von Rot-Grün.

ARCHIVBILD ZUR ZUNAHME DER SELBSTANZEIGEN VON STEUERSUENDERN BEI DEN KANTONEN -- A married woman fills in details as to income made domestically and internationally in a Swiss tax return, photographed ...
Der Kantonsrat hat der Senkung am Montag zugestimmt. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Damit stellte sich der Rat nach einem mehrstufigen Abstimmungsverfahren hinter den Vorschlag der Finanzkommission (Fiko) und der Mitte, den Steuerfuss von 98 auf 95 Prozent zu senken.

Die nun beschlossene Steuerfusssenkung um drei Prozentpunkte treibt das ursprünglich von der Regierung beantragte Defizit von 125 Millionen Franken um 246 Millionen Franken in die Höhe. Mit den vom Parlament bewilligten Einsparungen von rund 57 Millionen Franken startet der Kanton das neue Jahr mit einem Defizit von 314 Millionen Franken.

Grüne, SP und EVP wollten den Steuerfuss unverändert bei 98 Prozent belassen. Auch im Sinne der Konstanz. Bei einer Steuerfusssenkung seien die Mindereinnahmen beträchtlich. Schon jetzt würden wichtige Investitionen zurückgestellt, sagte L'Orange Seigo. Der Antrag sei ein «Frontalangriff auf die Robustheit des Kantons» und «unglaublich kurzsichtig», sagte Tobias Langenegger (SP, Zürich).

Die GLP beantragte eine Senkung um 2 Prozentpunkte - für eine «finanzielle Nachhaltigkeit», wie Ronald Alder (Ottenbach) sagte. Die Finanzsituation des Kantons sei stabil, dem Kanton gehe es gut. Er müsse für Steuerzahler attraktiv bleiben. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
80 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Matthiah Süppi
15.12.2025 12:57registriert Mai 2015
Profitieren werden vor allem die Vermögenden, das Sparpaket bezahlen dann alle. Es ist so zermürbend.
5938
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tokyo
15.12.2025 12:43registriert Juni 2021
also treibt der Kantonsrat das Defizit in die Höhe damit selbiger Kantonsrat dann wieder überall sparen muss....
4628
Melden
Zum Kommentar
avatar
Marko_
15.12.2025 12:24registriert Januar 2023
Weniger Steuern zahlen ist ja schön, in Anbetracht der anstehenden Kosten macht das aber in meinen Augen wenig Sinn!
3620
Melden
Zum Kommentar
80
Heute ist Sirenentest! Das würde passieren, wenn zufällig wirklich ein Notfall eintrifft
Heute ab 13.30 Uhr heult der Sirenenalarm durch die ganze Schweiz: Doch keine Angst, es handelt sich nicht um einen Ernstfall. Stattdessen führt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz den jährlichen Sirenentest durch.
Man denkt nichts Böses und plötzlich geht das Geheule los. Der unangenehme Ton ist kaum zu überhören. Heute ist wieder Sirenentest. Doch was muss die Bevölkerung in einem Ernstfall tun? Und was wäre, wenn genau heute ein Notfall eintreffen würde? Alle Informationen dazu hier:
Zur Story