Schweiz
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Andreas Glarner darf gemäss Gericht als «Extremist» bezeichnet werden

Andreas Glarner, SVP-AG, spricht zum Tabakgesetz, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 3. Maerz 2025 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Nationalrat Andreas Glarner (SVP).Bild: keystone

Andreas Glarner darf gemäss Gericht als «Extremist» bezeichnet werden

25.03.2025, 07:1125.03.2025, 11:59

Die Bezeichnung «Gaga-Rechtsextremist» für SVP-Nationalrat Andreas Glarner ist zulässig: Das Aargauer Obergericht hat am Dienstag den früheren Journalisten Hansi Voigt nach einer Twitter-Nachricht vom Vorwurf der Beschimpfung und der üblen Nachrede freigesprochen.

In der politischen Auseinandersetzung seien Ehrverletzungsdelikte nur mit grosser Zurückhaltung anzunehmen, hielt die vorsitzende Richterin in der mündlichen Urteilsbegründung fest. Meinungsfreiheit bedinge auch die Bereitschaft, sich der öffentlichen und manchmal auch heftigen Kritik auszusetzen.

Für den unbefangenen Durchschnittsleser sei mit dem Begriff «Gaga-Rechtsextremist» nicht der Eindruck entstanden, dass der SVP-Nationalrat antidemokratisch oder gewaltbereit sei oder Sympathien für den Nationalsozialismus habe. Es habe sich um eine scharfe, zugespitzte Einordnung im politischen Spektrum gehandelt.

Der Entscheid des Obergerichts fiel nicht einstimmig. Eine Minderheit stufte den Tweet als strafbar ein, da Glarners Ruf als ehrbarer Mensch betroffen sei. Glarner kündigte an, dass er das Urteil wohl vor Bundesgericht bringen werde. (rbu/sda)

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