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SVP-Nationalrat und Bauernvertreter Hansjörg Walter tritt zurück



Nationalrat Hansjoerg Walter an der Delegiertenversammlung der SVP Thurgau, am Donnerstag, 15. Januar 2015, in Berg. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

18 Jahre sind genug: Hansjörg Walter tritt ab. Bild: KEYSTONE

Der Thurgauer SVP-Nationalrat und frühere Präsident des Schweizer Bauernverbands, Hansjörg Walter, tritt auf Mitte der Legislatur am 26. November zurück. Der 66-jährige Meisterlandwirt aus Wängi TG gehört dem Parlament seit 1999 an.

Es sei ihm «ein grosses Privileg und eine interessante Aufgabe» gewesen, während 18 Jahren Mitglied des Nationalrates sein zu dürfen und die Politik mitzugestalten, teilte Walter am Montag mit. Insbesondere sein Jahr als Nationalratspräsident 2011/2012 sei eine spannende und bereichernde Herausforderung gewesen.

Von 2000 bis 2012 stand der volksnahe Thurgauer Politiker dem Schweizer Bauernverband (SBV) als Präsident vor. In dieser Funktion habe er «eine grosse Unterstützung der bäuerlichen Anliegen durch das Parlament» gefunden, schreibt Walter.

Fast-Bundesrat

2008 wurde Walter als Sprengkandidat gegen den offiziellen SVP-Kandidaten Ueli Maurer fast in den Bundesrat gewählt. Mit nur einer Stimme unterlag er im dritten Wahlgang dem offiziellen SVP-Kandidaten. Allerdings hatte er zuvor erklärt, dass er eine allfällige Wahl ablehnen würde.

Hätte Walter sich selbst die Stimme gegeben, wäre er gewählt worden, berichtete der «Blick». 2011 wurde Walter nach dem Rückzug von Bruno Zuppiger doch noch von seiner Partei für den Bundesrat nominiert. Er trat gegen die amtierende Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf an. Nachdem er im ersten Wahlgang erfolglos blieb, zog er sich zurück.

Der SVP-Politiker und Meisterlandwirt ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Nach seiner Ausbildung zum Landwirt und kaufmännischen Weiterbildungen übernahm er 1985 von seinen Eltern den Greuthof bei Wängi TG. Im gleichen Jahr startete er seine politische Karriere als Vizepräsident der Volksschule Wängi.

Glanzresultate

Er wurde Gemeinderat, 1992 in den Thurgauer Grossen Rat gewählt und schaffte 1999 den Sprung in den Nationalrat. Er sei «fünf Mal mit glänzender Stimmenzahl gewählt» worden, schreibt der SVP-Politiker auf seiner Homepage. 2011 wählte ihn der Nationalrat mit einem Glanzresultat (185 von 192 gültigen Stimmen) zum Präsidenten.

In seiner Ansprache als «höchster Schweizer» sagte er damals, dass er eine gute Zusammenarbeit und Toleranz im Parlament und gegenüber der Regierung erwarte. Walter forderte eine «kluge und weise Politik» angesichts der absehbaren Schwächung der Wirtschaft.

Nachfolgerin von Hansjörg Walter im Nationalrat wird Diana Gutjahr. Die 1984 geborene Betriebsökonomin aus Amriswil TG kam bei den Wahlen 2015 auf den ersten Ersatzplatz auf der Thurgauer SVP-Liste. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • kettcar #lina4weindoch 25.09.2017 11:05
    Highlight Highlight Nach Annahme der Ernährungssicherheits-Initiative will er sich mit seinem Hof nun voll auf das Ausschöpfen der neu zu schaffenden Subventionen konzentrieren, so Walther weiter.

    #fakenews
    • kettcar #lina4weindoch 25.09.2017 13:34
      Highlight Highlight Würde ich 15Mia einstreichen, würde ich nicht mehr auf Watson kommentieren.
      Ich bin aber weder Sozi noch Kulturschaffender. Ich arbeite in einem privatwirtschaftlichen Betrieb und zahle brav meine Steuern.

      Als Familienvater profitiere ich im Übrigen auch nicht mehr groß indirekt von Kultursubventionen. Entwicklungshilfe habe ich noch nie bezogen. Auch keine Stipendien.
      Allerdings profitiere ich natürlich von der Infrastruktur (insb. ÖV und auch meine FH war zu einem Teil subventioniert).
      Möchten Sie jetzt noch einen steuerlichen Penisvergleich oder reichen Ihnen diese Angaben?
    • ben80 25.09.2017 14:20
      Highlight Highlight Meint: Die Entwicklungshilfe von Bund, Kantonen und Gemeinden betrug 2016 genau 3'509.8 Mio Chf.

      Quelle DEZA:
      https://www.eda.admin.ch/deza/de/home/aktivitaeten_projekte/zahlen_und_statistiken/statistische-tabellen.html
    • dan2016 25.09.2017 21:31
      Highlight Highlight @ben80. Die Zahlen wurden schon oft richtiggestellt. Einige Leute lernen nichts mehr dazu.
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