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Bei SVP-Übervater Blocher schwinden die Kräfte.
Bei SVP-Übervater Blocher schwinden die Kräfte. Bild: keystone

«Die Kräfte lassen nach»: Blocher kündigt Rückzug aus Politik an – mit einer Ausnahme

09.10.2020, 10:3010.10.2020, 06:04

Am Sonntag feiert SVP-Übervater Christoph Blocher seinen 80. Geburtstag. Das Alter geht nicht spurlos am ewigen Aushängeschild der Sünneli-Partei vorbei.

«Ich merke, meine Kräfte lassen nach. Etwa das Gedächtnis», sagt der alt Bundesrat in einem vorab auf Twitter publizierten Interviewausschnitt mit SRF-10vor10. Er wolle sich nun wirklich aus der Politik zurückziehen. Ins Tagesgeschäft mische er sich kaum mehr ein. Die Jungen müssten jetzt übernehmen. «Das ist eine neue Epoche, die hier kommt».

Wirklich ernst mit seinem Rückzug aus der Politik meint es Blocher aber trotzdem nicht. Seine wöchentliche Talk-Sendung «Teleblocher» werde weitergeführt, sagt Moderator Matthias Ackeret zu watson. «Aus der Parteipolitik ziehe ich mich zurück, nicht aber aus der Politik», sagt Blocher zu chmedia. «Ich werde dazu beitragen, den Rahmenvertrag mit der EU zu versenken», meinte der Parteivater der SVP ausserdem.

Bislang galt das Büro von Blocher an seinem Wohnsitz in Herrliberg als inoffizielle Parteizentrale der SVP. Zuletzt hat Blocher etwa den neuen SVP-Präsidenten Chiesa ins Amt gehievt.

«Das ist eine neue Epoche, die hier kommt.»
Christoph Blocher

Blocher ist zuletzt jedoch immer stärker in die Kritik geraten. Auch innerhalb der Partei. Nachhaltig geschadet hat ihm etwa die Diskussion um das Ruhegehalt, welches der alt Bundesrat im Juli nachträglich einforderte. «Christoph Blocher quält uns, bis wir wieder auf 10 Prozent unten sind. Er sollte endlich loslassen. Aber er schafft das nicht», sagte ein SVP-Nationalrat jüngst zu CH Media.

Nun will Blocher kürzer treten. Denn man kenne die Macken der alten Leute. «Sturheit etwa. Da muss man rechtzeitig die Weichen stellen», so Blocher weiter.

Im Interview spricht Blocher auch über seinen Tod. Man müsse bescheiden bleiben. «Das hört dann auch mal auf und man muss nicht meinen, das Leben gehe immer weiter.»

(amü)

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300 Demonstranten gegen Blocher in Uster

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300 Demonstranten gegen Blocher in Uster
quelle: keystone / christian merz
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Christoph Blochers Frust

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