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Schweiz
SVP

Junge SVP reicht Strafanzeige gegen Brasserie Lorraine ein

Nach Konzertabbruch in Bern: Junge SVP reicht Strafanzeige gegen Brasserie Lorraine ein

Der Skandal um das abgebrochene Konzert in der Brasserie Lorraine zieht weitere Kreise. David Trachsel, Präsident der Jungen SVP, kündigt an, gegen die Veranstalter Anzeige zu erstatten.
28.07.2022, 11:1128.07.2022, 15:00
Bettina Zanni / ch media
David Trachsel, Praesident Junge SVP Schweiz, spricht waehrend einer Medienkonferenz zum Covid-19-Gesetz, am Freitag, 15. Oktober 2021, in Bern. Die SVP lehnt das Covid-19-Gesetz ab. (KEYSTONE/Peter K ...
David TrachselBild: keystone

In der Brasserie Lorraine kam es zum Eklat. Die Veranstalter brachen am 18. Juli das Konzert der Berner Band «Lauwarm» ab – mehrere Menschen hatten während des Konzerts «Unwohlsein mit der Situation» geäussert.

Dass weisse Menschen Rastalocken trugen und Reggae spielten, passte für die Besucher nicht ins Bild. Beim Unwohlsein mit der Situation sei es um die Thematik «Kulturelle Aneignung» gegangen, erklärte die Genossenschaft Restaurant Brasserie Lorraine.

«Woke sollen eigene Gesetze zu spüren bekommen»

Der Konzertabbruch geht der Jungen SVP zu weit. «Was sich in Bern in der Brasserie abgespielt hat, ist Rassismus gegen Weisse. Basierend auf der Antirassismusstrafnorm erheben wir heute deshalb Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Brasserie», sagt Präsident David Trachsel zur Today-Zentralredaktion.

Mit der Strafanzeige will die Jungpartei einer bestimmten Gruppe den Spiegel vorhalten. «Die woken Kreise sollen ihre eigenen Gesetze zu spüren bekommen», sagt Trachsel. Weitere Details zur Strafanzeige kommuniziere er am Donnerstagvormittag, kündigte er an.

Die Genossenschaft Brasserie Lorraine will zur angekündigten Strafanzeige keinen Kommentar abgeben. Ein Mitarbeiter des Kollektivs verwies auf das Communiqué ihrer Website. Darin schreibt das Kollektiv, dass seine Social-Media-Kanäle zurzeit mit Kommentaren geflutet würden, die teilweise massiv rassistisch seien und keinen Beitrag leisteten zu einer konstruktiven Diskussion.

«Wir haben nicht die Kapazität, diesen Diskurs angemessen zu moderieren, weshalb wir uns entschieden haben, unsere Profile vorübergehend zu deaktivieren.» Zu einem späteren Zeitpunkt finde eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema statt, um der Dynamik und dem Ausmass der Diskussion gerecht werden zu können.

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433 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Alpöhy
28.07.2022 11:38registriert Mai 2016
Die Angelegenheit ist schon peinlich genug. Da braucht es keine SVP um das noch zu toppen.
Aber war ja zu erwarten.
Bravo liebe unwohle Unbekannte und liebe Brasserie: ihr habt den Rechten eine unglaublich geile Steilvorlage für die nächsten Wahlen geliefert. Das Thema wird jetzt bis aufs letzte ausgelutscht. Applaus!👏 👏👏👏🤦‍♂️
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Wolkensprung
28.07.2022 11:26registriert Dezember 2016
Der Konzertabbruch war peinlich, die JSVP schlägt diese Peinlichkeit aber noch um Längen...
Denen sind offenbar wirklich die Themen ausgegangen.
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Dumbledore77
28.07.2022 11:31registriert August 2020
Lasst die JSVP das doch tun.

Wenn die Richter pro JSVP entscheiden, dann wissen wir zumindest dass der Konzertabruch nicht tollerierbar war.

Wenn die JSVP eins auf die Nase kriegt, dann werde ich meine Schadenfreude gegen diese Nestbeschmutzer nicht verbergen :)
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