bedeckt
DE | FR
Schweiz
SVP

Drei Parteien lancieren heisse Phase des Wahlkampfs

Drei Parteien lancieren heisse Phase des Wahlkampfs

27.08.2023, 11:30
Mehr «Schweiz»

Gleich drei Parteien haben am Wochenende den Startschuss für die letzte Phase des Wahlkampfes gesetzt. Während die SVP dazu das ZSC-Eishockeystadion in eine Schwingarena verwandelte, zeigten sich die SP und die Grünen nicht so pompös, aber nicht weniger kämpferisch.

SVP setzt auf Unterhaltung

Rund 4000 SVP-Anhängerinnen und -Anhänger waren zum Wahlauftakt mit viel Prominenz und Unterhaltung nach Zürich Oerlikon gepilgert. «Wir feiern unsere einheimische Kultur», sagte Wahlkampfleiter Marcel Dettling.

Parteipräsident Marco Chiesa zählte auf, welche Schweiz er nicht wolle: Keine 10-Millionen-Schweiz, keine «Zehntausende Asylmigranten pro Jahr», keine Vorschriften. Die SVP wolle weniger Steuern, das Asylchaos stoppen und «entscheiden, wer in die Schweiz kommt», sagte Chiesa weiter.

Auch die amtierenden Bundesräte Guy Parmelin und Albert Rösti hatten kurze Auftritte. Die rund 600 Kandidatinnen und Kandidaten, die für die SVP ins Rennen gehen, marschierten schliesslich nach Kantonen getrennt in die Arena ein.

Parteipraesident Marco Chiesa spricht beim Wahlauftakt Anlass der SVP Schweiz in der Swiss Life Arena, am Samstag, 26. August 2023 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
Viel Show und ein Schweizer Kreuz: Marco Chiesa bei der SVP-Wahlveranstaltung.Bild: keystone

SP mit 600 Mitgliedern in Biel

Die SP hatte sich für ihren Wahlauftakt die zweisprachige Berner Stadt Biel ausgesucht. Rund 600 Personen, darunter die beiden amtierenden Regierungsmitglieder, nahmen an dem Anlass teil. Co-Präsidentin Mattea Meyer startete ihre Rede mit einem Frontalangriff gegen die bürgerliche Mehrheit im Parlament.

Im Herbst werde sich entscheiden, ob «wir gemeinsam den drohenden Rechtsrutsch verhindern können und damit eine SVP-Schweiz, welche die Klimakrise verharmlost, Gleichstellung bekämpft, Politik für Reiche macht und gegen oben kuscht und gegen unten tritt», sagte Meyer.

SP-Justizministerin Elisabeth Baume-Schneider wies in ihrer ersten Rede als Bundesrätin vor den Delegierten die SVP-Vorwürfe eines «Asyl-Chaos» zurück. Die Schweiz bewältige die Herausforderungen im Zusammenhang mit geflüchteten Menschen «ruhig, besonnen und konstruktiv». Sie sehe keine Überforderung, kein Chaos, sondern «Leute, die chrampfen».

Die Co-Praesidenten Mattea Meyer, links, und Cedric Wermuth anlaesslich dem Parteitag der SP Schweiz, am Samstag, 26. August 2023, in Biel. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Mattea Meyer und Cedric Wermuth bei der SP-Wahlveranstaltung.Bild: keystone

Grüne lancieren Initiative

In Bern eröffnete Grünen-Präsident Balthasar Glättli mit seiner Rede vor den Delegierten in Bern die Schlussphase des Wahlkampfes seiner Partei: «Wenn alles so bleibt, wie es ist, bleibt bald nichts mehr, wie es ist», sagte er. Die Grünen seien die einzigen, die den Mut hätten, diese unbequeme Wahrheit zu formulieren.

In diesem Sinne beschlossen die Delegierten, eine Solar-Initiative zu lancieren. Sie verlangt, dass bis in 15 Jahren jedes geeignete Dach mit einer Solaranlage ausgerüstet sein muss.

(yam/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Darüber stimmen die Kantone am 3. März 2024 ab – eine Übersicht
Neben den zwei nationalen Vorlagen wird in verschiedenen Kantonen auch über regionale Vorlagen entschieden. Alle Informationen dazu findest du hier.

In Bern wird darüber abgestimmt, ob das Instrument der dringlichen Gesetzgebung eingeführt wird. Das bedeutet: Gesetzte treten sofort in Kraft, sobald zwei Drittel der Mitglieder des Grossen Rates einwilligen. Viele Kantone verfügen bereits über dieses Instrument. Mehr Infos findest du hier.

Zur Story