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«Ironisch gemeint»: SVP-Nationalrat Addor will nicht als Rassist gelten



Nationalrat Jean-Luc Addor, SVP-VS, spricht an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 18. Maerz 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Jean-Luc Addor. Bild: KEYSTONE

Der Walliser SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor ist am Freitag wegen Rassendiskriminierung vor dem Walliser Kantonsgericht erschienen. Die Staatsanwaltschaft verlangte die Bestätigung der in erster Instanz ausgesprochenen Geldstrafe. Sein Verteidiger plädierte auf Freispruch.

Laut dem Walliser Staatsanwalt Jean-Pierre Gretter sind im Fall Addor alle Elemente der Rassendiskriminierung erfüllt. Der Ankläger forderte deshalb, dass die im August 2017 vom Bezirksgericht Sitten verhängte Strafe bestätigt wird.

Dieses hatte den SVP-Politiker zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 300 Franken mit zwei Jahren Bewährung verurteilt. Hinzu kam eine Busse von 3000 Franken. Ausserdem wurden Addor die Gerichts- und Verfahrenskosten auferlegt.

Gegen dieses Urteil legte Addors Verteidiger, der Genfer Anwalt Marc Bonnant, Berufung ein. Bonnant forderte wie bereits beim erstinstanzlichen Prozess einen Freispruch für seinen Mandanten.

«Ironisch» gemeint

Der Verteidiger argumentierte, Addor habe über die sozialen Medien «ironisch» auf einen Presseartikel reagiert, in dem über eine «mafiöse Abrechnung» zwischen zwei Albanern berichtet worden sei. Es habe nicht geheissen, dass ein Muslim einen anderen getötet habe.

Auslöser der umstrittenen Äusserungen Addors war eine Schiesserei in einer St.Galler Moschee am 22. August 2014 gewesen, bei der ein 51-jähriger Mann getötet worden war. Der damalige Walliser SVP-Grossrat Addor schrieb nur wenige Minuten nach der Schiesserei über Twitter und Facebook: «Wir wollen mehr davon!».

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hatte nach diesen Äusserungen gegen Addor Strafanzeige wegen Rassendiskriminierung eingereicht. Weil dieser Tatbestand ein Offizialdelikt darstellt, erhob die Walliser Staatsanwaltschaft 2016 Anklage gegen Addor.

Das Bezirksgericht Sitten hatte sein Urteil damit begründet, dass Addor aufgrund seiner juristischen und politischen Erfahrung die Reaktionen hätte voraussehen müssen. Ein durchschnittlicher Leser habe in seinen Äusserungen keine Ironie erkennen können.

«Feindselige Haltung»

Vielmehr habe Addor den Eindruck erweckt, dass die Mitglieder der islamischen Religionsgemeinschaft Leute seien, für die das Leben keinerlei Wert besitze. Mit seiner diskriminierenden Botschaft habe der Politiker eine feindselige Haltung gegenüber Muslimen unterstützt oder sogar verstärkt, urteilte das Bezirksgericht.

Für den Verteidiger zeigte dieser Entscheid damals, «dass der radikale Islam die Schweizer Justiz instrumentalisiert». Die Richter in Sitten hätten – ohne es zu wollen – die Scharia praktiziert, da sie Kritik am Islam untersagt hätten.

Nicht erste Provokation

Addor hat schon wiederholt mit provokativen Äusserungen polarisiert. Nach dem Mord an der Genfer Sozialtherapeutin Adeline im September 2013 forderte er etwa auf Facebook die Wiedereinführung der Todesstrafe für gefährliche Wiederholungstäter. Auch dafür musste er viel Kritik einstecken.

Addor sitzt seit Dezember 2015 für die Unterwalliser SVP in der Grossen Kammer in Bern. Im Oktober 2019 wurde er wiedergewählt.

Das Urteil des Walliser Kantonsgerichts wird zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich eröffnet. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Vollkornzwieback 07.03.2020 14:54
    Highlight Highlight Verdammt...jedes Mal, wenn ich die Artikelüberschrift sehe, lese ich zuerst "Adolf" statt Addor, dabei habe ich nicht mal besonders was gegen die SVP-Manne und Froue...
  • Pisti 07.03.2020 10:57
    Highlight Highlight Das Urteil hört sich so an: Das Gericht sieht dass die Aussage ironisch gemeint war, glaubt aber nicht dass ein Grossteil der Bevölkerung dass auch so sieht.
    Die überheblichen Richter halten die Bevölkerung also für dumm.
    Oder war es wieder ein politisches Urteil von linken Richtern dass man einen SVP‘ler in die Pfanne hauen kann. Alles andere als ein Freispruch bei der nächsten Instanz wäre ein weiterer Justiz-Skandal.
  • messiah 07.03.2020 07:28
    Highlight Highlight Er und seine Parteikollegen ticken genau gleich und sind trotzdem die wählerstärkste Partei des Landes. Was sagt uns das?
    • Watson, Parteiblatt der Linken 07.03.2020 09:50
      Highlight Highlight Dass die Berufsempörten und Linken eben trotzdem nur eine Minderheit sind
    • Magnum 07.03.2020 10:00
      Highlight Highlight Vor allem einmal, dass sie die stärkste Minderheit im Land und zum Glück nicht in der Mehrheit sind. Und so lange sie auf die Reinheit der Herrliberger Lehre (eher: Leere) pochen, bleibt ihnen nur zuzuschauen, wie sich die Schweiz modernisiert.

      Mehr davon!
  • Levi Vodica 07.03.2020 02:48
    Highlight Highlight Also ich habe es wirklich ironisch verstanden. Geschmacklos, aber ironisch.
    • Pafeld 07.03.2020 13:07
      Highlight Highlight Im englischen gibt es wohl die Bezeichnung "Schroedinger's douchebag", der eine geschmacklose Aussage platziert, die Reaktionen abwartet und dann entscheidet, ob die Aussage nun ernst oder doch nur "ironisch" gemeint war. Vermutlich trifft das des Pudels Kern.
  • Satan Claws 07.03.2020 00:35
    Highlight Highlight Hass darf durch kein Gesetz oder Gericht geschützt werden. Hass ist ein niederer Instinkt der von uns als Krone der Schöpfung überwunden werden muss.
  • Pafeld 06.03.2020 21:50
    Highlight Highlight Nein, nein, Herr Ador. Sie sind bestimmt kein Rassist. *ironischgemeint*
    • karl_e 07.03.2020 11:01
      Highlight Highlight Wenn der Herr NR Addor etwas gegen Muslime hat, so ist das gewiss kein Rassismus, denn meines Wissens sind Muslime keine Rasse. Oder bin ich ein Rassist, wenn ich beispielsweise etwas gegen Evangelikale oder Ultra-Katholen zu sagen wage?
    • Pafeld 07.03.2020 21:36
      Highlight Highlight Der Rassismus entsteht nicht dadurch, dass eine Form der Einteilung der Menschen in Rassen irgendwie sachlich haltbar wäre, sondern das man diese Einteilung dennoch macht. Rassismus entsteht dadurch, dass man Menschen in unterschiedlich wertige Klassen einteilt. Der Islam als Religion ist dabei nur das Feigenblatt, das man als gemeinsamen Nenner für die persönlich motivierte Umschreibung einer "tieferen Klasse von Menschen vornimmt. Würde man sie einfach als arabische Migranten umschreiben, müsste man sich dabei selbst nichts vormachen. Sachliche Kritik an Religion geht nämlich anderst.
  • outdoorch 06.03.2020 19:21
    Highlight Highlight Wenn Herr Addor kein Rassist sein möchte, sollte er vielleicht damit aufhören, sich wie einer zu verhalten.

    #logicCanBeSoSimple
    • Stefan Morgenthaler-Müller 06.03.2020 20:22
      Highlight Highlight Ohne auf diesen Fall spezifisch einzugehen, frage ich mich, warum Rassisten ständig ein Problem damit haben, als das bezeichnet zu werden, was sie sind? Ist man denn selber nicht stolz darauf, Rassist zu sein? Und wenn nein, warum ist man dann einer?
    • Mutzli 06.03.2020 21:28
      Highlight Highlight @Stefan Morgenthaler-Müller

      Na ja, es gibt z.B. sowohl solche, die ernsthaft überzeugt sind, dass sie überhaupt nicht Rassisten sein könnten (egal was für Müll ausm Maul schwappt) weil Rassisten seien ja Nazis oder so. Ergo wenn man nicht im Stechschritt in Polen einmarschiert kann man nicht Rassist sein.

      Aber auch voll überzeugt Neonazis bestreiten oft öffentlich ihre eigenen Aussagen, Überzeugungen etc. Anwerbung von neuen geschieht dann auch schrittweise, bis die Person in neuem Beziehungsnetz drin ist. Nicht unähnlich wie Sekten & aus ähnlichem Grund: Naziideen sind offensichtlicher Müll
    • thoms 06.03.2020 22:00
      Highlight Highlight Also, ich stehe dazu, nach unseren Gesetzen bin ich ein Rassist.
      Ein Piep zu viel oder am falschen Ort und die Vögte kommen mit den Klagen angerannt.....
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 06.03.2020 19:08
    Highlight Highlight SVPler haben keinen Humor. Die Stärke dieser Partei liegt im Hetzen, Diffarmieren und das Volk über den Tisch ziehen.
    • 044 508 39 39 het sie gseit 06.03.2020 20:09
      Highlight Highlight Banda

      Da steht ihr die SP aber in nichts nach...🤷🏾‍♂️

      Nur das dies auch gesagt ist.
    • Satan Claws 07.03.2020 00:27
      Highlight Highlight @044 508 39 39 het sie gseit

      Geschriebener Humor funktioniert nur, wenn man sich in den Protagonisten einfühlen kann. Kann man das nicht, ist die Chance gross, dass man ein Rassist ist.
  • Basubonus 06.03.2020 18:40
    Highlight Highlight Die Rassismus-Frage ist doch schon mit der Parteizugehörigkeit geklärt.
  • Balikc 06.03.2020 18:25
    Highlight Highlight Ich bin kein... ABER!
    Benutzer Bild
    • Yunnan 07.03.2020 10:48
      Highlight Highlight Solche Memes sind leider Teil des Problems. Wenn die andere Seite gegen Migranten hetzt, hat man verständlicherweise das Gefühl, seinerseits ebenfalls ohne Wenn und Aber sich hinter diese Migranten zu stellen. Dabei würde richtige Antwort darin bestehen, sich nicht einfach an den Rassisten abzuarbeiten, sondern seinerseits faktenbasiert zu argumentieren. Sonst entsteht eben das Gefühl, dass man gewisse Dinge nicht mehr sagen darf, was dann nur den SVPs und AfDs ein Alleinstellungsmerkmal verschafft.
    • Yunnan 07.03.2020 10:52
      Highlight Highlight Dazu würde z.B. gehören, nicht automatisch von Flüchtlingen mit ihrem staatsvertraglich verbrieften Asylrecht zu reden, wo die meisten nur Wirtschaftsmigranten sind. Und wenn man auf diese Unterscheidung in den Menschenrechtspakten und Verfassungen hinweist, stellt man auch keineswegs gleich Menschenrecht in Frage; im Gegenteil, man nimmt sie gerade ernst. - Musste mir das von der Seele schreiben.
    • überflüssig 07.03.2020 11:06
      Highlight Highlight @yunnan
      gewisse dinge durfte man noch nie sagen. anstand nannte sich das. keine moderne erfindung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan Claws 06.03.2020 16:55
    Highlight Highlight Wer zu dumm ist um Ironie anzuwenden, ist vermutlich auch zu dumm um zu sehen, dass er an seinen Problemen selbst schuld ist.
  • insert_brain_here 06.03.2020 16:06
    Highlight Highlight Machen viele Rassisten so, zuerst mal den Spruch raushauen und dann die Reaktionen abwarten. Gibts keine Anklage lässt man sich von den Gesinnungsgenossen für den "Mut" die "Wahrheit" zu sagen auf die Schultern klopfen, wenn doch wars natürlich IRONISCH gemeint...offiziell
    • Watson, Parteiblatt der Linken 06.03.2020 17:38
    • Truth Bot 06.03.2020 18:32
      Highlight Highlight Hab deinen Artikel gelesen. Den Unterschied bemerkst du selber, ne?
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 06.03.2020 18:43
      Highlight Highlight ...
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Q anon = B annon 06.03.2020 15:26
    Highlight Highlight Bei solchen Leuten kommt mir immer ein Zitat in den Sinn:
    Wer für seine Meinung nicht bereit ist Risiken oder die folgen zu Tragen. Ist entweder er oder die Meinung nichts wert!
    Oder manchmal beides! Ich finde immer lustig wie man solches rauslassen kann und dann mit allmöglichen Ausreden oder Ausflüchte kommt.
    Man könnte auch einfach hinstehen und sagen, das war sehr Dumm von mir bitte Entschuldigt meine Äusserungen und ich akzeptiere die Strafe!
    Fehler machen alle, unüberlegt Schreiben oder reden auch! Nur wie man damit Umgeht zeigt ob man Grösse hat oder eben gar nicht!
  • Cirrum 06.03.2020 15:24
    Highlight Highlight Es gibt keine verschiedenen Rassen beim Homo Sapiens. Vielleicht sollte man dieses Wort Rassendiskriminierung mal ändern.
    • Magnum 06.03.2020 15:44
      Highlight Highlight Wer andere Menschen auf Grund von ihrer Herkunft oder religiöser Überzeugung herabsetzt oder anfeindet, der ist nun einmal ein Rassist. Und Rassismus verschwindet leider nicht, wenn man Idioten erklärt, dass verschiedene Hautfarben KEINE Rasse konstituieren.

      Vielleicht wäre es mal wieder an der Zeit,ein paar Rassisten zu häuten, um klar zu machen: Colour is only skin deep!
    • Satan Claws 06.03.2020 16:59
      Highlight Highlight @Cirrum

      Die Krux ist doch, dass Rassisten eben denken es gäbe verschiedene Rassen und genau deswegen werden sie verurteilt. Darum ist die Bezeichnung korrekt, obwohl das Wort ansich falsch ist.
    • Cirrum 06.03.2020 18:15
      Highlight Highlight Könnte doch auch sein, dass sie immer noch dran glauben, weil es das Wort noch gibt.. denk mal drüber nach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 06.03.2020 15:20
    Highlight Highlight Die Scharia verbietet sicher auch Diebstahl. Dürfen jetzt also in der Schweiz keine Diebe mehr verurteilt werden, weil wir sonst die Scharia durchsetzen? Komische Argumentation.
    • Q anon = B annon 06.03.2020 15:47
      Highlight Highlight Zitat:
      Ein Rechtsanwalt wendet Gesetzte so lange bis etwas für ihn rausspringt!
    • Pisti 07.03.2020 09:20
      Highlight Highlight Nein aber wir könnten in Zukunft muslimischen Dieben die Hand abhacken. Wir müssen ja deren Kultur respektieren.
  • You will not be able to use your remote control. 06.03.2020 15:19
    Highlight Highlight > Die Richter in Sitten hätten - ohne es zu wollen - die Scharia praktiziert, da sie Kritik am Islam untersagt hätten.

    D.h. es war gar keine Ironie, sondern Kritik am Islam?
    • insert_brain_here 06.03.2020 17:32
      Highlight Highlight Der gute Herr ist im Dilemma. Einerseits will er für seine Fans den Retter des Abendlandes spielen, andererseits aber nicht verurteilt werden.
  • 044 508 39 39 het sie gseit 06.03.2020 14:56
    Highlight Highlight Damals, bei der Einführung dieses Gesetzes hiess es, dass man dieses nur brauche um Holocaust Leugner zu züchtigen.

    Niemals sollten Stammtisch-Sprüche damit verfolgt werden.
    Genau dies geschieht nun aber.

    Auch interessant, wer in diesem Fall, die Anzeige erhob.
    Leute die nicht gerade für Toleranz bekannt sind.
    Solche Leute machen sich dies heute zu nutze? 🤔
    Das sagt eben auch etwas übers Gesetz selbst aus.
    • Liselote Meier 06.03.2020 16:42
      Highlight Highlight Ziemlicher Unsinn, wäre es nur darum gegangen hätte man einfach ein Gesetz bezüglich Holocaust-Leugnung gemacht.

      Was es aussagt? Dass Gesetze für alle gelten und auch eingefordert werden können.
    • Shlomo 06.03.2020 16:43
      Highlight Highlight Der Anzeigenerstatter ist in diesem Fall irrelevant, da es sich um ein Offizialdelikt handelt.
    • Magnum 06.03.2020 16:44
      Highlight Highlight Nein, wer sich auf Twitter in einem öffentlich einsehbaren Posting mehr Bluttaten in Moscheen wünscht, der macht KEINEN Stammtischspruch. Sondern der hetzt öffentlich. Sowieso als nationaler Parlamentarier.

      Geh Dich juristisch weiterbilden. Addor hat gehetzt, und er hat die Quittung dafür erhalten. Vollkommen zurecht.

      Und nein: Bei Art261bis ging es nie nur um Holocaustleugner. Ich habe mich als junger Student energisch für dieses Gesetz eingesetzt, und mir ging es ganz sicher nicht nur um offensichtlich historisch falsche Behauptungen, sondern um rassistische Hetze.
    Weitere Antworten anzeigen
  • joerckel 06.03.2020 14:51
    Highlight Highlight "Sie kann dazu dienen, sich von den zitierten Haltungen zu distanzieren oder sie in polemischer Absicht gegen angesprochene Personen zu wenden." Da muss sich er Verteidiger mach schlau machen!
  • rescue me 06.03.2020 14:48
    Highlight Highlight Und so ein Spaten ist bei uns im NR. Einfach schade...
    • Makatitom 06.03.2020 19:49
      Highlight Highlight Darf nicht Ch daran erinnern wer Präsident der staatspolitischen Kommission ist?
  • De-Saint-Ex 06.03.2020 14:40
    Highlight Highlight „Wir wollen mehr davon“? Ich verstehe offensichtlich auch noch die „Ironie“ dieser Partei nicht... nebst allem anderen, was diese SVP von sich gibt. Unsäglich!
    • derWolf 06.03.2020 17:11
      Highlight Highlight Die Ironie sollte sein, das wir mehr solcher Albaner wollen die sich so gebärden und hier Verbrechen begehen wie eben dieses. Das erkennt man schon. Er meinte nicht mehr tote Albaner, das zu unterstellen wäre heftig. Aber das ist dann auch schon das Einzige was man irgendwie relativieren kann. Es war schlicht dumm und strotzend von Vorurteilen, egal wie man es betrachtet. Er steht zurecht als Rassist vor Gericht.
  • Luca Regnipuzz 06.03.2020 14:32
    Highlight Highlight SVP gegen den Islamischen Zentralrat. Kindergarten wär eine Beleidigung für unsere Kleinsten.
  • Sir Konterbier 06.03.2020 14:26
    Highlight Highlight Sorry Herr Addor, aber ich glaube Sie sind sehr wohl ein Rassist🤐
    • Freedoom Fighter 06.03.2020 15:28
      Highlight Highlight EIn Rassist zu sein ist nicht strafbar.
    • Q anon = B annon 06.03.2020 16:14
      Highlight Highlight @Freedoom Fighter
      Ja, ist so. Warum will es aber trotzdem keiner sein?
      Haben diese "Linken Gutmenschen" auch diese so schöne Haltung, ruiniert! man wie soll ich Leben wenn ich nicht mal mehr öffentlich ein Rassist sein darf! So schlimm, diese "Linken" haben es fertig gebracht das man jetzt echt erst Denken und dann Reden oder Schreiben soll! Das ist nicht mehr die Schweiz in die ich Gebohren wurde!
      Ironie Aus!!
    • Magnum 06.03.2020 16:49
      Highlight Highlight @Freedoom Fighter

      Sich öffentlich rassistisch zu äussern, stellt nach Art261bis gar ein Offizialdelikt dar, das von Amtes wegen zu verfolgen ist. Da hätten nicht einmal die Selbstdarsteller vom IZRS Anzeige erstatten müssen.

      Addor hat sich als nationaler Parlamentarier auf seinem öffentlich einsehbaren Twitter-Account mehr Bluttaten in Moscheen gewünscht. Damit erfüllt er den Tatbestand gemäss Art261bis, und die verdiente Quittung hat er dafür erhalten.

      J'ad(d)ore la justice et je déteste les sales racistes!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier 06.03.2020 14:13
    Highlight Highlight Oh bitte... Ich bin kein Rassist, aber die sind doch alle Diebe und Schmarotzer oder wie?...
    Warum schreibt man nicht, dass es Ironie war wenn man nicht den rassistischen Wutbürger mit Hetze abholen wollte?
    Ich glaube als SVPler kann man eine solche Aussage kaum glaubhaft leugnen, weil solche Resentiments und deren Bewirtschaftung essentieller Teil der Partei und von deren Zielen sind und dann einfach sagen es sei ironisch gemeint, ist ob all der ständig geforderten Verschärfungen im Migrations- oder Asylwesen schlicht billig und unstatthaft.
  • Herren 06.03.2020 14:10
    Highlight Highlight Wegen Rassismus verurteilte SVPler? Bitte mehr davon.
    • Ueli der Knecht 06.03.2020 15:27
      Highlight Highlight Es gibt schon viel zu viele davon!

      Bitte sperrt diese Rassisten ein, denn sie sind gefährlich für die Schweiz und ihre offene, pluralistische Gesellschaft. Sie untergraben die Demokratie, und unseren Staat und wollen daraus einen faschistische, totalitäre Autokratie machen.
    • Entenmann 06.03.2020 16:22
      Highlight Highlight Jawohl, alle Rassisten einsperren! Das hilft sicher gegen totalitäre Tendenzen...
    • Herren 06.03.2020 19:27
      Highlight Highlight Es geht in erster Linie darum, dass diese Typen mit ihrem Rassismus nicht auf Stimmenfang gehen dürfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 06.03.2020 14:06
    Highlight Highlight Die Haltung von Addor ist nicht nur feindselig, sondern schlicht armselig. Im Nachhinein mit Ironie zu argumentieren, ist eine typische Masche von rassistischen Grossmäulern, wenn ihnen aus ihren Aussagen Nachteile erwachsen.

    Addor ist ein Hetzer, der zu recht wegen Rassismus vor Gericht steht.
  • Randalf 06.03.2020 14:04
    Highlight Highlight
    Ja genau.
    Ich bin ja kein Rassist, aber....
    Das tönt immer wieder gleich.
    Leider.
    • Mutzli 06.03.2020 15:31
      Highlight Highlight @Randalf

      Find da immer auch das Bild unten als Visualisierung sehr hilfreich :-P
      Benutzer Bild
  • grind 06.03.2020 14:02
    Highlight Highlight ironisch gemeint, ja ne is klar....


    schon lustig, alle meinens immer ironisch. auch die linke da in DE die reiche erschiessen will.
    (wieso findet man dazu eigentlich keinen artikel auf watson?)
    • Enzasa 06.03.2020 15:28
      Highlight Highlight Die Frau hat sich unmittelbar entschuldigt und wenn sie in Zukunft solche Äußerungen vermeidet, kann man ihr glauben.

      Hier kam die Entschuldigung erst nach empörten Reaktionen und Sätze in dieser Richtung sind weiterhin gefallen
    • Q anon = B annon 06.03.2020 15:32
      Highlight Highlight @Grind
      Diese Frau wurde von allen seiten in der Eigenen Partei Abgekanzelt!
      Sie hat sich auch für ihre "Ironische" Entgleisung Entschuldigt. Ich als Linker muss sagen, diese Frau ist nur Doof! So was zu Denken oder zu sagen, geht gar nicht!
      Es ist eben dass, das die SVP am schluss sich für die vielen Fälle immer mit Faulen Ausreden kommt! Die Linke Frau ist meines Wissen nach die einzige die bei den Linken Deutschland so ein "Ausrutscher" hatte.
      Aber ich weiss, dieser Einzelfall wird jetzt bei jedem Vergehen von Rechten für Whatabout Verwendet!
    • Ueli der Knecht 06.03.2020 15:53
      Highlight Highlight Hast du nicht sowieso schon den BLICK gelesen?

      Hier ein erklärender Artikel dazu:
      https://www.volksverpetzer.de/analyse/reiche-erschiessen/

      Offenbar war das Fakenews.
    Weitere Antworten anzeigen
  • INVKR 06.03.2020 13:46
    Highlight Highlight "Ironisch gemeint". Ja, ich lach mich tot. Ein wahrer Komiker.
    • Mutzli 06.03.2020 14:39
      Highlight Highlight @INVKR

      Passenderweise gerade erst gestern über den Begriff Schrödingers Douchebag gestolpert und der Herr Addor scheint da ja ein strahlendes Beispiel dafür zu sein:
      Benutzer Bild
  • sägsäuber 06.03.2020 13:40
    Highlight Highlight So geht das immer: zuerst eine rassistische Provokation, dann mit Ausreden etwas zurück krebsen aber stehen lassen. Damit verschiebt sich die Grenze des Sagbaren weiter nach rechts aussen ohne dass sich noch jemand gross empört. Und die dumben Mitläufer stimmen ein in den braunen Chor unter dem Titel „Patriotismus“.
  • Radesch 06.03.2020 13:33
    Highlight Highlight Übrigens: Kritik am Islam wäre z. B: "In muslimischen Ländern kommt sowas häufiger vor" oder "Bei Albanern ist das leider heute noch gang und gäbe".

    Diese Aussagen finde ich zwar menschlich genauso scheusslich, weil sie wieder versucht eine ganze Gruppe in eine Verbrecher-Schublade zu stecken, dürfte aber zumindest den Beteiligten nicht den Tod wünschen...

    Der Vergleich des Verteidigers, dass die Richter die Scharia durchsetzen entlockt mir nur ein müdes Lächeln. Jeder der nicht so weit rechts steht, versteht sicher, dass es einen Unterschied zwischen Kritik und der Freude an Toten gibt.
  • Heinzbond 06.03.2020 13:31
    Highlight Highlight Ironie hat so absolut nichts mit Rassismus gemein, zu ersteren braucht es Intelligenz, Empathie und Humor. Für letzteres braucht es das nicht, ist sogar hinderlich...
    • Heinzbond 06.03.2020 20:00
      Highlight Highlight Ach lieblingscedric...
      Empathie um zu merken wann man eine grenze überschreitet,
      Intelligenz um Ironie überhaupt anwenden zu können und
      Humor um die feine Grenze zwischen spass und Ernst zu verstehen.
      Da die Rassisten die ich kenne und erlebe wahlweise mindestens zwei der Eigenschaften nicht besitzen sind sie weder befähigt Ironie anzuwenden noch zu verstehen...
      Aber was solls du hast deine Meinung und ich meine...
    • ChlyklassSFI 07.03.2020 09:15
      Highlight Highlight CW: Also meinst du deine Kommentare jeweils ernst?
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 06.03.2020 13:29
    Highlight Highlight "Für den Verteidiger zeigte dieser Entscheid damals, «dass der radikale Islam die Schweizer Justiz instrumentalisiert»."
    Hier wiederspreche ich entschieden!
    Dieser Entscheid zeigt, dass in diesem Land der Rechtsstaat auch für diese Gruppen gilt, die ihn verachten und am liebsten abschaffen würden. Selbst diese Personen können sich auf ihn berufen und werde durch ihn geschützt, in diesem Fall die Clowns des Zentralrates.
  • Radesch 06.03.2020 13:28
    Highlight Highlight "War ironisch gemeint"

    Der Versuch sich mit so einer blöden und für jedermann offensichtlich falschen Behauptung herauszureden, sollte strafverschärfend sein... Er soll doch einfach sagen wie es ist. Jeder Muslim ist der SVP einer zu viel in der Schweiz. Ich jedenfalls möchte nicht ohne meinen Döner und Ajvar mehr auskommen... Aber gewisse scheinbar schon.
    • ChlyklassSFI 06.03.2020 14:25
      Highlight Highlight Solche offensichtlichen Falschbehauptungen zeigen, dass er nichts bereut. Also wäre eine Strafverschärfung angebracht.
    • Marko_32 06.03.2020 14:43
      Highlight Highlight Unsere Döner würde ich jetzt aber nicht als speziell muslimisches Kulturgut bezeichnen :-D
    • Radesch 06.03.2020 15:17
      Highlight Highlight @Marko_32

      Das war ja nur ein Beispiel... Es gibt ja auch Baklava, Ajran, Lahmajun, ...

      Ich frage mich sowieso wie mann in der CH leben kann und nicht die überwältigende Mehrheit der Ausländer als integriert sieht... Es arbeiten fast alle, die meisten in der 2ten Generation sprechen fehlerfrei Mundart oder Hoch-deutsch... Also ich sehe wirklich nicht, was der SVP die Stimmen bringt. Lösungsvorschläge sind es ja offensichtlich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Holunderblütensirup 06.03.2020 13:24
    Highlight Highlight Hat er verdient : «Wir wollen mehr davon!»
  • MacB 06.03.2020 13:21
    Highlight Highlight Nehmt den Leuten das Internet weg, wirklich jetzt.
    • Hinkypunk #wirsindimmernochmehr 06.03.2020 13:46
      Highlight Highlight Nö, warum? So sehen wir wenigstens wie die Politiker wirklich ticken. Auch wenn danach stets zurückgerudert wird.
    • Dominik Treier 06.03.2020 14:15
      Highlight Highlight Das würdest du auch sehen, wenn du deren Abstimmungsentscheide im Rat ansiehst, aber das macht bei den Bürgerlichen kaum jemand...

      Da glaubt man immer noch, dass wenn man einer Partei hilft, die dann schon auch für die eigenen Interessen schauen würde und nicht nur für die der Sponsoren...

Trump-Fan entlarvt sich in der Rassismus-«Arena» selbst – und lässt alle ratlos zurück

«Jetzt reden wir Schwarzen» – der Titel der SRF-«Arena» brachte Moderator Sandro Brotz bereits vor der Sendung viel Kritik ein. Nicht etwa wegen des Themas, sondern aufgrund der Auswahl der Gäste. Einer eckte besonders an.

Treffen sich eine SP-Nationalrätin, ein Trump-Anhänger, eine Polizistin und ein Comedian zu einer Diskussion über Rassismus … Was ein bisschen klingt wie der Anfang eines Witzes, trug sich am Freitagabend so im Fernsehstudio im Leutschenbach in Zürich zu. Schon Stunden vor der «Arena»-Sendung war mächtig Feuer unter dem Dach.

SRF-Moderator Sandro Brotz wollte das Thema der Sendung dem Rassismus in unserer Gesellschaft widmen. Unter dem Titel «Jetzt reden wir Schwarzen» lud er Samira Marti, …

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