Schweiz
SVP

SVP strebt keinen 3. Bundesratssitz an – will aber 30 Prozent knacken

SVP-Nationalrat Manuel Strupler, TG, vom Referendumskomitee aeussert sich an einer Medienkonferenz zum Bundesgesetz ueber Ueberbrueckungsleistungen f
Der Thurgauer Nationalrat Manuel Strupler ist der neue SVP-Wahlkampfleiter.Bild: KEYSTONE

SVP strebt keinen dritten Bundesratssitz an – will aber 30-Prozent-Marke knacken

03.01.2026, 08:0303.01.2026, 08:20

Ein dritter Bundesratssitz ist für die SVP bei den eidgenössischen Wahlen 2027 nach eigenen Angaben kein Thema. «Wir stehen zur aktuellen Zauberformel», sagte der Wahlkampfleiter der Partei, Manuel Strupler, in einem Interview vom Samstag.

Zum angepeilten Wähleranteil bei den Wahlen im nächsten Jahr nannte Strupler keine Prozentzahl. Klar sei, dass die Partei zulegen wolle, sagte der Thurgauer SVP-Nationalrat im Interview mit der «Schweiz am Wochenende». Ein zusätzlicher Bundesratssitz sei aber auch je nach Wähleranteil kein Thema. Die Zeitung sprach ihn darauf an, ob die SVP die 30-Prozent-Marke knacken wolle.

Laut einer im Oktober publizierten Wahlumfrage liegt diese Marke für die SVP in Reichweite. Hätten die Wahlen vergangenen Herbst stattgefunden, hätte die SVP mit einem Plus von 2,5 Punkten einen Wähleranteil von 30,4 Prozent erreicht. Das besagte ein Wahlbarometer, welches die Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der SRG zur Halbzeit zwischen den Wahlen 2023 und 2027 publizierte. Die Online-Umfrage basierte auf Angaben von rund 32'000 Stimmberechtigten zwischen dem 25. August und 11. September 2025. Auch die SP und die Grünen hätten laut Sotomo zu den Gewinnern gehört.

Seit 1943 sind die vier wählerstärksten Parteien in der Landesregierung vertreten. Massgebend für die Verteilung der Sitze ist die Zauberformel, die im Jahr 1959 eingeführt wurde. SVP, SP und FDP stellen derzeit je zwei Bundesratsmitglieder und die Mitte eines. In den vergangenen Jahren wurde zwar infrage gestellt, ob die Zauberformel die Wähleranteile noch repräsentiert. Doch hielt man an der Formel fest. (sda)

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81 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Troubadox
03.01.2026 10:03registriert Januar 2023
Schon traurig dass man ohne Lösungen zu bringen und nur das Thema Ausländer bearbeitet es auf 30% bringt. Elisabeth Baume-Schneider wollte im Nov. 2024 die Zuwanderung aus Drittstaaten reduzieren aber die SVP war natürlich dagegen, soviel zum Ausländer Thema wenn man selber damit Geld verdienen kann! Wo sind z.b. die Lösungen für günstigere Krankenkasse? Auch kein Interesse daran, man verdient ja mit.
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rodolofo
03.01.2026 08:18registriert Februar 2016
Na dann wünsche ich "Viel Pech!" beim Versuch, die ökologische Schadensschwelle zu überschreiten.
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Gerd Müller
03.01.2026 10:32registriert August 2022
Aus Sicht der Partei absolut nachvollziehbare Entscheidung.
Mit drei Bundesräten würde die Stellung als Opposition in der Regierung schwer zu halten und man müsste nicht nur Vorwürfe, sondern auch Lösungen präsentieren.
Darauf ist die Partei in keinster Weise vorbereitet.
Man stelle sich nur vor, Martullo-Blocher müsste einen Plan vorstellen, wie die Zahl der EU-Beschäftigten in ihren Unternehmen auf den Schweizer Durchschnitt gesenkt würde.
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