Schweiz
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Blocher: «Ich konzentriere mich auf die strategischen Fragen»

Der SVP-Chef Christoph Blocher sagt: «Man muss mich separat behandeln.» Und er lässt offen, ob er nicht doch SVP-Vizepräsident bleibt. Zudem spricht er über den Tod.



SVP-Stratege Christoph Blocher im TalkTäglich (TeleZüri) nach den Wahlen 2015. Screenshot Telezüri

Blocher in «TalkTäglich».
Bild: tele züri

Die SVP Schweiz wechselt ihre Führungsspitze aus: neuer Präsident, neue Vizepräsidenten, neuer Generalsekretär. Das wurde am Wochenende nacheinander bekannt. Doch tritt Christoph Blocher als Vizepräsident wirklich ab? Er lässt dies überraschenderweise wieder offen, nachdem er selbst seinen Rücktritt als Vizepräsident bekannt gegeben hatte.

In der Sendung «TalkTäglich» auf Tele Züri am Montagabend sagt Christoph Blocher: «Bei den heutigen Strukturen komme ich nicht in den Vorstand zurück.» Sicher sei: Die Partei brauche neue Strukturen, sie sei zu gross geworden, müsse professionalisiert werden. Wie diese neuen Strukturen aussehen, sei noch nicht bekannt, so Blocher.

Klar sei weiterhin: Der Parteipräsident werde nicht entlöhnt, auch in Zukunft nicht. Das sei und bleibe eine Sache des Dienens. Das sei hochmodern, denn Politik sei ein Ehrenamt. Deshalb erhalte der SVP-Präsident keinen Lohn.

ZUR MELDUNG DES „SONNTAGSBLICK“, WONACH CHRISTOPH BLOCHER SEIN AMT ALS VIZEPRAESIDENT DER SVP ABGEBEN WERDE, STELLEN WIR IHNEN AM SONNTAG, 10. JANUAR 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Christoph Blocher posiert hinter einem Vorhang am Freitag, 9. Mai 2014, in seinem Buero in Maennedorf, am Zuerichsee. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Gugus? Dada! 
Bild: KEYSTONE

Christoph Blocher ergänzt: «Ich mache weiter Politik, konzentriere mich auf die strategischen Fragen der Politik.» Er wolle die Kraft nicht für die Parteiorganisation einsetzen, sondern die Probleme des Landes lösen. Themen wie die Masseneinwanderungsinitiative oder die Durchsetzungsinitiative würden nicht in den Parteien verhandelt sondern vor dem Volk. Also müsse er dort aktiv sein.

Ein Christoph Blocher ohne Einfluss auf die Partei sei nicht denkbar, wirft Moderator Markus Gilli ein. Blocher glaubt, auch nicht als Bundesrat besonders einflussreich gewesen zu sein. Sein Vorteil sieht er eher so: «Ich habe eine beängstigende Unabhängigkeit, kann tun und sagen, was ich will.» Er werde seine Ideen auch in die Partei einbringen, wenn er dort keine Funktion habe.

Blocher und der Tod

Dann also doch Neo-Nationalrat und Verleger Roger Köppel als Vizepräsident, wie gemutmasst wird? Davon will Blocher Köppel abraten, sonst gehe die «Weltwoche» kaputt. Die Frage der Personalien im achtköpfigen Vorstand werde diskutiert.

An Weihnachten stürzte Blochers Frau Silvia. Ein Grund zum Aufhören ist das nicht für Christoph Blocher. Die Schweiz brauche ihn. Seine Frau sei da gleicher Meinung: «Du hast recht, es ist notwendig», sage sie. Er selbst sei sich bewusst, dass sein Leben mit 75 Jahren jeden Tag zu Ende sein könne. Er habe sich so organisert, dass «keine Lücke» entstehe. 

 (jk/aargauerzeitung.ch)

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