Schweiz
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«Riesige Not»

Bundesrat will Tausende Syrer aufnehmen



A young Syrian-Kurdish refugee carries a jarrycan of water at the Quru Gusik (Kawergosk) refugee camp, 20 kilometres east of Arbil, the capital of the autonomous Kurdish region of northern Iraq, on June 19, 2014. AFP PHOTO/KARIM SAHIB

Ein syrisches Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Irak. Bild: AFP

Simonetta Sommaruga bereitet die Aufnahme von mehreren Tausend Kriegsflüchtlingen aus Syrien vor. Dies erfuhr die «SonntagsZeitung» aus dem Umfeld der SP-Bundesrätin. Die Rede sei von rund 5000 Flüchtlingen. Das fordert auch Beat Meiner, Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe. «Angesichts der riesigen Not muss sich die Schweiz jetzt dringend in grösserem Umfang engagieren», so Meiner.

Die Vorbereitungen dazu seien schon seit einiger Zeit im Gang, sagt eine Vertreterin der Kantonsbehörden. Ein Hindernis seien aber lang die fehlenden Unterkünfte gewesen. Angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage hat nun offenbar ein Umdenken stattgefunden.

Swiss Justice Minister Simonetta Sommaruga speaks to media during a news conference after the weekly meeting of the Federal Council in Bern June 20, 2014. Sommaruga presented the concept for implementing the

Bundesrätin Simonetta Sommaruga will etwas gegen das Leid unternehmen. Bild: THOMAS HODEL/REUTERS

Mehr Flüchtlinge

Generell wird die Schweiz künftig wohl mehr Flüchtlinge aufnehmen als bisher: Der Bund geht davon aus, dass die Schweiz in nächster Zeit bis zu 1400 Flüchtlinge pro Monat aufnimmt. «Das Bundesamt für Migration schätzt, dass die voraussichtliche Zahl der Schutzgewährungen bis August 2014 in einer Bandbreite von monatlich 1100 bis 1400 liegt», heisst es laut «NZZ am Sonntag» in seinem vertraulichen, monatlich erscheinenden Bericht mit dem Titel «Verteilung von Asylsuchenden» an die Kantone. 

Schutzgewährungen sind Aufnahmen von Asylsuchenden als anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene. Anfang 2014 lag diese Zahl noch bei rund 1000 pro Monat, in den letzten drei Jahren bei 300 bis 600, wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt. Damals waren viele Tunesier und Nigerianer als Asylsuchende in die Schweiz gereist, die wieder ausgeschafft wurden. Heute sind es vor allem Syrer und Eritreer, die hier bleiben dürfen. Weiter rechnet das Bundesamt für Migration in nächster Zeit mit mehr als 2000 Asylgesuchen pro Monat. (rey)

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