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Uri: Nun wird an der zweiten Gotthard-Röhre in Göschenen gebohrt

Nun wird an der zweiten Gotthard-Röhre in Göschenen gebohrt

18.08.2022, 18:0319.08.2022, 07:46

Für den Bau des neuen Gotthard-Strassentunnels hat am Donnerstag in Göschenen UR eine erste Tunnelbohrmaschine (TBM) den Betrieb aufgenommen. Beim Ausbruch des 16.9 Kilometer langen Bauwerks kommen drei weitere solcher Maschinen zum Einsatz.

Die TBM werde in den kommenden Monaten den Zugangsstollen zur nördlichen Störzone ausbrechen, teilte das Bundesamt für Strassen Astra am Donnerstag anlässlich der sogenannten «Andrehfeier» mit. Auch von Süden her wird eine identische Maschine eingesetzt. Diese beiden sind 200 Meter lang und haben einen Durchmesser von sieben Metern.

Die Installations- und Vorbereitungsarbeiten hatten fast zwei Jahre gedauert, in den letzten Monaten wurde die TBM zusammengesetzt. Für den Hauptvortrieb wird ab 2024 dann je eine grosse Tunnelbohrmaschine mit einem Durchmesser von 12.3 Metern für den Ausbruch der zweiten Tunnelröhre von Norden und Süden her eingesetzt.

Die zweite Röhre im Gotthard entsteht 70 Meter östlich des bestehenden Tunnels, dazwischen verläuft der Service- und Infrastrukturstollen, an den beide angeschlossen sind. Es fallen 7.4 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial an.

Ende 2029 soll das 2.14 Milliarden Franken teure Bauwerk für den Verkehr freigegeben werden. Anschliessend wird die 1980 eröffnete erste Röhre während drei Jahren gesperrt und saniert. Danach wird der Verkehr getrennt mit je einer Spur pro Röhre geführt. (sda)

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