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epa08366545 A rider of the Spanish Riding School on horseback as the Lipizzaner horse stallion grazes in the Burggarten park in Vienna, Austria, 16 April 2020. Two times a day the Lipizzaner horse stallions of the Spanish Riding School (a member of the UNESCO world heritage list of intangible cultural heritage of humanity) graze in the federal Burggarten garden. Due to the safety measures to slow down the ongoing pandemic of the COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, all federal parks and gardens were closed until 14 April 2020. A pedestrian calls to the riders: 'The most beautiful lawnmower in Austria'.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Der Pferdehalter wurde bereits früher kontrolliert. (Symbolbild) Bild: EPA

Abgemagerte Pferde – Strafuntersuchung gegen Tierhalter in Buchs SG

Ein Pferdehalter aus Buchs SG sieht sich mit dem Vorwurf der Tierquälerei konfrontiert. Auf seinem Hof hatten die Polizei und der Veterinärdienst am Ostersamstag ein stark abgemagertes Pferd angetroffen. Das Tier musste eingeschläfert werden.



Die Behörden haben gegen den Pferdehalter eine Strafuntersuchung wegen Tierquälerei eingeleitet und ein Tierhalteverbot verfügt, wie die St. Galler Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Ein zweites Pferd sei vorsorglich beschlagnahmt worden, hiess es.

Aufgrund einer Meldung rückten Polizei, Veterinärdienst und ein lokaler Tierarzt zum Bauernhof aus. Eines der beiden Pferde war stark abgemagert und musste vor Ort eingeschläfert werden. Der Veterinärdienst beschlagnahmte das zweite Pferd vorsorglich und liess es abtransportieren. Das Tier war laut Communiqué unterernährt, und es waren keine Futtervorräte vorhanden.

Bereits früher kontrolliert

Bereits Ende Januar hatte der Veterinärdienst den Hof kontrolliert, nachdem eine anonyme Meldung zur Hundehaltung eingegangen war. Bei der Kontrolle untersuchte der Veterinärdienst auch die Pferdehaltung und stellte bauliche Mängel am Stall sowie bei der Haltung der Pferde fest.

Die Pferde hatten damals genügend Futter, Wasser und Stroh, und auch die Stroh- und Heuvorräte waren ausreichend. Der Veterinärdienst wies den Tierhalt per Verfügung an, die Mängel zu beheben. «Es bestanden keine Anhaltspunkte, dass sich der Zustand der Pferde innert kurzer Zeit massiv verschlechtern könnte», heisst es.

Eine Nachkontrolle sei geplant gewesen. Sie sollte wie in solchen Fällen üblich, innerhalb von drei bis vier Monaten durchgeführt werden.

Informationspanne

Kritik an der Pferdehaltung auf dem Hof hatte es schon im vergangenen Herbst gegeben. Der örtliche Tierschutzverein erhielt eine entsprechende Meldung, doch gelangte diese nicht zum Veterinärdienst. Den Grund dafür will das Amt jetzt zusammen mit dem Tierschutzverein so schnell wie möglich klären.

Ziel müsse es sein, dass Meldungen von Tierleiden schnell und umfassend an das Amt gelangen, damit es die Tierhalterinnen und Tierhalter kontrollieren und nötigenfalls durchgreifen könne.

Dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen war der Tierhalter aus Buchs bekannt, wegen Problemen bei der Hundehaltung, der Registrierung und «verschiedenen Beissvorfällen mit andern Hunden». Daraus resultierten eine Strafanzeige und eine Verurteilung.

Am Ostersamstag stellten die Behörden bei der Hundehaltung keine Tierschutzmängel fest, wie der Kanton schreibt. Weitere Kontrollen seien vorgesehen. (cki/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • gallix 18.04.2020 09:03
    Highlight Highlight Was ist das für ein Veterinäramt das sich nicht um das Leid der Tiere kümmert?
    Wenn ein Tier qualvoll verendet gehört ein solcher mehrfach angemahnter Tierquäler ins Gefängnis - unbedingt.
  • Mügäli 17.04.2020 17:38
    Highlight Highlight Leider sind solche tragischen Geschichten immer wieder zu Lesen. Was mich am meisten wütend macht ist, dass oftmals die zuständigen Behörden Monate vorher auf solche Umstände aufmerksam gemacht werden aber nichts dagegen tun.

    Wir hatten so einen Fall im Berner Seeland. Ein Bauer welche seine Kühe unter miesesten Bedienungen hielt. Alle Anwohner haben damals versucht mittels Kontakt zu den Zuständigen diese unsäglichen Verhältnisse zu beenden. Passiert ist über Monate nichts, bis dann die Tiere in 1 Meter hohem Dreck förmlich verreckten.

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