Schweiz
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Video soll Tierquälerei in Waadtländer Schweinezucht-Betrieb zeigen



Ein von der Tierschutzorganisation MART veröffentlichtes Video soll aufzeigen, wie die Tiere in einem Waadtländer Schweinezuchtbetrieb unter schlimmsten Bedingungen gehalten werden. Die Tierschützer reichten Klage gegen den Besitzer ein. Dessen Anwalt bezweifelt die Echtheit des Films.

Dunkle Räume, Schweine und Ferkel auf engstem Raum dicht aneinander gedrängt, einige mit offenen Wunden, abgebissenen Schwänzen und mit Kot vollgeschmiert; derartige Bilder wurden am Mittwoch von der Stiftung MART veröffentlicht. Nach Angaben der Tierschützer wurde der Film am Sonntag in einem Schweinezuchtbetrieb in La Praz VD gedreht.

Dessen Besitzer wurde demnach bereits im vergangenen Jahr wegen ähnlicher Verhältnisse auf anderen Betrieben angeprangert. In der Folge musste der Mann an zwei Standorten Verbesserungen vornehmen.

Klage

«Es ist wichtig, dass diese Vorkommnisse der Öffentlichkeit, den Konsumenten aufgezeigt werden und dass die verantwortlichen Behörden endlich intervenieren und diesem Produzenten verbieten, Tiere zu halten», schreibt die Stiftung MART auf ihrer Internetseite. Sie habe deswegen Klage gegen den Züchter eingereicht.

Der Anwalt der Familie, Stefan Disch, sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, dass er «wahrscheinlich reagieren» werde. Denn sie hätten in diesem Fall «die grössten Zweifel über das Datum und den Ort», an denen der Film gedreht worden sei.

Im April und noch einmal am vergangenen Dienstag habe das kantonale Veterinärsamt diesem Schweinezucht-Betrieb unangekündigte Besuche abgestattet, sagte Disch. Es habe nichts beanstandet und auch keine zusätzlichen Massnahmen angeordnet. Zwar habe es in der Vergangenheit einige technische Mängel gegeben, doch der Familie sei es wichtig gewesen, diese zu beseitigen. (sda)

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Video: reuters

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 10.08.2017 07:00
    Highlight Highlight Diese Art der Schweinemast, Flächenrost, wird 2018 in der CH verboten. Es werden dadurch ca. 60'0000 Mastplätze verschwinden. Richtig so.
    Das Video zeigt einen Stall mit massivem Kanibalismus. Die Ursachen sind meist Überbelegung, fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten und oft ein schlechtes Stallklima. Kanibalismus fängt mit Schwanzbeissen an. Da das äusserste Ende des Schwanzes gefühllos ist (früher wurde dieses kupiert, heute verboten) stört es die gebissenen Schweine nicht. Sobald sich der Kanibalismus etabliert hat, müssen die Tiere getrennt werden.
    Diese Haltung ist EU Standard.
    • ChlyklassSFI 11.08.2017 10:55
      Highlight Highlight Ja, die Haltung ist es okay. Es sind ja nur Tiere, denen wir keinen Wert zugestehen.
  • Caturix 09.08.2017 23:07
    Highlight Highlight Sieht mal im Greyerz und umgebung nach. Da sieht es nicht besser aus.

Beifang

Was ein US-Polizist kann, kann die watson-Leserin Mila schon lang

Das ist die Entendame, die jedes Jahr bei watson-Leserin Mila auf der Dachterrasse in Zürich brütet. Sind die Kleinen geschlüpft, müssen sie zunächst vom fünften Stock auf den Rasen hinunter springen. Dann beginnt ihre gefährliche Reise bis zur Limmat. 

Doch zum guten Glück für die Enten begleitet Mila die Familie. Und zum guten Glück für uns hatte sie eine Kamera mit dabei:

Das gleiche Ich-mag-Enten-Gen wie Mila hat wohl auch dieser Verkehrspolizist in Eau Claire im US-Bundesstaat Wisconsin:

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