Schweiz
Tier

Umweltschützer finden Mikroplastik in Kot von Schweizer Wildtieren

Umweltschützer finden Mikroplastik in Kot von Schweizer Wildtieren

10.06.2025, 16:0510.06.2025, 16:05

Plastikverschmutzung macht auch vor Wildtieren keinen Halt. Schweizer Umweltschützer und Wissenschaftlerinnen haben Mikroplastik im Kot von Rehen, Hirschen, Wildschweinen, Hasen, Gämsen, Füchsen, Mardern, Dachsen und Wölfen gefunden.

Die Plastik-Kontamination betrifft Regionen in der ganzen Schweiz, wie der am Dienstag von der Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte Bericht zeigt.

Bildnummer: 56016317 Datum: 10.06.2006 Copyright: imago/blickwinkel
europäisches reh (capreolus capreolus), jungtier in der wiese, schweiz, riederalp rö deer (capreolus capreolus), fawn in a meadow, s ...
Der Mageninhalt von Vögeln und Meerestieren wird häufig auf Mikroplastik untersucht, über die Belastung von Wildtieren gibt es nur wenig Daten. Bild: imago

Allerdings gab es erhebliche Unterschiede zwischen den gesammelten Kotproben. So wurden im Kot von zwei Wildschweinen im Wallis und im Kanton Bern mehr als 600 Mikroplastikpartikel pro Gramm gefunden. Der Kot eines Wolfes, der in Graubünden gesammelt wurde, enthielt hingegen nur 7 Plastikteile pro Gramm, und jener eines Zürcher Rehs 4.

Kot getrocknet und aufgelöst

Analysiert wurden für den Bericht 15 Kotproben durch Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL). Dafür trockneten sie den Kot und lösten ihn anschliessend in Wasserstoffperoxid auf. Diese Mischung siebten sie durch einen Filter.

Das Ausmass der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik erfordere national und international sofort griffige politische Massnahmen, schrieb Greenpeace im Bericht. Nur so könne die Menge an Mikroplastik kurzfristig reduziert werden. (cst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Notausnahmezustand für Schweizer Wildtiere
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7
Murat Yakin ganz privat: «Hakan hat sich ab und zu bei unserer Mutter ausgeheult»
In wenigen Tagen gibt der Nati-Trainer sein WM-Kader bekannt. Im Interview verrät der 51-Jährige, wovon er als Kind träumte, welche Konsequenzen ein verpasster Zapfenstreich hatte, wie hoch sein erster Profi-Lohn und wie gross seine Lust aufs Zürcher Nachtleben war.
Was ist Ihre erste WM-Erinnerung?
Murat Yakin: Von 1978 habe ich das Bild von Mario Kempes im Kopf. Von 1982 sind mir die italienischen Helden wie Altobelli, Rossi, Tardelli und Scirea in Erinnerung geblieben. Aber die erste WM, die ich so richtig miterlebt habe, ist jene von 1986 mit Maradona in der Hauptrolle.
Zur Story