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Serafe (die neue Billag) will fürs Gebühren-Eintreiben 37 Personen neu anstellen

Serafe (die neue Billag) will fürs Gebühren-Eintreiben 37 Personen neu anstellen

10.03.2017, 18:0710.03.2017, 18:07
Das Gebaeude der Serafe AG, Tochterfirma der Secon AG, am Freitag, 10. Maerz 2017, in Fehraltorf. Ab Ende 2018 uebernimmt die Serafe AG das Eintreiben der Radio- und TV-Gebuehren anstelle von Billag.  ...
Hier in Fehraltdorf sitzt sie: die Serafe AG.Bild: KEYSTONE

Die Serafe AG wird künftig das Inkasso der Radio- und TV-Abgabe in der Schweiz übernehmen. Zusätzlich zu den bestehenden rund 20 Mitarbeitern will die Muttergesellschaft Secon dafür rund 37 neue Personen einstellen.

Das sagte Geschäftsführer Werner Krauer gegenüber der Online-Ausgabe des «Tages-Anzeiger». Secon hat die Tochter Serafe im September 2016 eigens für die neue Aufgabe gegründet. Das Radio- und Fernsehgesetz schreibt nämlich vor, dass die Erhebungsstelle keine anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten als das Inkasso der Haushaltsabgabe ausüben darf.

Die in Fehraltorf ZH ansässige Secon AG wurde 1979 gegründet und beschäftigt derzeit über 20 Mitarbeitende, wie aus Angaben auf der Internetseite hervorgeht. Zudem unterhält sie eine Niederlassung im neuseeländischen Auckland. Die Firma kassiert für verschiedene Krankenversicherer wie Atupri oder Helsana die Prämien ein. Damit ist sie für über 300'000 aktiv Versicherte zuständig.

Die Secon verfüge über grosse Erfahrungen im Inkasso sowie über moderne IT-Systeme und Prozesse, schreibt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) in der Mitteilung zum neuen Mandat für die Erhebung der künftig geräteunabhängigen Radio- und Fernsehabgabe. Den Zuschlag erhielt das Unternehmen demnach dank dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Firma gehört mehrheitlich den Mitarbeitern. Ihre Kunden besitzen eine Aktienminderheit. Tochter Serafe wird ab 1. Juli dieses Jahres mit dem Aufbau der Infrastruktur und des notwendigen Informatiksystems beginnen. Ab 2019 zieht sie die Empfangsabgaben ein. Das Mandat läuft bis 2025. Serafe erhält laut dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) für die gesamte Mandatsdauer von sieben Jahren inklusive Vorbereitungsarbeiten einen Betrag von 123'070'806 Franken.

Sollte die No-Billag-Initiative zur gänzlichen Abschaffung der Gebühren angenommen werden, muss die Serafe bereits begonnene Tests abbrechen und ihre Tätigkeiten einstellen. Für bereits geleistete Aufwände werde der Bund wahrscheinlich Schadenersatz zahlen müssen, sagte eine BAKOM-Sprecherin gegenüber Radio SRF. (sda)

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