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News im Live-Ticker

Wie war die Tagesschau «ticinese»? Hier erfahren Sie's



Heute Abend hat «Telegiornale»-Moderatorin Alessia Caldelari vom Tessiner Fernsehen RSI durch die «Tagesschau» geführt. Lesen Sie im Ticker nach, wie sich die Verstärkung aus der Südschweiz gemetzget hat.

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dickmo
RTS - RSI: 1:0
Die Tessiner «Tagesschau» hat die im Vorfeld an sie gehegten Erwartungen eindeutig nicht erfüllt. Während sich der erholungssuchende Deutschschweizer Medienkonsument bei Rete Uno jederzeit aus dem hektischen Alltag ausklinken und Italianità sizilianischer Art vorzelebriert bekommt, überfährt ihn die RSI-«Tagesschau» mit einem Tempo und Charme, mit dem Filippo Lombardi jeweils durch den Gotthard zu fahren pflegte. Da haben sich die welschen Kollegen, die letztes Jahr für einen Tag «Tagesschau» ins Leutschenbach disloziert waren, eindeutig weniger von Zürcher Ernsthaftigkeit anstecken lassen. Macht nichts, liebe Kollegen vom RSI. Probieren wirs einfach noch mal im nächsten Jahr. Dann vielleicht mit einem Thema, das die Tessiner wirklich beschäftigt und uns Deutschschweizern zeigt, wo sie der Schuh drückt. Das brächte der interkulturellen Verständigung über den Gotthard mehr als die herkömmliche SRF-«Tagesschau» made by RSI.

Arrivederla, Cari Ticinesi!
«Vielen Dank für die Geduld»
Alessia Caldelari bedankt sich zum Ende ihrer «Tagesschau» für die Geduld der Zuschauer. DIE GEDULD!
Beitrag über die SRF-Kollegen, die heute das «Telegiornale» machen
Die RSI-Redaktoren befragen die SRF-Redaktion, die im Tessin das «Telegiornale» vorbereiten. Heisst für uns: Zeit zum Erholen. Pascale Menzi gibt ruhig und in zuschauerfreundlichem Tempo Auskunft darüber, wie es ist, für die Tessiner eine Sendung zu machen. Sie berichtet von Nervosität und Selbstzweifel. Vielleicht nicht zu unrecht. Eines ist sicher: Die Tessiner Zuschauer werden sich über das fehlende Tempo im «Telegiornale» der Deutschschweizer beklagen.
Beitrag über einen Tessiner Ex-Hockey-Spieler
Hat früher im Tessin gelebt. Lebt heute in der Deutschschweiz. Geht ihm gut. Weiter!
Filippo Lombardi in der Live-Schaltung
«Wie geht es der italienischen Sprache in der Deutschschweiz?» Antwort Lombardi: «Es geht nicht so gut, aber es geht in solchen Übungen, wie diejenige, die Sie jetzt hier grad machen.»... Lombardi hält sich nicht zurück mit Horrorszenarien, die der Schweiz drohen, wenn die Sprachregionen sich nicht zusammenraufen. Man sehe ja derzeit auf der Krim, wohin das führe, wenn Bevölkerungsteile sich nicht verstünden. So nicht, Herr Lombardi! Sie haben heute grad eine zweite Gotthardröhre gekriegt, durch die sie sich künftig nach Bern chauffieren lassen können. Caldelari ist aber offenbar einverstanden. Keine Nachfrage. Weiter im Takt dieser Stechschritt-Stakkato-Tagesschau.
«Capito!»
Kein Ausruf an den Zuschauer, sondern Titel eines Sprachenlehrbuches, dass die Tessiner derzeit offenbar alle im Bundeshaus zu lesen zwingen, damit sich die Bundesbeamten aus der Deutschschweiz und dem Tessin künftig besser verstehen.
«Kremle» - Endlich Akzent
Nach 13 Minuten Sendung merkt man das erste Mal, dass Caldelari italienischer Muttersprache ist. Sie sagt «Kremle» statt «Kreml». Bitte mehr davon. Kleine Aussprachefehler und sprachliche Unzulänglichkeiten der Fernsehmoderatoren machen die ansonsten perfekten TV-Gesichter menschlich, bringen sie uns näher. Darauf haben wir uns eigentlich gefreut. Und wir freuen uns auf mehr. Bis jetzt vergeblich. Nach «Kremle» geht es in akzentfreiem und druckreifem Bühnendeutsch weiter.
Stresstest Börsenkurse bestanden
Tadellos. Caldelari liest die Börsenkurse vor, als machte sie den ganzen Tag nichts anderes. Wie der Auktionator: "ZumerstenzumzweitenzumdrittenundZUSCHLAG!"
Dank an Roberto Zanetti
Ständerat Zanetti ist nach zehn Minuten Sendung der erste, der in einem Tempo spricht, das den Zuschauer, der mit der Materie nur unzulänglich vertraut ist, mitkommen lässt. Die Tessiner können Deutsch. Das muss man ihnen lassen. Grad mit preussisch hätten wir nicht gerechnet!
Tempo und Temperament in den Beiträgen
Die von den RSI-Journalisten komponierten Beiträge sind knapp und kurz gehalten. Das Tempo ist einigermassen zackig: Erklärung Vorlage, Quotes Blocher, Sommaruga etc., Liveschaltung, Adieudankenachbern! und jetzt zum Gotthard!
Unmediterrane Themenauswahl
Die Zusammenstellung der einzelnen Beiträge lässt die Feriengefühle, die sich sonst im Zusammenhang mit dem Tessin einstellen, nicht aufkommen. Ausschaffungsinitiative im Nationalrat, Zweite Gotthardröhre im Ständerat, Krimkrise und Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung.
Zackiger Start
Caldelari führt zackig und unprätentiös in die Sendung ein. Die Sendung sei heute «ein wenig anders». Weil sie und ihre Kolleginnen und Kollegen vom RSI die Sendung machten. Damit hat sichs. Ein bisschen zu unprätentiös, wie uns dünkt. Zwar gehört es sich für Moderatorinnen und Moderatoren sich selbst zurück zu nehmen. Schliesslich geht es um die Berichterstattung und nicht um sie. Ein ein wenig charmanterer Start in die Sendung hätte uns aber angesichts des speziellen Momentes nicht gestört. Schliesslich interessiert die Tessiner Moderatorin heute mindestens so sehr wie die Themen.
«Tagesschau Ticinese» im Live-Ticker
Ab 19.30 berichten wir in Echtzeit vom Einsatz der «Telegiornale»-Moderatorin Alessia Caldelari im «Tagesschau»-Studio. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Moderationsstil der RSI-Journalistin. Sollten ihre Redaktionskollegen, die Caldelari aus dem Tessin mitgebracht hat, thematisch andere Schwerpunkte setzen als die SRF-Redaktion, dann würden wir darauf auch aufmerksam machen.
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