Schweiz
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Ganz in seinem Element – SVP-Übervater Christoph Blocher in der «Arena». bild: screenshot/srf

Christoph Blocher, die AfD und der «Tod der Politik» – das war die Volksentscheid-«Arena»

Wer hat das Sagen im Land? Das Volk oder die Elite? Und müssen Volksentscheide in jedem Fall umgesetzt werden, auch wenn sie faktisch gar nicht umsetzbar sind? Über diese Fragen diskutierten alt Bundesrat Christoph Blocher, Tiana Angelina Moser (GLP), Eric Nussbaumer (SP) und AfD-Vizepräsident Alexander Gauland in der «Arena».



Es war ein bisschen wie am ersten Tag in der Schule. Alexander möchte gerne neben Christoph sitzen, Christoph möchte aber nicht neben Alexander sitzen («Er kommt aus einem anderen Dorf, ich kenne ihn gar nicht!»).

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Lehrer Jonas seufzt, weil er aber ein verständnisvoller Lehrer ist und Christoph damit drohte, nicht mehr in den Unterricht zu kommen, setzt er die beiden auseinander – dazu muss man wissen, dass Christoph zwar aufmüpfig ist, aber eben auch einer der besten Schüler von Lehrer Jonas. Auf einen wie Christoph möchten auch die anderen Schüler nicht verzichten; er ist Klassenclown und Pausenplatzrowdy in Personalunion – ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Klasse.

Blöderweise hat Lehrer Jonas mit seiner Nachgiebigkeit gegenüber Christoph einen Präzedenzfall geschaffen. Jetzt gefällt es auch Schüler Peter – als Klassenbester sitzt er im Prüfstand – nicht mehr auf seinem Platz. Lehrer Jonas seufzt, weil er aber weiss, dass Peters Beiträge immer konstruktiv sind und er als Lehrer das Gleichbehandlungsgebot beachten muss gibt er widerwillig nach – und ändert die Sitzordnung ein zweites Mal. 

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Leidtragende ist Schülerin Tiana, die nun Alexanders Platz geerbt hat und kaum noch zu Wort kommt. Sooft sie auch die Hand hochhält – Christoph kommt ihr zuvor oder fällt ihr ins Wort. Nur Schüler Eric behält die Ruhe. Und Alexander. Aber der ist ja aus dem anderen Dorf und somit eigentlich eh fehl am Platz. 

Wer hat das Sagen im Land?

Diese «Arena» war nicht nur launiges Klassenzimmer-Geplänkel. Sie war auch Anschauungsunterricht dafür, was passiert, wenn man versucht, Populisten des Populismus zu überführen. Sie antworten mit Floskeln – und retten sich in politische Plattitüden.

Im Falle Blochers war das verständlich: Die Blut-und-Boden-Rhetorik, die AfD-Gauland im Leutschenbach präsentierte, passte so gar nicht zum (Selbst-) Bild der grössten Schweizer Partei, die zwar auch mit Überfremdungs-Ängsten Stimmen macht, diese aber nicht auf ein ausgeprägtes ideologisches Fundament stellt. Gaulands Partei, die AfD, tut hingegen genau das. Die Fragen der nationalen Identität, der deutschen Kultur und des deutschen Volkes umtreiben die Spitze und das Fussvolk der «Alternative für Deutschland» spätestens seit dem Ausbruch der Flüchtlingskrise im Herbst 2015. 

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Blocher distanzierte sich vehement von Gauland («Er ist Deutscher, uns muss niemand erklären, wie die Schweiz funktioniert. Und überhaupt, als Ausländer kann man die Schweiz nie wirklich verstehen!»). Nie habe die SVP eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Rechtsparteien angestrebt und wenn sich einzelne Exponenten wie Oskar Freysinger an Sausen von europäischen Nationalkonservativen blicken lassen, dann sei das halt so. Punkt.

Gauland, dessen Arme für eine Verbrüderung vermutlich offen stünden, reagierte mit einem gequälten Lächeln, und es war nicht das erste Mal, in dem man meinte, der Blick des AfD-Vizes gehe sehnsüchtig in Richtung Fluchtwegschild. 

Die Versuchsanordnung, Christoph Blocher und Alexander Gauland als Brüder im Geiste zu entlarven, gelang dennoch. Und zwar, weil Nussbaumer und Moser gebetsmühlenartig das System Blocher darlegten: Man nehme ein echtes oder imaginiertes gesellschaftliches Problem, bausche es auf, präsentiere eine halbgare Lösung, überlasse den anderen die Knochenarbeit des Feintunings und schreie auf, wenn die schlussendlich präsentierte Lösung nicht haargenau dem entspricht, was den Leuten versprochen wurde. Auch die Feindbilder, so Moser, entsprächen sich weitgehend: Muslime, Migranten, die Elite.

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Das ist Populismus in Reinkultur, wie er nicht nur in der Schweiz von der SVP, sondern auch in Deutschland von der AfD praktiziert wird. Und damit war der Bogen geschlagen zur Masseneinwanderungs-Initiative, die als Paradebeispiel für kaum oder nur mangelhaft umsetzbare Volksentscheide angeführt wurde. «Totengräber der Demokratie» nannte SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz diejenigen Nationalräte, die sich dem Diktat der Volkspartei zur Umsetzung der MEI widersetzt und die MEI verwässert hatten. Das Schweizer System der halbdirekten Demokratie sei an diesem Tag zu Grabe getragen worden.

Angst ist ein schlechter Ratgeber, sagt der Volksmund. Was aber, wenn nun der Volksmund selber Angst hat? Dann, so Gaulands Lösung, müsse man dem Volk eben besser aufs Maul schauen. 

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Die Kernfrage, die in dieser «Arena» im Raum stand, lautete also: Was tun mit den Ängsten des Volks? Und vor allem, was tun, wenn die Ängste gar nicht real sind, sondern auf diffuser Mischung aus Unbehagen und düsteren Zukunftsprophezeiungen fussen? Was tun mit der vielbeschworenen «Abstiegsangst der Mittelschicht»? 

Die Stimme aus dem Publikum kam da wie gerufen, sie war fast schon zu modellhaft: Es sei halt schon so mit dieser Masseneinwanderung, da mache man sich halt Sorgen um die Sicherheit, und auch, dass es mit den Arbeitsplätzen eng wird, klagte Michael, von Beruf Betreuer.  

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Michael war der typische Vertreter der besorgten Bürger. Die «Im-Moment-geht-es-uns-ja-eigentlich-gut-aber-was-wenn-dereinst»-Fraktion, die die AfD ganz unverhohlen umwirbt. 

Peter Schneider, als Psychoanalytiker bestens vertraut mit den inneren Nöten der Menschen, konterte Gauland: Angst könne keine politische Maxime sein. Das führe – und damit läutete Schneider die Totenglocke fast noch heftiger als Amstutz – zum Tod der Politik.

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SVP, AfD oder NPD? Von wem stammen diese Plakate?

Quiz
1.Welche Parteien rühren mit einem «Extrablatt» die Werbetrommel für ihre Anliegen?
Extrablatt wirbt vor Berliner Wahl für die AfD
AfD und NPD
SVP und AfD
SVP und NPD
2.Welche Partei pflasterte das Land mit diesen Plakaten zu?
NPD Schäfli
SVP
AfD
NPD
3.«Wir stellen uns gegen willkürlich betriebene Masseneinwanderung.» – Bei wem steht dieser Satz im Parteiprogramm?
ZUR ABSTIMMUNG GEGEN MASSENEINWANDERUNG VOM SONNTAG, 9. FEBRUAR 2014 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Einwanderer aus Italien und Spanien treffen sich am Samstag,  21. Mai 2011 in Zuerich. Der Anlass wuerdigte die von der sogenannten ersten Einwanderungsgeneration erbrachten Leistungen fuer unsere Gesellschaft. Stellvertretend fuer alle ehemaligen Gastarbeitenden nahmen gut 700 ueber 70-jaehrige Italienerinnen und Italiener und Spanierinnen und Spanier den Dank der Stadt Zuerich entgegen. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
KEYSTONE
AfD
SVP
NPD
4.Welche Partei setzte ein Matterhorn auf das Plakat?
NPD Matterhorn
AfD
NPD
Keine davon – das Plakat war eine Fotomontage einer linken Gruppierung in Deutschland.
5.Welche Partei stellte Ausländer pauschal als raubende, vergewaltigende und tötende Männer dar?
Bild zur Frage
SVP
AfD
NPD
6.Welche Partei sah Kinder einst schon hinter Gittern?
Staatskinder SVP
SVP
AfD
NPD
7.«Maria statt Scharia» – wer war's?
Maria statt Scharia
NPD
AfD
NPD und AFD
NPD und SVP
8.Der AfD-Vizevorsitzende Alexander Gauland berief sich in einer Rede im Juni dieses Jahres mehrmals auf den Slogan: «Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.» Bei wem hat Gauland abgekupfert?
Alexander Gauland, top candidate for the Alternative for Germany (AfD) party in the upcoming Brandenburg state election, addresses a news conference in Berlin September 1, 2014. Chancellor Angela Merkel's conservatives were poised to cling to power in Sunday's election in the east German state of Saxony but new right-leaning rival Alternative for Germany (AfD) made a breakthrough by winning its first seats in a state assembly.      REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS ELECTIONS)
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bei der SVP
bei der NPD
Bei niemandem. Das ist original AfD.
9.Und zum Abschluss noch ein kleiner Auszug aus einem Parteiprogramm. Von wem ist dieser Satz?: «(...) die muslimischen Zuwanderer stammen oft aus Ländern, in denen keine demokratische Rechtsordnung herrscht. Sie bringen Vorstellungen über Recht und Ordnung mit, die mit unserem Rechtssystem und unseren demokratischen Spielregeln nicht vereinbar sind.»
Des chapelets musulman et un coran photographie dans la salle de priere de la nouvelle mosquee de l'Association culturelle musulmane de Payerne, ACMP, dans le cadre d'une journee porte ouverte ce samedi 20 septembre 2014 a Payerne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
KEYSTONE
SVP
AfD
NPD

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    Alle Leser-Kommentare
  • Theor 07.11.2016 15:13
    Highlight Highlight "Und müssen Volksentscheide in jedem Fall umgesetzt werden, auch wenn sie faktisch gar nicht umsetzbar sind?"

    Ja, denn sonst baut man sich ein System, bei dem Volksentscheide gar nicht mehr möglich sind. Die Korrektive entfällt und die Politik gehört den Politikern und nicht dem Volk. Quasi eine EU.
    • andersen 07.11.2016 15:54
      Highlight Highlight Nein, das Schweizer Volk steht unter der Gesetz, nicht über das Gesetz und wer Nein zur "Masseneinwanderung" sagt, sagt wo möglich auch Nein zur die freie PFZ in Europa und das ist nicht mit die Staatsverträge mit die 28 EU-Mitgliedländer nicht vereinbar.
  • andersen 06.11.2016 23:54
    Highlight Highlight Blocher wollte nicht neben Gauland stehen, die Leute kennt er gar nicht, auch nicht die Strackers, das dänische Volkspartei, Ukip, Wilders und Le Pen und er liesst wahrscheinlich auch keine Zeitungen, dass er sich ein eigene Meinung bilden kann. Interessant ist es nur, dass alle die gleiche Strategie von Herr Altbundesrat Blocher hat und der Freysinger tatsächlich teilgenommen hat an der Veranstaltung, die so "ausländerfreundlich" ist.
  • Sophia 06.11.2016 16:49
    Highlight Highlight Da meint der Blocher zu seinem Kollegen aus Deutschland (Gauland), nur ein Schweizer verstünde die Schweizer Politik und dann stellt sich heraus, dass er sie selbst nicht kapiert hat.
    Das Volk bestimmt keineswegs alleine die Politik hier, sondern auch der Bundesrat und das Parlament. Wenn dem "Volk" das umgesetzte Gesetz nicht passt, dann muss es eben das Referentum ergreifen, das aber will der Blocher wiederum nicht. Warum wohl? Weil er dann keinen Grund mehr hat, das Parlament und die Bundesräte als Totengräber der direkten Demokratie zu bezeichen. Die Suppe immer schön am Köcheln halten!
  • Kubod 06.11.2016 02:16
    Highlight Highlight Wenn ich das Wort Rechtspopulist lese, weiss ich, das der Artikel nichts mehr wird.
    Geschrieben von einem Linkspopulisten, der sich als Teil einer Elite wähnt, die über dem Pöbel, dem Populus steht.
    Die Idee der Demokratie desavouierend. Populus, das Volk, als Populus, den Plebs bezeichnend, weil es bei Abstimmungen nicht die eigene Meinung teilt.
    Seltsamerweise trifft man dieses, nicht auf Fakten beruhende, sebstgefällig scheinelitäre Denken vermehrt bei Journis, die den Bezug zum Alltag der Bevölkerung verloren haben oder nie hatten.
    Die SVP ist soviel oder sowenig populistisch wie die SP.
    • Froggr 06.11.2016 09:35
      Highlight Highlight Du sprichst mir aus dem Herzen🙏.
    • rodolofo 06.11.2016 09:44
      Highlight Highlight Populus kommt von Popel, in der Umgangssprache auch "Böögg" genannt.
    • Wehrli 07.11.2016 15:20
      Highlight Highlight Das stimmt, früher war der simple Pöbel bei der SP, heute stimmt er für die SVP. Beide haben Ihn aufs Kreuz gelegt.
  • andersen 05.11.2016 19:44
    Highlight Highlight Wie bekämpft man Rechtspopulisten? Ganz einfach, man soll sie ignorieren.
    • rodolofo 05.11.2016 20:21
      Highlight Highlight Leider ist es etwas schwierig, einen laut schimpfenden, speuzelnden, wie ein schwitzender Raclette-Käse glänzenden, Schweinchenfarbigen, aufgedunsenen, dauernd besorgten "Wutbürger" mit falschem Haar und Alkoholfahne, der rassistische Sauereien und ordinäre Sprüche über Frauen rauslässt, zu ignorieren...
      Aber im Grunde hast Du recht, andersen!
      Wir sollten den direkten Blickkontakt mit ihm meiden, denn wenn er uns in die Augen schaut und er erkennt, wie angewidert wir von ihm sind, dann kitzelt das seine Boshaftigkeit, und er torkelt so direkt, wie es ihm überhaupt möglich ist, auf uns zu.
    • andersen 05.11.2016 21:26
      Highlight Highlight Hoi Rodolofo, ich hoffe es Dir gut geht. Schöne Grüsse H.Andersen.
    • rodolofo 06.11.2016 09:42
      Highlight Highlight Hoi andersen,
      mir geht's gut, sehr gut sogar. Und wie läuft's bei Dir? Hab Dich hier vermisst. Lange nichts mehr gelesen von Dir. Warst Du in den Ferien?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denverclan 05.11.2016 17:44
    Highlight Highlight Sorry, das ist nicht die Welt die ich in meinem Hirn weiden lassen will. Es ist eine grosse Freude, sich seine Welt selbst zu konstruieren, man hat die Wahl, was dort leben und wachsen soll. Wir sind völlig frei, niemand und nichts hat den Zugang wenn wir nicht wollen. Das Leben ist ein Geschenk und kurz, die Gedanken die Grundlage unserer Taten. Jeder ist für sich selbst verantwortlich und die Verantwortung gegenüber unserem Nächsten ist ebenfalls sehr gross! Friede mit Dir heisst Frieden in mir. Geld und Macht sind vergänglich, inneren Frieden nehmen wir mit, egal wohin die Reise führt.
  • Lowend 05.11.2016 13:41
    Highlight Highlight Jetzt hat doch Blocher gestern in der Arena noch gesagt, dass Freysinger fast sicher nicht zu dieser bräunlichen Versammlung fährt und nun ist er doch dort?
    Hat uns der Blocher nun ein weiteres Mal brandschwarz angelogen und geht die Zusammenarbeit der SVP mit den Neufaschisten Europas doch weiter, als der alternde Volkstribun offiziell zugeben will?
    http://www.watson.ch/Schweiz/SVP/412533595-Zum-Thema-Meinungsfreiheit--Freysinger-referiert-an-rechtspopulistischer-Veranstaltung
    • Lumpirr01 05.11.2016 16:39
      Highlight Highlight Gegenseitige internationale Einladungen unter Gleichgesinnten (egal ob Grüne, Rechte, Sozis, usw) sind doch sehr häufig und brauchen zumindest bei uns keine Bewilligung eines Parteioligarchen und finden meist ohne dessen Kenntnis statt. Mit dem C.B. kann man in vielen Punkten geteilter Meinung sein, aber ihm in diesem Zusammenhang wegen Freysinger brandschwarze Lüge vorzuwerfen, lieber Lowend, ist reine Polemik, die niemandem was bringt............
    • Serjena 05.11.2016 19:30
      Highlight Highlight @ Lumpirr01
      Ich möchte @Lowend nicht zustimmen, jedoch dass in dieser Frage jemand lügt ist ganz klar:

      Dass Oskar Freysinger seine Teilnahme an der Veranstaltung in Berlin bestätigt, erstaunt – insbesondere deshalb, weil SVP-Chefstratege Christoph Blocher Freysingers Teilnahme in der jüngsten «Arena»-Sendung von SRF noch hinterfragte. «Er hat mir gesagt, er sei nicht dort», betonte Alt Bundesrat Blocher.

      http://www.srf.ch/news/schweiz/oskar-freysinger-nimmt-an-rechtspopulistischer-veranstaltung-teil
    • amore 06.11.2016 09:05
      Highlight Highlight Wenn die Politiker/innen nicht mehr lügten, wäre die Demokratie noch viel mehr wert.
  • nickmiller 05.11.2016 12:20
    Highlight Highlight Sorry, ich konnte die Arena leider nicht schauen. Ich hab mich stattdessen besoffen, im Wissen, dass Herr C. B. aus H. Mir eh nur Angst machen will. Aber Angscht um Gäld hani kai. Dafür habe ich jetzt Kopfweh.
  • rodolofo 05.11.2016 12:20
    Highlight Highlight Die Methoden der SVP und der AfD sind genau die Selben, auch wenn sie "aus der Region für die Region" (hinter das "für" setze ich ein grosses Fragezeichen...) arbeiten.
    Das ist doch sowas von "Süneliklar"!
    Aber Blocher mimt den Unschuldigen und Unwissenden:
    "Ich weiss nicht, was die AfD macht! Ich kenne den Herrn Gauland nicht!"
    Daraufhin fragt ihn Neumann halb lachend: "Ja lesen Sie denn die Zeitung nicht, die Sie selber besitzen?"
    Also wirklich, was "der Alte" da wieder zum Besten gegeben hat, könnte man allerhöchstens als "Anfänge von Demenz" entschuldigen!
    Ist Blocher schon etwas dement?
    • gnoam 05.11.2016 20:32
      Highlight Highlight Nee der war schon immer so...
  • Soli Dar 05.11.2016 12:05
    Highlight Highlight Im Gegensatz zu AFD und Gauland sind Blocher und SVP "gepflegt" fremdenfeindlich.
    • Sophia 06.11.2016 16:58
      Highlight Highlight Wo ist da der Unterschied?
      "Raus mit euch oder geh bitte dahin, wo du hergekommen bist." Meinst du das?
  • amade.ch 05.11.2016 12:04
    Highlight Highlight Es war ein bisschen gemein, wie der alte Mann reihenweise mit stimmigen Argumenten eingedeckt wurde und er einfach nichts zu entgegnen hatte. Selbst dem besorgten Bürger im Publikum schienen die Argumente einzuleuchten, auch wenn er das natürlich mit angstvollem Blick verneinte.
  • TanookiStormtrooper 05.11.2016 11:24
    Highlight Highlight Sehr schönes Gleichnis mit der Schule, wobei Kindergarten wohl treffender wäre. Aber da tut man den Kleinen wohl auch unrecht...
  • BoomBap 05.11.2016 11:03
    Highlight Highlight Ich hab es Gestern nach langem wieder einmal versucht. Ich hab mir die Arena angeschaut. Nach einer Minute musste ich wieder umschalten. Politik intressiert mich, aber selber mitmischen? Niemals! Klar Diskussion ist wichtig, aber ich würde an die Decke gehen, wenn mir ständig einer drein schwatzt. Ok war ja klar mit einem Blocher, aber auch sonst.
    • BoomBap 05.11.2016 17:33
      Highlight Highlight "Einer drein schwatzt" ziemlich schlechtes Deutsch. Tut mir
      Leid 😁
    • Spooky 05.11.2016 18:45
      Highlight Highlight Wenn du die beiden Wörter wenigstens zusammengeschrieben hättest, könnten wir es ja noch akzeptieren! Also "dreinschwatzt". Aber so wie du es geschrieben hast - das geht nun echt nicht. 😖
  • Lowend 05.11.2016 10:38
    Highlight Highlight Im Gegensatz zu Blocher muss man diesem unsäglichen Gauland wenigstens zu Gute halten, dass er offen zu seiner Fremdenfeindlichkeit und seiner extrem rechten Gesinnung steht und ich eigentlich nur darauf gewartet habe, dass plötzlich grässliche Naziworte wie "Umvolkung" und ähnliches aus der Tiefe seiner völkischen Seele kommen.
  • FrancoL 05.11.2016 09:55
    Highlight Highlight CHB; "Was meinen Sie wir lassen uns von niemanden dreinreden". Eine Aussage die CHB immer wieder anführt. Aber sie wird auch 1000 x wiederholt nicht wahrer.
    Schauen Sie doch einmal den Motor der Schweiz an, die Wirtschaft!
    Wollen wir wirklich behaupten dass die Wirtschaft die immer häufiger international besetzt, also nicht einheimisch ist, nicht dreinredet? Wo ist man zu Hause wenn man dies nicht sehen will? Was soll denn seine STRIII, wenn nicht internationale UN mit dreinreden zu lassen! Ist die Annahme entweder wir bieten tiefere Steuern oder sie gehen nicht ein Dreinreden?
    • rodolofo 05.11.2016 12:24
      Highlight Highlight Ausserdem ist ER ja derjenige, der Anderen ständig dreinredet.
    • kurt3 05.11.2016 15:19
      Highlight Highlight Je älter Blocher wird , desto klarer wird : es geht im weder um das Volk noch um die Schweiz . Es geht um sich und die Macht . Zu diesem Zweck missbraucht er die direkte Demokratie gnadenlos. Und seine bildungsfernen Wähler applaudieren noch , wenn Ihne die Rente und die Sozialleistungen gekürzt werden . Da sind doch die Ausländer schuld .
  • Zeit_Genosse 05.11.2016 09:35
    Highlight Highlight Habe die Befürchtung, dass dieser gelungene Artikel mit der Analogie zum Klassenzimmer um Längen besser ist als die Arena es war. Deshalb schaue ich die Arena nicht. Interessant wird es, wenn die Kritik besser ist als das Kritisierte.
    • Pafeld 05.11.2016 11:18
      Highlight Highlight Fehlt gerade noch, diese Quotenprostitution vom SRF auch noch zu honorieren...
    • rodolofo 05.11.2016 15:48
      Highlight Highlight Ich kann Dich ja teilweise verstehen.
      Aber das ist ja genau das, was die SVP mit ihrer ständigen Problembewirtschaftung, Aufbauschen von Nebenschauplätzen und Maximalforderungen, die in realistischen Verhandlungen niemals erfüllt werden können, bezweckt!
      Sie wollen damit (wahrscheinlich unbewusst) erreichen, dass es uns aus dem gewöhnlichen Volk total ablöscht, weil wir nur immer die gleiche Phrasendrescherei miterleben, ohne dass wir bei der Lösung von dringenden Aufgaben nur wenigstens einen kleinen Schritt weiter kämen!
      ...
    • rodolofo 05.11.2016 15:51
      Highlight Highlight ...
      In dieser Blockade können keine Energien mehr fliessen. Der Druck steigt solange, bis es die Schweizer Gesellschaft verjagt!
      Ein solcher revolutionärer "Vulkan-Ausbruch" (wie ihn gemäss heutigem Tagi die SVP-Hardliner Blocher und Köppel voraussehen und herbeisehnen), könnte allerdings auch die heute unlösbar angezogene SVP-Handbremse für immer kaputt machen, (sofern die Sache gut für uns ausgeht!).
      ...
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  • Hammerschlegel 05.11.2016 09:29
    Highlight Highlight Lieber Herr Blocher. Ziehen Sie sich bitte zurück. Ich bin es leid, Sie immer wieder bemitleiden zu müssen. Ihre Zeit ist vorbei. Geniessen Sie den Ruhestand und Ihre Familie. Sie haben viel geschafft in Ihrem Leben, die Schweiz zwar nicht vorwärts gebracht aber immerhin eine Partei zu neuen Grössen geführt, und waren erfolgreich als Unternehmer. Es kann nur noch lächerlich werden und bergab gehen.
    • Süffu 05.11.2016 11:27
      Highlight Highlight Potenzial um noch weiter bergab zu gehen ist bei dem schon seit Langem nicht mehr vorhanden. Es wäre dennoch schön wenn man ihn nicht mehr hören/sehen müsste.
    • rodolofo 05.11.2016 12:28
      Highlight Highlight Dem ist es doch viel zu langweilig da oben von und zu Herrliberg!
      Die Aussicht ist wunderschön, aber inmitten von streng bewachten, diskret ruhig den angehäuften Reichtum versteckenden Villen der Goldküsten-Aristokratie ist einfach nichts los!
      Da träumt Blocher lieber von der Rechtsnationalen Revolution und von aufgebrachten Innerschweizer Horden, die mit Fackeln und Mistgabeln in die Städte ziehen und alles zusammenschlagen, was ihnen in die Quere kommt.
      Das wäre doch mal Action, was, Stöffeli?
  • LeChef 05.11.2016 09:05
    Highlight Highlight Ich glaube, man muss einmal davon wegkommen, die Einwanderung primär als soziales bzw. kulturelles Problem zu sehen. Diese Faktoren sind sicher auch relevant und treiben ein Stück weit die Ängste der Bevölkerung; wirklich von Bedeutung sind aber ökonomische Überlegungen. Ich wage zu behaupten, dass eine Mehrheit der Einwanderungskritik nicht fremdenfeindlich, sondern ökonomisch motiviert ist - und zwar gerechtfertigt. Die Schweiz hat einen liberalen Arbeitsmarkt, deshalb muss man sich keine Sorgen um Arbeitslosigkeit machen. Aber auf das Lohnniveau hat die Einwanderung eine enorme Wirkung.
    • Dewar 05.11.2016 09:24
      Highlight Highlight Aber genau diese Probleme sollen ja mit der realistischen Umsetzung mit Inländervorrang, die derzeit auf dem Tisch liegt, angegangen werden. Und es sind die linken Parteien und Gewerkschaften, die sich für Mindestlöhne, GAVs und gegen Lohndumping einsetzen. Die SVP hingegen hat kein Interesse daran, dort anzusetzen, wo der Schuh tatsächlich drückt, sondern kultiviert die Ängste nur weiter. Exponenten wie z.B. Martullo mit EMS sind es genau, die billige Arbeitskräfte rekrutieren und dann scheinheilig mit dem Finger auf ebenjene zeigen und das Volk für blöd verkaufen. Leider funktioniert's.
    • Posersalami 05.11.2016 09:27
      Highlight Highlight Ist das dass selbe Lohnniveau, welches gegen den weltweiten Trend in den letzten Jahren leicht gestiegen ist? Es gibt genau 2 kleine Regionen in der Schweiz wo die Arbeitsmigration die Löhne stagnieren lässt. Das ist jammern auf unfassbar hohem Niveau. Dass wir von der Zuwanderung massivst provitiert haben (stetig wachsender Binnenmarkt) muss auch mit einbezogen werden.
    • okey 05.11.2016 09:34
      Highlight Highlight Wirklich von Bedeutung ist die Ausländer hetze die die SVP seit Jahren betreibt. Ihre arbeit trägt langsam Früchte und wenn das so weiter geht sind wir in ein paar Jahren am gleichen Ort wie die Türkei. Erdogan hat da den hass auf Kurden und mögliche Teoristen wie auch den Nationalstolz über Jahre so erhöht das er mit einer knappen Volksmehrheit nun sein Land ruiniert.
      Und die mehrheit der fremdenfeindlichen Leute sind egoistische neidische Leute, dennen es gut tun würde mal ein Monat in enem Slum zu leben. Nach der Rückkehr werden sie wohl kaum noch so viel zu maulen haben.
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  • Calvin Whatison 05.11.2016 08:52
    Highlight Highlight Ein gelungener Bericht (Klassenzimmer Pose) zu einer miesen Arena Ausgabe. Danke an den Verfasser. Herr Blocher, Sie sollten abdanken, aus Gründen.
  • Neiaberau 05.11.2016 08:44
    Highlight Highlight Was da gestern abgelaufen ist, war keine Diskussion, sondern man hat sich gegenseitig Schlagworte und Behauptungen um die Ohren geschlagen. Ein Polit-Cabaret und Herr Blocher hat phasenweise gar nicht richtig mitbekommen von was oder wem gerade die Rede war. Schlechtes Beispiel für die anwesenden jungen Leute.
  • Alex23 05.11.2016 07:55
    Highlight Highlight Meine Stimme geht an Frau Moser. Die Frau hat sich gegen den Dauerschwafler und nicht mehr auf der Höhe seines Geistes befindlichen Blocher (wenn er denn je auf der Höhe war) verdammt gut behauptet.
    Klar und dezidiert hat sie ihn seiner Widersprüche überführt. Klar wollte er davon nichts hören. Peinlich, wie der alte Mann sich in seiner Argumentationsnot dann immer wieder in dämliche Witzeleien retten musste.
  • dushanbe, asien 05.11.2016 07:31
    Highlight Highlight Hoppla, die Nachtredaktion! Sehr guter Artikel. Die Frühschicht kann bei "wenn man der Volksmund selber Angst hat" ein "nun" einfügen und dann ists grosses Kino. Guter Schwenk von der Schule in die absurde Realpolitik, wirklich gut.
    • Viktoria 05.11.2016 07:38
      Highlight Highlight Guten Morgen! Und danke für den Hinweis :) Ist korrigiert!
    • JasCar 05.11.2016 10:16
      Highlight Highlight Genau dafür liebe ich watson und seine Community! Toller Beitrag, toller Kommentar, tolle Reaktion!
      Und für die Otten natürlich...
  • Kronrod 05.11.2016 05:35
    Highlight Highlight Und noch was: der Bundesrat hat vor der MEI klar damit gedroht, dass die Initiative nicht mit der Personenfreizügigkeit vereinbar sei und dass deshalb die bilateralen Verträge bei einer Annahme gekündigt werden müssten. Wer droht, ohne bereit zu sein, diese Drohungen auch wahr zu machen, verliert früher oder später seine Glaubwürdigkeit. Das ist das Problem.
    • Alex23 05.11.2016 07:42
      Highlight Highlight Kronrod: Der Bundesrat hat "gedroht"? Aus welchem Film soll das denn sein?
      Da muss man doch nicht drohen. Das ist ein Fakt, den die SVP konstant leugnet.
      Blochers gebetsmühlenartiges Wiederholen, der Volkswille sei missachtet worden, ändert da nichts dran.
    • Kronrod 05.11.2016 09:50
      Highlight Highlight Nein, es ist gerade umgekehrt: die SVP ist die einzige Partei die diesen Fakt nicht leugnet und sagt, die Bilateralen müssen gekündigt werden, wenn die EU nicht verhandeln wolle. Die meisten andern leugnen diesen Fakt nun und behaupten, der "Inländervorrang Light" biete eine Möglichkeit, die MEI unter Einhaltung der Bilateralen umzusetzen. Vor der Abstimmung haben die genau gleichen Politiker behauptet, das sei nicht möglich.
    • AdiB 05.11.2016 10:49
      Highlight Highlight @kronrod, der "inländervorrang light" sollte nur ein versuch sein um zu sehen wie die eu reagiert. Ich finde die bilateralen sind wichtiger als pseudoängste. Der inländervorrang wird kmus auch nicht zufrieden stellen. Den jetzt schon gilt das motto in der baubranche, wenn er zuverlässig und pünktlich ist, ist schon vieles getan. Obwohl diese leute eine katastrophe sind. Du darfst diese leute zum teil, aus sicherheitsgründen, nicht alleine lassen. Das liegt daran das der markt nur noch solche übrig hat. Und die, die was können sind nicht zuverlässug und pünktlich.
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  • Kronrod 05.11.2016 05:30
    Highlight Highlight Der Psychologe soll das mit der Angst mal den Grünen sagen. Die gehen nämlich mit den grössten Katastrophenszenarien von allen hausieren: "globale Erwärmung", "Treibhauseffekt", "es ist fünf vor zwölf", "die Erde geht kaputt", "wenn wir jetzt nicht handeln, wird die Menschheit untergehen", etc.
    • Alex23 05.11.2016 07:49
      Highlight Highlight Kronrod: Im Gegensatz zum Dichtestressgefasel und Überfremdungsgeheule der SVP, ist die Klimaveränderung mit ihren verheerenden Folgen eine nicht zu leugnende Tatsache.
      Ja, ja. Ich höre schon: Für Kronrod wahrscheinlich nicht. Kronrod hat keine Angst. All die vielen Wissenschaftler auf der Welt erzählen ja nur Unsinn.
    • max the mechanic 05.11.2016 07:50
      Highlight Highlight Der Unterschied liegt darin, dass sich diese Befürchtungen bewahrheiten und effektiv nachweisen lassen.
    • Adrian Habegger 05.11.2016 07:55
      Highlight Highlight Nur dass die Grünen sich damit auf wissenschaftliche Fakten beruhen die der Pöbel nicht glauben will und stur die Umwelt weiter verpestet und versaut....
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  • MrBlack 05.11.2016 02:22
    Highlight Highlight Das Grundproblem ist, dass Parteien wie die SVP sich auf die Symptome "Masseneinwanderung" und "Flüchtlingswelle" konzentrieren und diese zusätzlich mit Hilfe vom Ängsten und kruden Zukunftsszenarien noch viel grösser erscheinen lassen. Auf der anderen Seite werden aber die zugrunde liegenden Ursachen und Mechanismen völlig ignoriert, denn dann müsste man feststellen, dass diese meist etwas mit uns & unserem Verhalten zu tun haben.
    Zusammengefasst: Was man auch immer für eine Meinung vertritt, solch komplexe Probleme kann man nicht mit einfachen Parolen zusammenfassen oder gar lösen.
  • Spooky 05.11.2016 01:26
    Highlight Highlight Es ist halt schon so: Die Situation eines Menschen bestimmt seine Wahrnehmung. Ich unterstelle mal William Stern, dass er Mittelschicht ist. Ich bin unterste soziale Schicht. Ich habe eine ganz andere Arena gesehen als William Stern.
    • trio 05.11.2016 08:54
      Highlight Highlight Spooky ich habe die Arena nicht gesehen. Darf ich fragen was du anderst gesehen hast?
      Für mich klingt dieser Artikel nach einer objektiven Zusammenfassung, darum Frage ich.
    • _kokolorix 05.11.2016 08:54
      Highlight Highlight Weder Situation, noch Schichtzugehörigkeit bestimmen die Wahrnehmung alleine.
      Wahrscheinlich glaubst du auch, dass die Ausländer dir den Job wegnehmen, obwohl es doch eher dein Chef ist, der den Ausländer anstellt um seinen Luxus noch etwas luxuriöser zu machen...
      Die Wahrnehmung hat auch etwas mit Intelligenz zu tun
    • AdiB 05.11.2016 10:59
      Highlight Highlight @kokolorix, du hast da was angesprochen, dss ich oft höre aber noch nie gesehen habe oder jemanden getroffen der es erlebte. Nicht mal mein bruder hat das jemals in echt gesehen und er arbeitet als kranführer in einer fabrik. Die rede ist vom "jobklau". Das ist eine angst die nur weicheier und versager haben. Leute die unzuverlässig für den betrieb gelten und innerlich wiessen das sie ihre arbeit schlecht machen. So kommt es mir vor, anders kann ich mir diese angst nicht erklären.
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Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

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