Schweiz
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Roger de Weck, directeur general de la SSR, parle lors d'une conference de presse de La Radio Television Suisse, RTS, sur la presentation d'un mois thematique consacre a la Suisse ce lundi 7 octobre 2013 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

SRG-Direktor Roger de Weck. Bild: KEYSTONE

SRG-Chef will Privilegien streichen

Roger de Weck fordert: Wenn neu alle Haushalte Billag bezahlen, dann bitte auch die SRG-Mitarbeiter



Die Belegschaft der SRG soll ihre Billag-Gebühren künftig selber bezahlen. Dies verlangt Generaldirektor Roger de Weck zum Ärger seiner Angestellten, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Die Konzernleitung habe mit Blick auf die geplante Einführung einer neuen Medienabgabe beschlossen, die Kostenübernahme zu streichen, sagt Sprecher Daniel Steiner. «Wenn mit dem Wechsel des Gebührensystems fast alle Haushalte die Gebühr entrichten müssen, ist die bisher branchenübliche Übernahme durch den Arbeitgeber nicht mehr zeitgemäss.»

Gebührenpflichtig sind die SRG-Mitarbeiter schon heute. Allerdings übernimmt ihnen die Arbeitgeberin SRG diese Kosten: Vollzeitbeschäftigten vergütet sie die volle Empfangsgebühr von 462 Franken im Jahr, Teilzeitmitarbeitern wird entweder Radio oder Fernsehen bezahlt. Auf Initiative von Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan wurde dieses Privileg 2012 erstmals beschnitten, damals indes nur für die Verwaltungsräte. Seit diesem Jahr müssen auch die Mitglieder der Geschäftsleitung und obere Kader ihre Billag-Rechnung selber bezahlen. Und nun will de Weck noch die restlichen rund 5200 Mitarbeiter dazu verpflichten. Die SRG könnte dadurch 2,5 Millionen Franken pro Jahr sparen.

De Wecks Forderung lässt sich allerdings nicht ohne weiteres umsetzen: Die Übernahme der Empfangsgebühr ist als Lohnbestandteil im Gesamtarbeitsvertrag der SRG festgehalten. Und davon kann de Weck nicht ohne das OK der Gewerkschaften abrücken. «Wir sind aber nicht bereit, die Streichung dieser Leistung ersatzlos hinzunehmen», sagt Ruedi Bruderer, Präsident des Schweizer Syndikats Medienschaffender. Er will sich de Wecks Wunsch nicht kategorisch verschliessen, verlangt aber, dass eine Streichung der Übernahme anderweitig kompensiert wird. Es sei nun an der SRG-Spitze, dafür taugliche Vorschläge zu machen, so Bruderer. (kri)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Swissbite 13.10.2014 06:42
    Highlight Highlight Alle die jetzt gleich wegen der Headline in Hyperaktivität verfallen wollen wegen: Die Gebür ist Lohnbestandteil, d.H. faktisch wirdvsie vom Jahresgehalt direkt abgezogen.
    Vorteil: Keine Rechnung versenden, kein Mahnwesen und dem Mitarbeiter vorgaukeln dass die Gebühr ihm bezahlt wird. Win - Win für alle, denn die Verwaltungskosten sind somit tiefer...
    • flowsen 13.10.2014 13:58
      Highlight Highlight Das steht aber im obigen Artikel nicht so... "Vollzeitbeschäftigten vergütet sie die volle Empfangsgebühr von 462 Franken im Jahr".
    • Swissbite 13.10.2014 18:28
      Highlight Highlight @flowsen: Doch, steht im Text.
      Zitat:
      " Die Übernahme der Empfangsgebühr ist als Lohnbestandteil im Gesamtarbeitsvertrag der SRG festgehalten. "
      Zitat Ende
    • flowsen 13.10.2014 18:56
      Highlight Highlight Du hast recht, sorry. Aber dann macht die Forderung von de Weck wenig Sinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thompson 13.10.2014 01:40
    Highlight Highlight Meine Freunde, dass wusste ich nicht... De Wecks Mitarbeiter zahlen keine Gebühren. Ohne Worte! Für was stehe ich um sechs auf???? Die Billaggebühren hat mir schon viele tolle Momente genommen. Und der Billageintreiber ist schlimmer als die Inquisition. Bitte: Der Vergleich mit der Privatindustrie ist völlig falsch. Erhalten die Gelder vonschweizer Haushalten???
    Aber Danke für die Champions League immerhin:p
  • didis 12.10.2014 17:26
    Highlight Highlight Da regieren wieder mal Neid und Missgunst... viele Unternehmen gewähren ihren Mitarbeiter/innen Goodies, was ich gut finde. Man merkt, dass De Weck sich bloss Punkte bei gewissen Politikern abholen will...
  • Daniel01ch 12.10.2014 16:58
    Highlight Highlight Das die Mitarbeiter der SRG keine Billig bezahlen müssen, kommt noch von der Anfangszeit des Schweizer Fernsehens. In der Startphase hatte man nicht genug Geld um alle Mitarbeiter voll zu bezahlen. Das heisst, diese "geschenkte Gebühr" ist eigentlich ein Anteil am Lohn!

    Leider wissen das viele nicht. Sollen den die Mitarbeiter 462 mehr verdienen im Jahr? Dann werden die Gebühren halt noch teurer...

    Ausserdem frage ich mich hier, ob die vielen Angestellten der SBB, Post, Coop oder Migros nicht auch irgendwelche Vergünstigungen am eigenen Betrieb bekommen... Na? Klingelt da was?
  • flowsen 12.10.2014 14:10
    Highlight Highlight Es ist ein Skandal, dass sie SRG Mitarbeitenden keine Billag bezahlen müssen. Der Input ist zwar gut von de Weck aber auch schon lange fällig.
    • Swissbite 13.10.2014 18:29
      Highlight Highlight Zitat:
      " Die Übernahme der Empfangsgebühr ist als Lohnbestandteil im Gesamtarbeitsvertrag der SRG festgehalten. "
      Zitat Ende

Reis zum selber Abfüllen – so sagen die Detailhändler dem Plastik den Kampf an

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