Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
cybercrime

Das Problem bei Rassismus im Internet: Viele Leute verstecken sich hinter einem Pseudonym. bild: shutterstock

Warum Schweizer Rassisten in sozialen Netzwerken unbehelligt ihr Unwesen treiben können – und sich daran so schnell auch nichts ändern wird

In der Schweiz stehen rassistische Äusserungen in der Öffentlichkeit unter Strafe. Das regelt die Rassismus-Strafnorm von Artikel 261 bis StGB. In den USA gibt es keine solche Regelung. Aus diesem Grund kommen Schweizer Rassisten auf Twitter und Co. ungestraft davon.



«2015Walter2558»: Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich eine Person, die via Twitter rassistisches Gedankengut verbreitet. Vor zwei Wochen beginnt dieser «Walter», einige seiner Tweets an watson zu adressieren.

Als die Redaktion die Bilder sieht, gerät sie ins Stutzen: Wie kann es sein, dass eine Person so einfach solch eindeutig rassistisches Material postet – und nichts dagegen unternommen wird? Schaut man sich den fraglichen Account an, weisen zahlreiche Tweets einen Bezug zur Schweiz auf. Ausserdem bestätigen die Geo-Tags der einzelnen Postings den Verdacht: Die Person setzt ihre Tweets von der Schweiz aus ab.

Zum Beispiel in diesem Tweet wurde watson verlinkt:

Was lässt sich gegen solche Leute unternehmen? Klar, man kann den Vorfall bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) melden. Doch die Aussichten darauf, dass der Urheber aufgespürt und gegen ihn etwas unternommen wird, stehen praktisch bei Null. Zumindest sofern die Person – wie im konkret beschriebenen Fall – unter einem Pseudonym twittert.

Warum das so ist, erklärt Sandra Schweingruber, Staatsanwältin im Kanton Zürich am Kompetenzzentrum für Cybercrime: «Wir als Behörden haben keine Mittel, um amerikanische Unternehmen wie Twitter oder Facebook zur Herausgabe der Nutzerdaten direkt zu verpflichten. Also müssen wir im Regelfall die amerikanischen Behörden um Rechtshilfe ersuchen.»

Eine Voraussetzung für eine solche Rechtshilfe ist jedoch die sogenannte doppelte Strafbarkeit und diese ist hier nicht gegeben: «In der Schweiz haben wir die Antirassismus-Strafnorm, in den USA fallen aber Äusserungen, die in der Schweiz als rassistisch gelten, teilweise unter die Meinungsfreiheit.», sagt Schweingruber. Ist eine Tat – so wie in diesem Fall – also nur in einem der beiden betroffenen Länder strafbar, ist das Rechtshilfegesuch hinfällig.

Nach sechs Monaten sind die Daten weg

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Hinter einem Rechtshilfegesuch steckt ein langwieriger Prozess, der viel Zeit in Anspruch nimmt: «Selbst wenn wir am Ende die User-Daten von Twitter oder Facebook bekämen, ist es unter Umständen schon zu spät», so Schweingruber. Denn in einem nächsten Schritt müsste man sich an den entsprechenden Schweizer Provider wie zum Beispiel Swisscom, Sunrise oder Salt wenden. Dieser speichert die IP-Adressen aber nur für sechs Monate – auf Grund der hiesigen Gesetzesgrundlage zur Massendatenspeicherung.

«Letztlich sind wir also auf den Goodwill von ausländischen Unternehmen wie Twitter angewiesen – also darauf, dass sie uns die Daten freiwillig herausgeben», erklärt Schweingruber. Wie viel Motivation diese Firmen diesbezüglich aufbringen, und ob es schon einmal eine solche Kooperation mit der Schweiz gegeben hat, will die Staatsanwältin nicht sagen.

Rechtsanwalt Martin Steiger ist auf Medienrecht spezialisiert. Er sieht das mit der freiwilligen Herausgabe etwas anders: «Selbst wenn Twitter oder Facebook einer Schweizer Staatsanwaltschaft die Daten direkt liefern würde, dürften diese allenfalls nicht verwendet werden.» Sollten es Staatsanwälte dennoch versuchen, könnte die beschuldigte Person – je nach gelieferten Daten – versuchen, sich darauf zu berufen, dass eine Beweisverwertung verboten sei. Der Grund: Je nach Daten fehlt es in der Schweiz an einer Rechtsgrundlage oder es sind Behörden in den USA zuständig. 

martin steiger

Rechtsanwalt Martin Steiger. Bild: Daniela Grünenwald

Das Bundesgericht stellt sich quer

In eng gefassten Spezialfällen gibt es dennoch die Möglichkeit eines direkten Datenzugriffs. Genau darauf hatte die Zürcher Staatsanwaltschaft in einem konkreten Rassismus-Fall im vergangenen Jahr gehofft. Laut NZZ stellte sich das betroffene amerikanische Unternehmen zunächst quer und gab an, die Daten nur dann herauszugeben, wenn «ein rechtmässiger Entscheid der zuständigen Behörde» vorliege. 

Die zuständige Behörde ist im vorliegenden Fall das Zwangsmassnahmengericht – dieses muss die Herausgabe der Daten genehmigen. Doch das Zürcher Gericht hat die Genehmigung nicht erteilt, mit der Begründung, ein ausländisches Unternehmen könne weder gemäss Schweizer Gesetz noch gemäss des internationalen Abkommens CCC (Cyber Crime Convention) zur Herausgabe der Daten verpflichtet werden. Der Fall wurde anschliessend ans Bundesgericht weitergezogen – doch auch dieses entschied am 14. Januar 2015 gegen die Herausgabe der Daten.

«Für die grosse Masse ist das Phänomen zu weit weg, zu virtuell.»

Sandra Schweingruber, Staatsanwältin.

Somit laufen alle Möglichkeiten ins Leere – soziale Medien wie Twitter und Facebook stellen für Rassisten praktisch einen rechtsfreien Raum dar. So hart würde Staatsanwältin Schweingruber die Lage zwar nicht beurteilen, aber auch für sie ist es eine unbefriedigende Situation: «Cybercrime ist ein internationales Problem und darum ist in diesem Bereich eine stärkere Kooperation zwischen den Ländern nötig. Es muss möglich sein, einfacher und schneller an Daten von ausländischen Firmen zu gelangen.» Vorstellbar wären entsprechende Entwicklungen auf gesetzlicher Ebene – national oder international. 

Doch ist dieser Gedanke realistisch und wenn ja, in welchem Zeitrahmen? «Also im Moment läuft in diese Richtung nicht viel», erklärt Schweingruber. «Das Problem ist noch gar nicht richtig in der Bevölkerung angekommen. Sie von watson haben das durch diesen konkreten Fall jetzt mal zu spüren bekommen und merken, dass man dagegen als Betroffener praktisch machtlos ist. Für die grosse Masse ist das Phänomen aber zu weit weg, zu virtuell.»

Cybercrime ist nicht gleich Cybercrime

Und auch die Polizei setzt andere Prioritäten. Beim Verstoss gegen die Antirassismus-Strafnorm handelt es sich um ein Offizialdelikt. Das heisst: Die Strafverfolgungsbehörden sind von Amtes Wegen dazu verpflichtet, zu ermitteln, wenn sie Kenntnis von einem entsprechenden Fall erhalten. Doch geht die Polizei aktiv auf die Suche nach Rassisten im Internet? «Nein, es gibt kein entsprechendes Monitoring, wir durchsuchen von uns aus nicht das gesamte Internet nach solchen Fällen», sagt Myriam Stucki, Informationsbeauftragte des Bundesamtes für Polizei Fedpol.

Der Grund: «Das ist praktisch unmöglich, man kann nicht das ganze Internet überwachen.» Die Polizei sei aber durchaus sensibilisiert und würde selbstverständlich ermitteln, wenn ein konkreter Fall gemeldet würde. Bei einer anderen Form von Cybercrime – nämlich bei Kinderpornografie – handelt Fedpol deutlich aktiver: «Da haben wir ein entsprechendes Monitoring», so Stucki. Dort seien die Täter aber auch stärker organisiert, was bei Rassismus nicht der Fall sei. 

Käme es auf Twitter oder Facebook zu einem Fall von Kinderpornografie, sehe die Kooperation mit den amerikanischen Unternehmen wohl auch anders aus als beim Thema Rassismus: «In einem solchen Fall wäre in einem Rechtshilfeverfahren mit den USA die doppelte Strafbarkeit gegeben, weil Kinderpornografie auch in den USA unter Strafe steht. Ausserdem hätten die Unternehmen in einem solchen Fall wohl auch selbst ein grösseres Interesse daran, dass die Inhalte verschwinden – und der Täter bestraft wird», erklärt Staatsanwältin Schweingruber.

«Facebook und Co. müssen in die Verantwortung genommen werden.» 

Martin Steiger, Rechtsanwalt

Dass die Behörden Rassismus im Internet und Kinderpornografie verschiedentlich behandeln, lässt sich laut Rechtsanwalt Steiger mit Hilfe des faktischen Opportunitätsprinzips erklären: «Es gibt viele Offizialdelikte, aber nur begrenzte Ressourcen. Wenn die Staatsanwaltschaften in allen Fällen ermitteln müssten, würde das System kollabieren. Darum gewichten die Behörden die einzelnen Taten unterschiedlich.»

Nichtsdestotrotz sei es selbstverständlich frustrierend, dass Opfern so viele Hindernisse in den Weg gelegt würden, wenn diese Anzeige erstatten würde. Darum hält auch Steiger die Forderung nach einem Gesetz, das es möglich macht, Facebook und Co. in der Schweiz in die Verantwortung nehmen zu können, für legitim.

Das aber auch aus einem anderen Grund: «Straftaten im Internet beschränken sich nicht auf Rassismus. Andere alltägliche Beispiele sind Cyberstalking oder das Phänomen der Rache-Pornos. Wenn dafür ein amerikanisches soziales Netzwerk wie Facebook genutzt wird, kann man gegen einen unbekannten Täter praktisch nichts unternehmen», gibt Steiger zu bedenken. Würde ein Schweizer Anbieter wie zum Beispiel Bluewin für so etwas genutzt werden, hätte man eine Handhabe, um den Täter zu finden. «Kaum ist ein amerikanisches Unternehmen involviert, ist man häufig weitgehend machtlos.»

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

77
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mast Da ruler 28.07.2015 17:11
    Highlight Highlight
    Play Icon

  • Michael Spreng 28.07.2015 08:44
    Highlight Highlight Im Falle Facebook habe ich als Europäer einen Nutzungsvertrag mit einer irischen Firma abgeschlossen. Wieso sollte da die Staatsanwaltschaft mit USA sprechen? Wie läuft die Rechtshilfe mit Irland?
  • Statler 27.07.2015 22:46
    Highlight Highlight Schön zu sehen, wie solche Artikel immer in gegenseitigem Bashing enden. Dabei ist das Thema doch eigentlich, sollen sich Twitter & Co. an ausländisches Recht halten und alles, was in anderen Ländern nicht erlaubt ist, löschen? Das würde über kurz oder lang zum kleinsten gemeinsamen Nenner führen und der wäre dann wohl ungefähr Nordkorea, oder so. Und die Rassisten gehen auch nicht weg, nur weil man ihre Tweets löscht. Es ist ja nicht so, dass es plötzlich mehr sind, man kann sie nur sehen, weil sie ihre Parolen nicht mehr nur am Stammtisch verbreiten, sondern sie weltweit herausposaunen.
  • Sandokan 27.07.2015 15:53
    Highlight Highlight Ach ja Hitz, du warst natürlich nie in der Schule und wurdest auch nie vom schweizer Schulsystem erzogen oder unter der Verkehrserziehung usw unterworfen?
    Besonders die Rechten bez. SVP mischen sich doch dauernd in Erziehungsfragen ein.
    • Sandokan 27.07.2015 17:56
      Highlight Highlight @Hitz...man merkts...du hast nichts gelernt.
  • Gsnosn. 27.07.2015 15:14
    Highlight Highlight Dieser Idiot im Beitrag hat etwas mit Thailand zutun verheiratet oder Wohnhaft in Thailand... einen halben Rassist? Idiot
  • Daniel Caduff 27.07.2015 14:31
    Highlight Highlight Ich kann das so nicht bestätigen. Wenn man die Accounts der Leute genügend lange beobachtet, ist es oftmals möglich, Rückschlüsse auf ihren Wohnort, Arbeitgeber, Sportverein etc. etc. zu erhalten. Zur Not kann man sich auch mit einem Fake-Profil mit der Person befreunden, bzw. den gleichen Gruppen beitreten wie die Person, etc. Sobald man genügend Infos hat, kann das gesammelte Material (IMMER Screenshots von allem machen) an die Staatsanwaltschaft leiten. Funktioniert gut. Dazu noch eine Meldung an den Arbeitgeber, das tut den Tätern meist auch mehr weh, als eine Busse.
    • atomschlaf 27.07.2015 18:58
      Highlight Highlight Sonst keine Hobbies, Caduff? Himmeltraurig, dieses Spitzeltum!
    • Daniel Caduff 28.07.2015 09:09
      Highlight Highlight Danke, dass Sie sich Sorgen machen um meine Freizeitgestaltung. Es tut gut zu sehen, dass man den Menschen nicht völlig gleichgültig ist. Aber ich kann Sie beruhigen: Ich habe noch genügend andere Hobbies.
    • Señor Ding Dong 29.07.2015 13:28
      Highlight Highlight @Burri: Natürlich lässt sich nicht diskutieren, wenn man sein Poblem nicht klar darlegen kann. Wenn Ihres ist, dass Alle irgendwie zu wenig machen,wenn was schlimmes passiert / am passieren ist: ich gebe ihnen vollkommen Recht. Aber das hat alles nichts mit der muslimischen Glaubensgemeinschaft im Speziellen zu tun, so wie das von Ihrer Seite zumindest so rübergekommen ist. Das ist ein Problem, dass die Globalgesellschaft an sich hat.
  • 123und456 27.07.2015 14:16
    Highlight Highlight Und wenn ich die Kommentare auf Watson lese, die ja noch heilig sind im Vergleich zu anderen Foren, werde ich auch stutzig.

    Gewisse Leute reagieren reflexartig auf Wörter wie "Islam" oder "rechtsextrem". Beim Islam wird gebetsmühlenartig runtergespult was dem konservativen, ectremen Islam zurecht angelastet wird. Dabei wird schlicht und einfach die Tatsache ignoriert, dass die überwiegende Mehrheit der Muslime nicht dieser Auslegung des Koran folgt. Alle in einen Topf sind ja nur Muslime..
    Beim Thema Rechtsextremismus wird dann meist reflexartig auf Linksectremen rumgehackt...
    • Daniel Caduff 27.07.2015 14:46
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen die ständige "Täter-Opfer-Umkehr", nach dem Motto: Wenn endlich die bösen Asylbewerber ausgeschafft würden und man endlich unseren verbalen Rassismus respektieren würde, dann müssten wir nicht auch noch gewalttätig werden." - Klar, ihr habt dann eure Ziele auf nicht-gewalttätigem Weg ja bereits erreicht und könnt euch erst noch aus der Verantwortung stehlen. Deswegen macht es überhaupt keinen Sinn, "die Ängste ernst zu nehmen", wie das immer so schön harmlos formuliert wird.
    • Philipp Burri 27.07.2015 14:58
      Highlight Highlight Grundsätzlich bin ich mit dir einverstanden, aber wo sind die demonstrierenden Türken in Deutschland? Die Algerier und Marrokaner in Frankreich? Die Albaner und Bosnier bei uns? Leute, die entschieden aufstehen und auf die Strasse gehen, um sich gegen das zu wehren, was da im Namen des Islam passiert? Sich zu wehren gegen Verallgemeinerungen und Sippenhaft? alle still... das reicht mir persönlich irgendwie nicht... wer wegschaut macht sich mitschuldig. Das galt damals für die Nazis und muss heute für den Islamismus gelten.
    • olga 27.07.2015 15:12
      Highlight Highlight Es gab mal einen sehr guten artikel hier zu dem thema, vielleicht findet ihn jemand. Wieso müssen sich Personen distanzieren, nur weil sie zufälligerweise aus einem muslimischen Land kommen? Islamistischer Extremismus und gemässigter Islam sind grundverschiedene Dinge. Wieso müssen sich diese Menschen davon distanzieren, denen das alles mindestens so fremd ist wie dir? Hast du dich damals von Breivik distanziert? Oder von all den rassistisch motivierten Amokläufen, die in letzter Zeit in den USA stattfanden? Waren auch weisse Christen, die Andersdenkende ermordet haben! Denk mal darüber nach!
    Weitere Antworten anzeigen
  • 123und456 27.07.2015 14:08
    Highlight Highlight Dass der Rassismus seit einiger Zeit immer offener zur Schau getragen wird ist Nichts neues. Rassismus wirds immer geben und wer glaubt, man könne Rassisten und im Speziellen Neonazis "ausrotten", der ist ein hoffnungsloser Träumer.

    Der Staat hat aber die Möglichkeit NEIN zu Rassismus zu sagen und Rassismusgesetze konsequenter umzusetzen. Wenn ich sehe wie die meisten Politiker vor der Pegida mehr oder weniger den Kniefall machten, wird mir schlecht. Und wenn ich sehe wie die SVP mehr und mehr an den Grundpfeiler der Demokratie rüttelt(Anti-Rassismus-Gesetz, EMK) seh ich schwarz...
    • 123und456 27.07.2015 14:46
      Highlight Highlight Für mich schon. Demokratie bedeutet für mich nicht, dass jeder gegen jeden hetzen darf.
    • Angelo C. 27.07.2015 15:26
      Highlight Highlight Der Staat setzt die bestehenden Gesetze folgerichtig um, bzw. die neutralen Gerichte der Schweiz nehmen sich den Klagen vieler Linker und Netter seit 1995 getreulich an, Klägern, die meist hinter jeder (auch moderaten) kritischen Bemerkung eines politisch Andersdenkenden gleich "Rassismus" witternd dann gemäss Art. 261 bis freigiebig ihre Strafanzeigen einreichen.

      Bekanntlich wurden aber bloss in etwa 25% all dieser bisher gesammelten Klagen und Fälle seit 1995, d.h. seit Einführung des ARG, eine Person oder Organisation strafrechtlich verurteilt, was bei dieser wahren Flut an oft weltfremden Anzeigen doch (wenngleich auch nur vordergründig) etwas verwundert, Anlass zum nachdenken gibt.

      Man kann nun entweder daraus schliessen, dass die Mehrzahl der Schweizer Richter befangen oder selbst verkappte Rassisten sind - oder aber, dass es gar viele rechtlich inkompetente oder des differenzierten Denkens unfähige Zeitgenossen gibt, die ebenso überzeugter-, oder wohl eher überzogenermassen, erfolglos davon Gebrauch machen. Und sich dadurch ganz offensichtlich in den Rechtsgrundlagen geirrt oder gar bewusst schikanös gehandelt haben.
    • 123und456 31.07.2015 09:14
      Highlight Highlight Demokratie und ein Rechtsstaat gehören für mich untrennbar zusammen@Hitz

      @Angelo C.
      Bin mit dir grundsätzlich einverstanden. Ich habe vermutlich eine etwas strengere Definition von Rassismus als Du aber es kann nicht sein, dass reihenweise Anklagen eingereicht werden, die nicht weiterverfolgt werden. Nichzsdestotrotz bin ich der Meinung,dass es trotzdem ein ARG braucht...
  • 123und456 27.07.2015 14:00
    Highlight Highlight Das Bild ist meiner Meinung nach ziemlich unglücklich gewählt. Könnte schlicht und einfach auch als feministisch/gegen die Unterdrückung der Frau im Islam gedacht sein...
  • el_chef 27.07.2015 12:56
    Highlight Highlight würde eine feministin in diesem "outfit" öffentlich auftreten, um zu protestieren, würde es von watson als auflehnung gegen die unterdrückung der frau angesehen werden, wenn ein anonymer dieses bild auf twitter stellt, dann ist es rassistisch
    • Tatwort 27.07.2015 13:21
      Highlight Highlight Das Bild wurde tatsächlich als schlechtestes aller Beispiele ausgewählt. So gibt es ein berühmtes Foto der Femen-Aktivistin Pauline Hillier im Femen-Büro vor einer Wand, auf der was genau steht? "Fuck Islam".
  • Sandokan 27.07.2015 12:35
    Highlight Highlight Rassismus ist leider in der Schweiz sehr stark verbreitet. Das Fundament der SVP und Konzernmedien wie Tamedia und Ringier ist ganz offensichtlich Rassistisch.
    Unsere Gesellschaft, Politiker und Medien sind von Rassisten unterwandert.
    Hier ein Auszug aus Wikipedia. Man stelle sich vor das unser Land von solchen Leute Regiert wird. Die Art und Weise hat sich nicht geändert.
    Die Arbeitsgruppe südliches Afrika (ASA) war eine schweizerische antikommunistische Organisation, die das Apartheidsregime Südafrikas durch Einflussnahme auf die Berichterstattung schweizerischer Medien unterstützen wollte.

    Die ASA wurde 1982 von Christoph Blocher, damals Nationalrat der SVP, gegründet. Sie sah in Südafrika einen wirtschaftlich und geopolitisch wichtigen Aussenposten des Westens. Ebenfalls Mitglieder waren unter anderem Nationalrat Ulrich Schlüer und Brigadier Carl Weidenmann, der zuvor die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit mit Südafrika auf Schweizer Seite geleitet hatte. Dabei ging es zum einen um Rüstungsgeschäfte, welche sowohl die schweizerische Gesetzgebung als auch die UNO-Sanktionen unterliefen, zum anderen um fremdenpolizeiliche Massnahmen gegen Apartheid-Kritiker in der Schweiz, wie eine Nationalfondsstudie im Jahre 2005 aufzeigte. Gemäss Unterlagen des militärischen Nachrichtendienstes Südafrikas wurde dem Kontakt zu Gruppen wie der ASA, des Schweizerischen Ostinstituts um Peter Sager oder zum Zürcher «Subversivenjäger» Ernst Cincera von der Apartheidsregierung hohe Bedeutung zugemessen. Dies stand im Zusammenhang mit dem Comops Projekt der Regierung am Kap, welches die Aufbesserung des Images sowie die Bespitzelung von Apartheidsgegnern zum Ziel hatte.

    Die ASA veröffentlichte ein Bulletin, das zwischen 1982 und 2001 in 182 Ausgaben erschien.[4] In diesem wurde unter anderem Verständnis für den Immorality Act, der sexuelle Beziehungen von Schwarzen und Weissen unter Strafe stellt, und den Bantu Education Act, der das getrennte Unterrichten von Schwarzen und Weissen anordnete, geäussert. Des Weiteren wurde die Entkolonialisierung Afrikas nach dem Zweiten Weltkrieg kritisiert und eine «europäische Neukolonialisierung zur Rettung des sterbenden Afrika» gefordert.

    Nachfolgezeitschrift sind die Fehlmann-Briefe, die seit 2002 bis März 2012 in 62 Ausgaben erschienen sind. Die ASA organisierte Südafrika-Seminare, zu denen Industrielle, Militärs, Wissenschaftler, Politiker und andere Redner eingeladen wurden. Der Sitz war Zürich.
    • DerWeise 27.07.2015 13:09
      Highlight Highlight Rassismus ist überall gleich verbreitet...
    • Sandokan 27.07.2015 13:26
      Highlight Highlight @DerWeise/ Stimmt nicht. Es ist eine Erziehungssache die in den Händen des Staates liegt. Wenn der Staat keine Erziehungsrolle einnimmt und Rassistische Tendenzen nicht bekämpft dann breitet sich Rassismus aus wie ein Geschwür und kann zu Destabilisierung von Regierungen führen.
      Nicht umsonst wird Jihadismus und Rechtsextremismus in der Schweiz von höchster Ebene als grösste Gefahr für unser Land betrachtet.
  • DerWeise 27.07.2015 12:17
    Highlight Highlight Wow Watson, nach euch, wären überaus linke Bands wie Nofx, welche sich mit org. Religionen anlegen, alles Rassisten. Ich frage mich echt, in welcher verlogenen, politisch korrekten Bubble ihr Redakteure so lebt...
    • Philipp Burri 27.07.2015 12:33
      Highlight Highlight Genau! Dazu kommt noch, dass alle Religionen auf einem Gedankengrüst aufbauen, das alleinige Wahrheit beansprucht. Somit ist jede Religion per se rassistisch, wird aber durch die Anti-Rassismus Strafnorm geschützt.
    • SanchoPanza 27.07.2015 12:39
      Highlight Highlight Kontext, kennst du? Glaube nicht das dieses Foto der einzige Anhaltspunkt ist 😉
      abgesehen davon versteckt sich die neue Rechte (Google hilft) gern hinter islamophoben Aussagen - nur um dann auch gegen Juden, Linke etc zu hetzen.
      Mal abgesehen davon, NOFX, ernsthaft?!? 😂😂 PopPunk par Excellence... Nachher noch Green Day?
    • DerWeise 27.07.2015 12:54
      Highlight Highlight Genau, aber korrekte logische Schlüsse sind leider nicht jedermanns Sache
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr_Boulala 27.07.2015 11:54
    Highlight Highlight Guter Artikel der ein meiner Meinung nach grosses Problem behandelt. Ich finde es vor allem bei Facebook (bei den anderen Netzwerken bin ich zu wenig präsent) frustrierend dass man rassistische Äusserungen, Videos mit Gewalt und ähnlichem melden kann wie man will und es passiert dann doch nichts. Vor einigen Wochen habe ein Video in dem einige Personen von einer Welle weggeschwemmt und einen Wasserfall runter geschwemmt werden (vermutlich haben mindestens schwere Verletzungen erlitten) gemeldet. Und siehe da, es verstösst nicht gegen die Facebook Richtlinien was ich sehr fragwürdig finde.
  • Philipp Burri 27.07.2015 11:46
    Highlight Highlight Religionen sind allesamt Volksverdummung und Mumpitz. Dass sich einigige Hippies hier unter dem Antirassismus-Deckmäntelchen produzieren müssen, um den den Käse zu verteidigen, stimmt mich schon sehr nachdenklich... vielleicht die Eltern bei der Erziehung versagt?
    • DerWeise 27.07.2015 12:30
      Highlight Highlight Amen
  • Tatwort 27.07.2015 11:21
    Highlight Highlight Die eigentliche Story wäre meiner Ansicht nach, dass es sich hier um einen Esoteriker handelt. Und in dieser Esoterik-Szene tummelt sich schon seit Jahren ein brauner Verschwörungs-Bodensatz, der es in sich hat. Dieses Problem ist vor allem in der Schweiz ausserordentlich ausgeprägt, und wer sich ein wenig mit der Szene beschäftigt, bekommt Hühnerhaut. Schauen wir doch mal allein die 9/11-Verschwörung an: Sie kommt aus einer antisemitischen Ecke in Basel, wurde postwendend von den rechten Kumpels in den USA aufgenommen und erfolgreich verbreitet...
    • The Destiny // Team Telegram 27.07.2015 12:45
      Highlight Highlight Der war gut komm geh eine runde Shoppen.
    • Tatwort 27.07.2015 12:58
      Highlight Highlight Klar. Lass mich raten: Dir würde es gefallen, wenn ich die Van Helsing-Elaborätchen einkaufen würde. Am besten im Esoladen um die Ecke?
    • The Destiny // Team Telegram 27.07.2015 13:18
      Highlight Highlight Keine Ahnung was das ist, aber ein Alufolienhütchen würde dir gut stehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chlinae_Tigaer 27.07.2015 11:13
    Highlight Highlight Also ist der Islam jetzt eine Rasse?

    Für mich hat das weniger mit Rassismus zu tun sondern mehr mit FEIGHEIT.

    Feigheit jener Personen die sowas veröffentlichen ohne jedoch dazu zu stehen.

    Das können dann linke wie rechte sein.

    • Daniel Caduff 27.07.2015 14:34
      Highlight Highlight Lies doch mal das, was im Volksmund "Antirassismusgesetz" genannt wird. (Artikel 261 bis). Du wirst sehen, sich über den Islam als Religionsgruppe herabwürdigend zu äussern, steht unter Strafe. Völlig egal, ob das nun dem (ohnehin veralteten) biologischen Rassenbegriff entspricht. Um Deine Frage zu beantworten: Ja, im Sinne des Gesetzes ist der Islam eine Rasse. Blöd, gell.
  • djangobits 27.07.2015 11:07
    Highlight Highlight Ich schaue mir bei solchen Accounts jeweils an, wer ihm zuerst gefolgt ist, in der Annahme, dass es möglich ist, dass der/die Ersteller/in ihrem/seinem anonymen Zweitaccount folgt (was natürlich nicht in jedem Fall so sein muss). Würde man dann die Accounts vergleichen könnten weitere Hinweise zu finden sein, ob die Accounts von der selben Person geführt werden:

    Das hier sind die ersten Follower von @2015Walter2558: http://tweettunnel.info/firstfr.php?id=3087731744&t=y
    • SanchoPanza 27.07.2015 12:41
      Highlight Highlight guter Tipp! thx
    • Daniel Caduff 27.07.2015 15:05
      Highlight Highlight - Fotos nach Autonummern durchsuchen
      - Schauen ob eine Person Gruppen wie "Du bist von XY wenn..." geliked hat.
      - Cross-Vergleiche machen: Namen bei Twitter, Facebook ,LinkedIn, Xing, Badoo, Moneyhouse etc. suchen.
      - Darauf achten, ob eine Person als Verwandtschaft angegeben ist --> Rückschluss auf möglichen echten Familiennamen.
      - "Graph Search" - Funktion von Facebook verwenden, um alle Gruppenmitgliedschaften einer Person aufzudecken
      - Darauf vertrauen, dass die Freunde der beobachteten Person früher oder später deren echten Namen nennen. Z.B. in einer Bildunterschrift.

      mal zum Anfang.
  • Volande 27.07.2015 11:02
    Highlight Highlight Kostenlose Rechtberatung für SVP-Pegida-Dumpfbacken? Schon klar, Aufklärung und so, aber ehrlich: wär etz nöd nötig gewesen, dem Abschaum noch sein Hobby zu erklären.
  • klugundweise 27.07.2015 10:39
    Highlight Highlight Es gibt auf der rechten Seite des Politspektrums keine klare Abgrenzung zu extrem rechts. Eine etablierte Partei grast regelmässig und gezielt über diese ausgefranste Grenze und verschiebt damit die Toleranzgrenze massiv in rassistische Gefilde.
  • Mox 27.07.2015 10:11
    Highlight Highlight Wieso publiziert Watson dieses Bild, wenn es denn rassistisch ist? Ihr müsst ja nicht automatisch jeden Schrott, der über Twitter an euch herangetragen wird, weiterverbreiten. Aber eben, der heutige Umgang von Journalisten mit Twitter-Nachrichten ist häufig kein Ruhmesblatt.
    • Viktoria 27.07.2015 10:23
      Highlight Highlight Dieses Bild (und weitere zum Teil noch krassere) kursieren für jedermann ersichtlich im Internet. Um deutlich machen zu können, wie eindeutig rassistisch das Material ist, haben wir ein einziges Beispiel herausgegriffen. Es geht uns nicht darum, das Gedankengut weiterzuverbreiten, sondern darum, den Missstand (und die Gesetzeslücke) deutlich zu machen.
    • sobre 27.07.2015 10:54
      Highlight Highlight Das Bild zeigt doch eine Frau, die gegen die Unterdrückung der Frauen kämpft. Was ist rassisisch daran?
    • Mox 27.07.2015 11:19
      Highlight Highlight @viktoria: der artikel ansich finde ich sehr gut. Es ist immer gut auf missstände aufmerksam zu machen. Aber dass heisst ja nicht, dass man auch rassistische bilder weiterverbreiten muss (ob das bild nun rassistisch ist oder nicht, ist dabei noch eine andere frage). Dein Argumente: "Für alle im internet sichtbar" und " wir wollen ja nur auf einen misstand aufmerksam machen" sind nicht ausreichend. Oder würdest du auch ein kinderpronografisches bild publizieren? Da könntest du ja genau die gleichen argumente bringen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rukfash 27.07.2015 09:59
    Highlight Highlight Man schaut sich nur die doofen Kommentare bei 20 Min an sowie Blick aber eben es gibt überall idioten und diese Plattformen bieten den Idioten halt die nötigen Eier ihr hässliches Gedankengut freizugeben
    • The Destiny // Team Telegram 27.07.2015 13:47
      Highlight Highlight @Mirzo, stimmt denn die SVP kauft die Freischalter der Kommentare und hat damit alle Fäden zur Meinungsmanipulation in der Hand.
    • Daniel Caduff 27.07.2015 14:55
      Highlight Highlight @ Destiny: Die Freischalter kauft man. Die Fusssoldaten hingegen erledigen das gratis. Ein par "Stangen" und das Gefühl "endlich mal sagen zu dürfen, was man denkt" und schon sind diese Fanatiker mit Verve mit dabei!
      http://www.vice.com/alps/read/ich-war-am-leserbriefkurs-bei-ulrich-schlueer
  • Adonis 27.07.2015 09:53
    Highlight Highlight Ja ich weiß nicht ob das Bild von: https://twitter.com/2015Walter2558 rassistisch ist.... Ich denke eher feministisch...
    • atomschlaf 27.07.2015 10:06
      Highlight Highlight Islamkritik hat sowieso nix mit Rassismus zu tun, der Islam ist nämlich keine Rasse.
      Ausserdem wundere ich mich sowieso, wie viele Liberale und Linke dem Islam völlig unkritisch gegenüberstehen obwohl dieser etliche Errungenschaften unserer Gesellschaft und unseres Rechtssystems in Frage stellt, wie z.B. Gleichberechtigung der Frau, gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Religionsfreiheit (ja, Religionsfreiheit! Wer bei dem Verein mal dabei ist und dann wieder austritt, ist Freiwild!), etc.
    • 's all good, man! 27.07.2015 10:41
      Highlight Highlight @atomschlaf: Ah, da ist einer aber ziemlich wach wenn es darum geht, reflexartig islamophobe Hetze zu relativieren...

      @Zuagroasta: Auch ein Troll, der des Trollens wegen im Internet provoziert, macht sich mit rassistischen Kommentaren strafbar. Es geht im Artikel ja eben darum, dass solche strafrechtlich zu verfolgen relativ schwierig ist. Und sorry, ich glaube einfach nicht, dass jemand sowas nur aus reiner Freude am Provozieren macht und sich dafür "rein zufällig" für rassistischen, xenophoben und islamophoben Müll entscheidet.
    • olga 27.07.2015 10:51
      Highlight Highlight atomschlaf: Der Islam ist aber eine Religion und fällt als solche auch unter die Rassismusstrafnorm von StGB 261bis. Ausserdem scheinst du eine sehr einseitige Ansicht vom Islam zu haben. Es gibt nicht DEN Islam. Klar gibt es Länder, die strikter praktiziern als andere, aber das ist mit dem Christentum nicht anders! Und von wegen Gleichberechtigung der Frau, nur so als kleiner Gedankenanstoss: Die Türkei führte das Frauenstimmrecht 1930 ein, der Iran 1963. (CH: 1971, gäll!) Homoehe ist auch bei uns nicht erlaubt und das mit dem Austreten und Freiwild sein ist einfach eine abstruse Behauptung!
    Weitere Antworten anzeigen

Nach 2 Monaten in Isolation: Wie mein Omi ihren Lebensmut verloren hat

Ein Sturz zwang meine 86-jährige Grossmutter in den verhassten Rollstuhl und ins Altersheim. Nachdem sie ihr Leben lang für ihre Selbstständigkeit gekämpft hat, bedeutete das die ultimative Kapitulation. Dann kam der Lockdown.

Ich mache mir Sorgen.

Ich mache mir Sorgen um meine Grossmutter und um ihre Generation. Um fast 100’000 Personen in der Schweiz, die derzeit in einem Alters- oder Pflegeheim leben. Die rund um die Uhr betreut werden, weil die Beine nicht mehr richtig wollen, das Aufstehen Mühe bereitet. Und der Kopf auch. Weil die Erinnerungen kommen und gehen, wie sie wollen.

Seit dem 16. März befinden sich diese Menschen in Isolation. Sie gelten in der Coronakrise als besonders gefährdet. Dringt das Virus in …

Artikel lesen
Link zum Artikel