Ignazio Cassis ist zu Gesprächen in die Ukraine gereist – am Freitag geht's nach Moskau
Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis ist zu Gesprächen in die Ukraine gereist. Der Besuch in Kiew steht im Zusammenhang mit der Rolle der Schweiz als Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Cassis informierte am Montag in einem Post auf der Plattform X über die Reise. Er sei in Kiew, um die Rolle der OSZE als Plattform für den Dialog zu bekräftigen und die Bereitschaft der Organisation, Bemühungen um einen dauerhaften Frieden auf Grundlage des Völkerrechts zu unterstützen, schrieb er.
#OSCE26CH | As @OSCE’s CiO, I arrived in #Kyiv today together with @OSCESecGen Sinirlioğlu.
— Ignazio Cassis (@ignaziocassis) February 2, 2026
I am here to reaffirm the #OSCE’s role as a platform for #dialogue and its readiness to support efforts towards a just and lasting #peace, in line with #InternationalLaw and the Helsinki… pic.twitter.com/uvTaRLWW7K
Beigefügt war dem Post ein Foto, das Cassis, seinen ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha sowie OSZE-Generalsekretär Feridun Sinirlioğlu am Kiewer Bahnhof zeigte.
Cassis hatte bereits während des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos im Januar angekündigt, als Vorsitzender der OSZE eine Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg einnehmen zu wollen. Je nach Entwicklung der Situation plane er Reisen nach Kiew, Moskau und Washington, sagte der Vorsteher des EDA damals.
Nächster Halt Moskau
Am Freitag wird Cassis gemäss Angaben des russischen Aussenministeriums nach Moskau reisen. In seiner Funktion als Vorsitzender OSZE werde der Schweizer Aussenminister dort mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow Gespräche führen.
Das russische Aussenministerium veröffentlichte am Montag auf dem Messaging-Dienst Telegram ein entsprechendes Statement seiner Sprecherin Maria Sacharowa. In Mittelpunkt der Visite am 6. Februar stehe «die Suche nach Wegen zur Überwindung der aktuellen tiefen Krise der OSZE», sagte diese demnach auf eine Journalistenfrage.
Sacharowa kündigte den Besuch des Schweizer Aussenministers zudem in einem russischsprachigen Post auf der Plattform X an. Zuvor hatte die italienische Nachrichtenagentur Ansa von einem Besuch Cassis' bereits am Dienstag geschrieben.
Eine Antwort des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zu den geplanten Reisen stand zunächst aus. (cpf/sda)
