Schweiz
USA

Bundesrat will Zoll-Verhandlungen mit den USA weiterführen

Bundesrat will Zoll-Verhandlungen mit den USA weiterführen

06.03.2026, 13:0806.03.2026, 13:08

Der Bundesrat will die Verhandlungen mit den USA über ein Handelsabkommen fortsetzen und so die bilateralen Handelsbeziehungen der beiden Länder stabilisieren. Damit sollen sich die Exportmöglichkeiten für Schweizer Unternehmen verbessern.

Das entschied der Bundesrat an seiner Sitzung vom Freitag. Anlass waren der Entscheid des Obersten US-Gerichtshofs vom 20. Februar, wonach viele der von US-Präsident Donald Trump auf Grund eines Notstandsgesetzes verhängten Zölle illegal waren.

KEYPIX - Switzerland's Federal President Guy Parmelin, left, and US President Donald Trump, right, takes a pose prior to a bilateral meeting in Congress Centre on the sideline of the 56th annual  ...
Bundesrat Guy Parmelin und US-Präsident Donald Trump trafen sich im Januar anlässlich des WEF in Davos.Bild: keystone

Hinzu kam Trumps Entscheid für neue Zölle auf Basis einer anderen Rechtsgrundlage. Die neuen pauschalen Zusatzzölle von 10 Prozent gelten seit 24. Februar und für 150 Tage. Danach ist ein Entscheid des US-Kongresses nötig. Sie werden zusätzlich zu den bestehenden Meistbegünstigungszöllen angewendet.

Die Unsicherheit rund um die US-Handelspolitik sei erheblich und es sei nicht klar, wie die gegenwärtigen und künftigen Massnahmen gestaltet würden, schrieb der Bundesrat. Stabile und bessere Handelsbedingungen für Schweizer Unternehmen hätten Priorität für den Bundesrat. Die USA seien einer der wichtigsten Exportmärkte.

Weitergehen sollen die Verhandlungen innerhalb des bestehenden Verhandlungsmandates. Seitens der USA wurde das Ziel gesetzt, die Verhandlungen bis Ende März 2026 abzuschliessen. (hkl/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
10
So will Pfister auf die verzögerten Patriot-Lieferungen aus den USA reagieren
Der Krieg im Iran verändert die Lage für die Schweiz dramatisch: Sie steht auf Jahre hinaus ohne Luftabwehr da, weil die USA die Patriot-Systeme selbst brauchen. Bundesrat Martin Pfister will reagieren.
«Jetzt wissen wir, weshalb die Amerikaner uns gegenüber auf Tauchstation gingen», sagt Mitte-Nationalrat Reto Nause, auch Präsident der Allianz Sicherheit Schweiz. «Sie wussten schon lange, dass sie den Iran angreifen.»
Zur Story