Schweiz
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SVP-Politiker (t)wittert Propaganda mit totem Aylan

SVP-Zanetti (t)wittert Verschwörung zu Aylan: «Wird da ein toter Junge ins Bild gerückt?»

08.09.2015, 09:1608.09.2015, 10:45

Wenn's um die Flüchtlingskrise geht, bedienen sich rechtsnationale Kreise zuweilen kruder Verschwörungstheorien und grenzwertiger Interpretationen: Als ein Video von Aylans Tante kursierte, wurde dieses so zusammengekürzt, dass der Eindruck entstand, der einzige Fluchtgrund seien des Vaters Zähne gewesen. Ein gefundenes Fressen für rechte Scharfmacher.

Das war aber nicht alles. Besonders kritische Beobachter und helle Leuchten wollen Propaganda hinter dem Bild entlarvt haben. Die perfide Vermutung: Aylan soll extra an den Strand gelegt worden sein, um das Bild möglichst tragisch zu inszenieren. Als Beweis soll ein Foto dienen, auf dem sich ein Helfer über einen Jungen beugt.

SVP-Zanetti wittert Propaganda

Diese Leuchte ist SVP-Kantonsrat Claudio Zanetti. Seine etwas abstruse Frage: «Wird da ein toter Junge zu Propagandazwecken ins Bild gerückt, bloss weil gerade kein Fukushima zur Hand ist?» Die beiden Fragen, ob mit dem Bild vom türkischen Ufer nur die Schweizer Wahlen beeinflusst werden sollen oder ob Zanetti einfach den SVP-Altvorderern Christoph Mörgeli im Bereich «Mistverbreiten auf Social Media» toppen wollte, bleiben auf Twitter vorerst unbeantwortet. Andere klare Ansagen folgten aber umgehend. Erstens, dass es sich bei dem Bild um Aylans Bruder Galip handelt und zweitens, dass sich einige SVP-Politiker offenbar für keinen Dreck zu schade sind.

Dabei hätte er es eigentlich besser wissen müssen. Schon vor Zanettis viraler Entgleisung wurde die absurde Theorie widerlegt:

Die Reaktionen auf Zanetti:

Kinder auf der Flucht

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Kinder auf der Flucht
Über 20 Millionen Kinder sind weltweit auf der Flucht.
quelle: ap/ap / burhan ozbilici
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