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Bombendrohung am Flughafen Mulhouse: Nach Evakuierung wieder geöffnet

Ein User schickte ein Foto der Lage am Flughafen Basel-Mulhouse am Donnerstagnachmittag.
Ein User schickte ein Foto der Lage am Flughafen Basel-Mulhouse am Donnerstagnachmittag.Bild: user-input

Fehlalarm – EuroAirport Basel Mulhouse nach Evakuierung wieder geöffnet

19.10.2023, 20:1719.10.2023, 23:14

Der Bombenalarm am EuroAirport Basel-Mülhausen ist aufgehoben. Es handelte sich um einen Fehlalarm, wie die Präfektur des Départements Haut-Rhin im französischen Oberelsass am Donnerstagabend mitteilte.

Am Donnerstagmittag war der Flughafen evakuiert worden. Mittels Durchsage seien alle Passagiere dazu aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, sagte ein Augenzeuge gegenüber watson. Eine Flughafensprecherin bestätigte gegenüber watson die Meldung. Grund war eine Bombendrohung.

Die Passagiere waren mit Bussen vom Gelände wegtransportiert worden, und der Flugbetrieb war während Stunden unterbrochen. Personal und Passagiere konnten unterdessen sicher zum Flughafen zurückkehren, wie die Präfektur kurz vor 20.00 Uhr mitteilte. Der Flugverkehr werde nun schrittweise wieder aufgenommen.

Basel mulhouse, 19.10.23
Die Evakuierten stehen vor dem Flughafen.Bild: kilian marti / watson

«Wir haben keine Infos»

Am Nachmittag der Evakuierung war watson vor Ort und konnte mit Reisenden, die nun am Flughafen gestrandet waren, sprechen.

Ein Tourist, der nach Teneriffa wollte, meinte: «Mein Flug hatte Verspätung, dann kam die Evakuierung und nun wurde mein Flug storniert.»

Von der Evakuierung betroffen war auch Familie Bridel. Die Eltern planten, mit ihren zwei Kindern nach Split, Kroatien, in die Ferien zu fliegen. Die Jurassier sagten: «Wir waren schon beim Gate, als es hiess, dass alle sofort wegmüssen.»

Ob ihr Flug storniert wurde, wissen sie nicht. Gegenüber watson sagten sie, dass sie jetzt noch 30 Minuten auf weitere Infos warten werden. Falls sich bis dahin nichts tue, würden sie wieder nach Hause fahren.

Familie Bidel
Familie Bridel.Bild: kilian marti / watson

Oliver Steffen wollte nach Amsterdam fliegen, sein Flug wurde aber bereits annulliert. Er sagte gegenüber watson: «Uns wurde nichts von einem Bombenalarm gesagt, das habe ich aus den Medien erfahren.»

Oliver Steffen wollte nach Amsterdam, sein Flug wurde annulliert.
Oliver Steffen wollte nach Amsterdam, sein Flug wurde annulliert.Bild: kilian marti / watson

Fast so ahnungslos war die Polizei. Diese wartete noch auf Instruktionen: «Wir wissen noch nicht, was wir tun müssen», so ein Polizist gegenüber watson.

Wegtransport vom Gelände mit Bussen

Die Passagiere des wegen eines Bombenalarms evakuierten Euroairports Basel-Mülhausen wurden in der Folge mit Bussen vom Gelände wegtransportiert.

Weitere Informationen, ob es sich um eine tatsächliche Bombe oder um einen Fehlalarm handeln könnte, waren zunächst nicht zu erfahren. Es seien zahlreiche Kontroll- und Überprüfungsmittel eingesetzt worden und die Sicherheitsbehörden arbeiteten aktiv daran, so schnell wie möglich wieder zu einer normalen Situation zurückzukehren.

Wie auf der Website des Flughafens zu entnehmen war, wurden verschiedene Starts und Landungen von Flügen annulliert. Auch der Busverkehr war im Bereich des Flughafens unterbrochen, wie die Basler Verkehrs-Betriebe BVB auf der Plattform X (vormals Twitter) mitteilte.

Auch andere französische Flughäfen betroffen

Der Flughafen Basel Mulhouse befindet sich auf französischem Boden. Eine Serie von Bombendrohungen hält Frankreich nach der Verhängung der höchsten Terrorwarnstufe weiter in Atem.

Etliche Regionalflughäfen wurden am Donnerstag wie bereits am Vortag wegen Bombendrohungen zeitweise geräumt. Betroffen waren die Flughäfen in Montpellier, Nantes, Bordeaux und Lille.

(Mit Material der SDA)

Update folgt ...

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99 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jack Bones (1)
19.10.2023 15:16registriert Juli 2022
Europa wieder auf dem Prüfstand. Eine grosse Gefahr steht bevor.
Ich hoffe, ich hoffe wirklich so sehr, dass wir endlich Tacheles sprechen und Zähne zeigen. Andernfalls könnte dies als Schwäche wahrgenommen werden. Ja wir leben leider in so einer Welt in der nur Stärke verstanden wird.
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fidget
19.10.2023 16:24registriert Dezember 2018
Anstelle der jurassischen Familie würde ich erst nachhause fahren, wenn sie definitiv von der Airline wissen, dass heute nichts mehr geht und wie es weitergeht mit dem gebuchten Flug. Weil wenn sie nicht mehr vor Ort sind und es noch einen Ersatzflug gibt, werden sie auf den Kosten sitzen bleiben, denn sie sind auf eigene Faust nachhause.
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P. Meier
19.10.2023 17:20registriert März 2017
Das Wichtigste bei einer Evakuierung ist sicher ein Liveticker für die betroffenen Personen, damit möglichst schnell eine unkontrollierte Panik ausbricht. Für das nächste Mal, wenn wieder die Infos fehlen. Gründe für eine Evakuation sind Naturereignisse (Wasser/Wind), Feuer, Gasaustritt, Drohung (Bombe, Amoklauf), möglicherweise erkannte Bedrohung (unbeaufsichtigtes Gepäck), terroristische Aktion. Das Einzige was da gilt, ist den Weisungen zu folgen.
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